Tribseer Damm 75
18437 Stralsund
Eine Tour zur Insel Dänholm
Ein Stadtrundgang für Familien, Naturliebhaber und Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Nach einer dreijährigen Bauzeit (August 2004 bis Oktober 2007) wurde die Rügenbrücke Ende 2007 durch die Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet. Die Baukosten beliefen sich auf rund 125 Millionen Euro. Mit einer Gesamtlänge von 4.097 Metern (davon 2.831 Meter Brückenbau) verbindet die dreispurig befahrbare Brücke, die größte Insel Deutschlands mit dem Festland. Sie entlastet den Rügendamm der bis dahin die einzige Verbindung zur Insel war. Zu Spitzenzeiten misst dieser ein Fahrzeugaufkommen von 30.000 Fahrzeugen täglich. Die beiden Pylonen der Schrägseilbrücke betragen eine Höhe von 127,75 Metern und bilden mit der geschwungen Form der Querung eine Segelyacht nach. Außerdem ist die größte Schrägseilbrücke Deutschlands 42 m hoch und bildet somit eine ideale Durchfahrtshöhe für den internationalen Schiffsverkehr.
Wer nun den Fußweg entlang des Rügendamms verlässt und der Straße "Zum kleinen Dänholm" folgt, findet maritimes Flair, Yachten, Boote und so manch schwimmenden Veteran. Einfach verweilen und "Boote gucken". Wieder zurück auf gleichem Weg führt nun am Parkplatz rechter Hand ein mit Seezeichen markierter Weg in einen Park mit zum Teil uralten Bäumen. Vor rund 150 Jahren, als auf der Insel noch das Militär herrschte, wurden die Wege mit Kastanien, Eschen und Ahornbäumen in Alleen verwandelt. Der Weg führt zur denkmalgeschützten „Sternschanze“, die zu den Befestigungsbauten vergangener Jahrhunderte gehörte. Schon im Mittelalter besaß die Insel Dänholm Bedeutung für die Verteidigung der Hafenstadt Stralsund. Mehr und mehr wurde sie zur vorgelagerten Festung mit ausgedehnten Kasernenanlagen ausgebaut. Mal lagerten hier Schweden, dann Preußen, dann Franzosen und wieder Preußen. Das war die Zeit, die der Insel Dänholm den Beinamen „Wiege der preußischen Marine“ einbrachte. Erst mit dem Abzug der Bundeswehr 1991 endete die militärische Geschichte der Insel. Mehr darüber erfahren Sie im Marinemuseum, das im einstigen Offizierskasino sein Domizil fand. Die Wälle und Kasematten der früheren „Sternschanze“ gehören ebenfalls zu den Exponaten. Hingucker des Museums, das zum Stralsund Museum gehört, ist der blaue Marinehubschrauber auf der Freifläche.
Das Marinemuseum ist eine Außenstelle des STRALSUND MUSEUM auf der Insel Dänholm. Die kleine Insel am Rügendamm war schon bei den Belagerungen Stralsunds im Mittelalter strategisch bedeutsam. Hier schlug später die Geburtsstunde für die Preußische Marine. Auch Seestreitkräfte des Deutschen Reichs und der DDR waren hier stationiert. In der ehemaligen Kaserne und auf dem Freigelände, umgeben von den Wällen der historischen Sternschanze, kann man seit 1992 in die Marinegeschichte eintauchen. Gezeigt werden zahlreiche Originalobjekte aus der militärischen Seefahrt wie Uniformen, Gerät, Waffen, Modelle sowie Fotos, Filme und Dokumente. Auf dem Freigelände zählen das leuchtend blaue Original eines Marinehubschraubers sowie ein Torpedoschnellboot zu den Attraktionen. Die Schau "Mein Marinemuseum" nähert sich anlässlich des 30jährigen Bestehens des Marinemuseums im Jahre 2022 aus persönlicher Sicht vieler engagierter Mitstreiter*innen den Geschichten einzelner Objekte der marinehistorischen Sammlung.
Barrierefreiheit
Führungen für Menschen mit Sehbehinderung
Führungen für Menschen mit kognitiven Einschränkungen
Führungen und Angebote für Demenzkranke
Bevor es wieder zurück geht, spazieren Sie auf dem Liebitzweg noch zur Nordküste der Insel. Dort stoßen Sie auf einen Naturstrand und den Yachthafen. Von hier haben Sie nicht nur interessante Sichten auf die Boote, sondern auch tolle Blicke auf die Silhouette von Stralsund. Der Liebitzweg bringt Sie zurück auf den Rügendamm mit der Ziegelgrabenbrücke – den Weg zurück zum Stralsunder Hauptbahnhof kennen Sie ja bereits.
Auf dem Dänholm in Stralsund findet man seit 1999 das NAUTINEUM, ein Ausstellungszentrum für Fischerei, Meeresforschung, Gewässerkunde und Seewasserstraßen. Dort erhält man u. a. einen Überblick über die vorpommersche Küstenfischerei. In der architektonisch originellen 14 m hohen Bootshalle befindet sich neben kleineren Strandbooten das Museums-Zeesboot STR 9 unter voller Besegelung. Ebenfalls in der Bootshalle gibt es eine kleine Ausstellung mit 35 Modellen traditioneller Arbeitsboote - allesamt im Maßstab 1:15. Auf dem weitläufigen Freigelände des NAUTINEUMs mit seinem schönen Baumbestand sind viele imposante Originalexponate zu sehen, wie z. B. Kutter, ein begehbarer Fischerschuppen, ein Reusenplatz der Fischer und die erste deutsche Unterwasserstation BAH 1. Besonders spannend ist das Unterwasserlabor HELGOLAND, das sogar von innen erkundet werden kann.Im NAUTINEUM, an diesem Logenplatz am Sund, gibt es gratis eine grandiose Aussicht dazu - auf die neue Rügenbrücke. Am Besucherzentrum befinden sich kostenlose Parkplätze und auf dem Ausstellungsgelände ein maritimer Abenteuerspielplatz für Kinder. Außerdem sind Hunde angeleint ausdrücklich willkommen.
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Start/Ende
Bahnhof Stralsund HbfTribseer Damm 75
18437 Stralsund