Am Bahnhof
17424 Heringsdorf
Bäderarchitektur in Heringsdorf
Ein Stadtrundgang für Kurztrip und Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Seit 1992 schlägt die Vorpommersche Landesbühne Anklam das Rote Zelt jährlich in der Sommersaison auf. Es befindet sich direkt an der Strandpromenade.Theater in einem Zelt - ungewöhnlich und reizvoll zugleich - zumal dieses Zelt speziell für Theatervorstellungen konzipiert wurde. Der Innenraum mit rotem, samtigen Stoff ausgeschlagen. Das Glas Wasser, Wein, Sekt oder Bier auf dem kleinen Cocktailtisch vor sich - so lassen sich die Klassiker der Weltliteratur und der Moderne, zeitgenössische Autoren, Komödien, Schwänke und Kabarett genießen. Meist geht es heiter auf der Bühne zu. Der Vormittag gehört stets den Kindern und speziellen Stücken für sie.Es spielen das Ensemble der Vorpommerschen Landesbühne Anklam und Eleven der Theaterakademie Vorpommern.Das Theaterzelt Chapeau Rouge ist inzwischen Kult für Insulaner und die Gäste der Insel Usedom.Im Winter entsteht auf dem Platz eine Kunsteisbahn.
Vorbei am Sportplatz gelangen Sie zur Seebrücke. Der Vorgängerbau, die hölzerne Kaiser-Wilhelm-Brücke von 1893 mit Türmchen und Kolonnaden, wurde 1957 durch Brandstiftung zerstört
Das Hauptgebäude steht an Land und ist wie ein großstädtische Passage mit Café, Bar, Läden und Galerien angelegt. In den darüberliegenden Ferienwohnungen können sich Urlauber einmieten. Sie ist die einzige Seebrücke im Land, die ohne Inanspruchnahme von Fördermitteln errichtet wurde. Ein Schiffsanleger für die Bäderschiffe befindet sich am Brückenkopf.
Nach einer Besichtigung der längsten Seebrücke Deutschlands laufen Sie weiter auf der Strandpromenade mit ihren gepflegten Rabatten und erreichen den Kunstpavillon. In dem gläsernen Rundbau werden Ausstellungen gezeigt, finden Lesungen und Konzerte statt. Geöffnet ist März bis September von Mittwoch bis Sonntag von 15 bis 18 Uhr und im Oktober von 14 bis 17 Uhr. Immer weiter geht es auf der Strandpromenade Richtung Bansin. Neben dem Uferweg tun sich stellenweise steile Hänge auf. An der Villa Neptun führt Sie ein Weg hoch auf die Maxim-Gorki-Straße. Die Villa Irmgard in der Nummer 13 zeigt die Wohn- und Arbeitsräume des russischen Schriftstellers Maxim Gorki, der sich mit Sohn und Schwiegertochter hier einen Sommer lang erholte. In der oberen Etage werden wechselnde Ausstellungen gezeigt.
Museum für Literatur- und Regionalgeschichte, Wohn-und Arbeitszimmer im Stil der zwanziger Jahre, das der russische Dichter Maxim Gorki von Mai bis September 1922 bewohnte, Sonder- und Wechselausstellungen. Die Villa ist ein Zeugnis der traditionellen Bäderarchitektur.
Zurück geht es nun abseits der Strandpromenade auf der Maxim-Gorki-Straße, dann links in die Strandstraße und weiter die Badstraße, bis Sie die Kulmstraße erreichen. Wo sich diese mit der Rudolf-Breitscheid-Straße trifft, erhebt sich auf dem Kulmberg, einer kleinen Anhöhe, das „Weiße Schloss“. Hier logierte die kaiserliche Familie und der Schriftsteller Kurt Tucholsky. Forstmeister Bülow ließ das „Weiße Schloss“ 1825 als repräsentatives Gästehaus errichten – wie auch die heutige Villa Achterkerke ein Stück weiter. 1845 errichtet, ist sie eine der ältesten Bäderarchitektur-Villen des Ortes.
Sie haben schon ein gutes Stück Weg zurückgelegt. Zeit für eine Pause? Restaurants und Cafés gibt es in Heringsdorf wie Sand am Meer. Einen der schönsten Blicke jedoch bietet das Terrassenkaffee in der Kulmstraße 29. Denn Sie schauen bei Kaffee und Kuchen oder einem Eis hinunter auf die Strandpromenade und die Ostsee.
Von der Kulmstraße gelangen Sie auf die Seestraße und von dort auf die Friedenstraße, eine kleine gemütliche Promeniermeile, die Sie zum Bahnhof zurückbringt. Haben Sie noch ein bisschen Zeit,
können Sie nur wenige Meter vom Bahnhof entfernt im Waldbühnenweg die Verkaufsausstellung der Strandkorbfabrik besuchen. Sie werden staunen, wie sich der Strandkorb seit seiner Erfindung 1882 in Rostock so verändert hat…
Die Heringsdorfer Strandkörbe werden noch traditionell in Handarbeit hergestellt. Neben Strandkörben werden auch Möbel für den In- und Outdoorbereich angeboten. Direkt gegenüber der Strandkorbfabrik gibt es eine Verkaufsausstellung, die montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr und samstags nach Vereinbarung geöffnet hat.
Den Namen „Kaiserbäder“ erhielten Heringsdorf und seine Nachbarorte Bansin und Ahlbeck übrigens erst in den 1990er Jahren von findigen Marketingstrategen. Auf jeden Fall aber sind die reich verzierten Bauten aus der Wendezeit vom 19. in das 20. Jahrhundert heute das weltweit größte zusammenhängende Ensemble erhaltener Bäderarchitektur und ein Stück unserer Geschichte.
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Seebad HeringsdorfAm Bahnhof
17424 Heringsdorf