Am Bahnhof 1
23936 Grevesmühlen
Ein Stadtrundgang für Kulturliebhaber und Geniesser
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Die Kirche wurde etwa Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut. Der Turm der frühgotischen Hallenkirche war ursprünglich 92 Meter hoch. Nach einem Brand wurde die Spitze durch ein Satteldach ersetzt. Statt Altar und Kanzel füllt eine Tauffünte aus dem Jahr 1230 den Raum, der durch Weite und kraftvolle Formen besticht und dessen Ausgestaltung westfälischen Einfluss erkennen lässt. Zur Besichtigung bitte im Pfarramt melden.
Nebenan im einstigen städtischen Schulhaus, das 1855 errichtet wurde, erwartet Sie heute das Museum der Stadt.
Im Städtischen Museum Grevesmühlen finden Sie Ausstellungen zur Ur- und Frühgeschichte von Grevesmühlen und Umgebung, eine ausführliche Darstellung der Stadtgeschichte von der Gründung bis heute, sowie Biographien von berühmten Kindern der Stadt wie Rudolph Karstadt oder Luise Reuter. Neben einer Dauerausstellung über das Häftlingsschiff Cap Arcona, zu der sich auch eine Gedenkstätte in der Stadt befindet, gibt es stetig wechselnde Sonderausstellungen über Themen jeder Art.Öffnungszeiten:Dienstag bis Freitag 10-12 und 13-17 Uhr, Samstag: 10- 14 Uhr (in den Sommermonaten) Preise: Erwachsene 1,50 €, ermäßigt 1,00 €, Schüler 0,50 €Führungen von Gruppen nach vorheriger Vereinbarung.
Nach diesem Exkurs durch die Stadtgeschichte geht es weiter auf dem Kulturpfad – Sie laufen die August-Bebel-Straße entlang und biegen dann rechts ein in die Goethestraße. Nach wenigen Metern erreichen Sie das Verwaltungsgebäude von 1921, heute Jobcenter, und die Plastik „Kreihnsdörp“ von Alexander Hässner. Die abstrakte Mühle steht hier für den Stadtnamen Grevesmühen und die Krähe obenauf für Kreihnsdörp, wie die Stadt im Volksmund liebevoll genannt wird. Und das hat mit der Krähensage zu tun: Einst kamen die Bauern zur Erntezeit mit ihrem vollbeladenen Wagen nicht durchs Tor. Der Balken, der oben auf dem Wagen das Heu halten sollte, lag quer auf der Fuhre und war breiter als die Durchfahrt. Eine Krähe rief den Bauern zu „Scharp vör“, was so viel heißt wie „das scharfe Ende nach vorn“. Also legten die Bauern den Balken längs auf die Ladung und passierten ungehindert das Stadttor …
Gehen Sie nun ein paar Meter zurück zum Karl-Liebknecht-Platz, biegen dann in den Börzower Weg ein und stehen vor der einstigen Malzfabrik. Die 1893 erbaute Fabrik ist eines der bedeutendsten und größten Industriedenkmäler Norddeutschlands mit wechselvoller Geschichte. Heute nutzt der Landkreis Nordwestmecklenburg das denkmalgeschützte Gebäude als Verwaltungssitz.
Die Malzfabrik Grevesmühlen wurde 1873 auf dem von Brauer Heintzmann erbauten Felsenkeller errichtet. Heute hat die Verwaltung des Landkreises Nordwestmecklenburg ihren Sitz in dem denkmalgeschützten Gebäude.
Vom Karl-Liebknecht-Platz gelangen Sie in die Karl-Marx-Straße, die Sie auf direktem Weg zum Bahnhof bringt. Sollte noch Zeit sein bis zur Zugabfahrt, lässt es sich im Café Kaffeebrenner im BürgerBahnhof gut warten. Die entspannte Rückfahrt mit dem Zug bietet Ihnen dann beste Gelegenheit, sich auszutauschen über Kreihnsdörp, Kunst und kluge Krähe.
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GrevesmühlenAm Bahnhof 1
23936 Grevesmühlen