Am Hauptbahnhof 2
48431 Rheine
Hallo, altes Haus! Ein historischer Stadtbummel
Ein Stadtrundgang für Kulturliebhaber und Entdecker
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Der stattliche Ziegelbau zählt zu den ältesten erhaltenen Bürgerhäusern der Stadt Rheine. Er wurde Ende des 15. Jahrhunderts über dem alten Stadtgraben errichtet und im 16. und 17. Jahrhundert zu einem Renaissancehaus umgebaut – mit Steinkreuzfenstern, Staffelgiebel und Firstschornsteinen.
Die Familie Kannegiesser bewohnte im 17. und 18. Jahrhundert das Gebäude. Sie stellte zwischen 1576 und 1680 mehrere Bürgermeister der Stadt Rheine. Anfang der 1980er-Jahre wurde die Immobilie restauriert und als Stadtarchiv genutzt.
Das Kannegießerhaus liegt im Kern der Stadt Rheine, direkt neben dem Kirchhof der Dionysius-Kirche und dem historischen Marktplatz.
Zurück auf der Marktstraße geht es rechts Auf dem Thie weiter zum zweiten Bürgerhaus, an dem sich ein kurzer Stopp zur Betrachtung der Fassade lohnt.
Das Bürgerhaus von 1743 wurde im Stil des niederländischen Spätbarocks gebaut. Beeindruckend sind seine breite Front und die Freitreppe.
Der Amtsmedicus Dr. Giese eröffnete hier die Adler-Apotheke. Lediglich die Löwen-Apotheke am Markt wurde bereits vor dieser Zeit erwähnt.
Auf dem Thie kreuzt die Straße Am Thietor und geht in eine Spielstraße über. Am Ende ist es nach rechts nicht mehr weit bis zum Stadtmuseum, das in einem denkmalgeschützten Gebäude untergebracht ist.
Im Jahr 838 schenkte Kaiser Ludwig den damals als „Villa Reni“ bezeichneten Hof der Herforder Reichsabtei. Die verpachteten den Hof an adelige Familien, darunter die Familie von Falke. Daher sein Name. Heute dient er als modernes Stadtmuseum. Stadtgeschichte, Kunst und Kulturgeschichte sind im Falkenhof Museum die Themenschwerpunkte.
Zur ältesten erhaltenen Bausubstanz aus dem 16. Jahrhundert gehören das Torhaus und die Gewölbehalle des Mittelbaus. Die Barockdetails wie Freitreppe und Taubenbrunnen entstanden Mitte des 18. Jahrhunderts.
Eine Sensation: Bei einem Umbau 2003 wurden unterirdische Gänge mit Tausenden von Scherben entdeckt. Diese besonderen Lebenszeugnisse wurden restauriert und sind vor Ort zu sehen.
Aus dem Museum kommend geht es rechts am Spielplatz vorbei wieder zurück in die historische Altstadt. Auf dem Weg Richtung Marktplatz wird die St. Dionysus-Kirche umlaufen, bevor ein weiteres historischen Bürgerhaus seine Geschichte erzählt.
Unter den sieben Kanonenkugeln an der Giebelseite des Hauses steht eine Inschrift, die daran erinnern soll, dass die Stadt im 30-jährigen Krieg fast völlig zerstört wurde. Nur wenige Gebäude haben den Angriff des schwedischen Generals Königsmarck unversehrt überstanden. Schon 1648 wurde das Bürgerhaus wieder vollständig hergestellt.
Das Beilmannsche Haus verdankt seinen Namen dem früheren Besitzer Metzgermeister Beilmann. Heute wird es auch „Markt 15“ genannt.
Vom Marktplatz aus führt die Herrenschreiberstraße direkt zum Cafe Extrablatt Rheine. Kleine Umwege durch die Gassen sind jederzeit eine Erkundungstour wert.
Eine kleine Stärkung gefällig? Das Café Extrablatt verfügt über zwei Etagen mit Blick auf die Fußgängerzone sowie eine Terrasse mit 170 Außenplätzen. Ob Frühstück, Burger oder Waffeln: Hier findet jeder etwas auf der umfangreichen Speisekarte.
Nicht weit vom Cafe Extrablatt befindet sich linker Hand die Münstermauer mit dem letzten historischen Highlight dieser Tour.
Im späten Mittelalter gab es in Rheine zahlreiche Mauerhäuser. Sie wurden auch Traufenhäuser genannt und aus Platznot unmittelbar an der alten Stadtmauer errichtet. Die beiden noch vorhandenen Mauerhäuser finden sich an der Münstermauer Nummer 25 und 27.
Das Mauerhaus 27 aus dem 16. Jahrhundert ist wohl das älteste seiner Art in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus. Noch heute erzählt das Gebäude von den bescheidenen Lebensverhältnissen seiner Bewohner. Über eine Ziegentreppe, die in seiner Art deutschlandweit einzigartig ist, wurde das Kleinvieh durch Haustür und Wohnräume zu den Weiden vor der Stadt geleitet.
2018 hat die Stadt Rheine das Mauerhaus 27 erworben und dem Verein Historische Altstadt Rheine e.V. zur Nutzung übergeben.
Zurück auf der Herrenschreiberstraße geht es im Bogen wieder auf den Kardinal-Galen-Ring. Rechts der Straße folgend ist es nicht weit bis zum Ausgangspunkt, dem Bahnhof Rheine.
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