Döcklitzer Tor 43
06268 Querfurt
Wehrhafte Gemäuer in Querfurt
Ein Stadtrundgang für Familien, Naturliebhaber, Kulturliebhaber und Entdecker
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Der Marktplatz von Querfurt wird dominiert vom trutzigen Archivturm des historischen Rathauses, das an der Nordseite des Platzes steht. Ein Vorgängerbau entstand Anfang des 16. Jahrhunderts, allerdings besteht es in seiner heutigen Gestalt mit dem sechsgeschossigen Turm erst seit 1698. Am Turm sind eine Zeigeruhr und eine Sonnenuhr zu sehen. In dem Turm lebte bis 1945 ein Türmer. Das Rathaus beherbergte ursprünglich Stadtwaage, Ratstrinkstube und Bürgersaal. Das von Renaissance und Barock geprägt Gebäude steht unter Denkmalschutz
Eines der historischen Gebäude am Markt beherbergt die Stadtinformation.
Nach dem Besuch des Marktplatzes geht es wieder ein paar Meter zurück bis zur „Klippe“. Auf der Höhe des italienischen Restaurants „La Sosta“ (außer Mo täglich geöffnet) gibt es den Zugang zum Schießgraben an der historischen Stadtmauer. Sie wurde im 13. Jahrhundert errichtet und erreichte eine Höhe bis zu sieben Meter. Türme und Zwinger begleiten den weiteren Weg. Durch die Rosengasse geht es dann zur Burg Querfurt. Ein weißer Maulbeerbaum steht als Naturdenkmal am Weg.
Mit ihren drei imposanten Türmen - Marterturm, Dicker Heinrich und Pariser Turm -, zwei Ringmauern und den starken Befestigungsanlagen scheint die Burg Querfurt uneinnehmbar zu sein. Trotz Belagerungen im Dreißigjährigen Krieg konnte sie tatsächlich ihre ursprüngliche Bausubstanz weitgehend bewahren. Sie ist heute eine wichtige Station an der „Straße der Romanik“. Seit dem 10. Jahrhundert war sie der Stammsitz der „Edelherren von Querfurt“. Erster bekannter Vertreter des Geschlechts war „Bruno von Querfurt“, der als Missionar bei den heidnischen Preußen und dann als Märtyrer in die Geschichte einging.
Wohn- und Wirtschaftsgebäude mit ihren Gewölben sowie ein unterirdischer Gang erlauben Einblicke in das Leben auf einer mittelalterlichen Adelsburg. Im ehemaligen Korn- und Rüsthaus befindet sich das Burg-Museum mit verschiedenen Ausstellungen. Aktuell (2025) sind die Ausstellungen „Ritterorden und Ordensritter“ sowie „Ritterorden in der Gegenwart“ mit ihren spannenden Geschichtsdarstellungen ein Anziehungspunkt. Sie lösen die vormalig gezeigte Sonderausstellung zur „FilmBurg“ ab, denn die Querfurter Burg diente bereits als Kulisse für nationale und internationale Film-Produktionen wie „Der Medicus“ sowie „Die Päpstin“ und für Märchenfilme wie „Die zertanzten Schuhe“ oder „Räuber Hotzenplotz“.
In unmittelbarer Nachbarschaft zur Burg Querfurt befindet sich die ehemalige Burgschäferei. Sie beherbergt das Kreisbauernmuseum.
Alte landwirtschaftliche Maschinen, Geräte und Transportmittel, angefangen bei verschiedenen Kutschen und Schlitten, eine Dampfmaschine Baujahr 1920, mehrere Lanz Bulldogs oder der erste Mähdrescher-Typ der DDR können hier besichtigt werden. Ein mit Originalgegenständen aus den 30er-Jahren eingerichtetes Bauernhaus illustriert, wie zu dieser Zeit gelebt wurde. Außerdem werden Berufe wie der Schmied, Fleischer oder Schäfer vorgestellt. Vor allem für Kinder interessant ist der Streichelzoo.
Am Fuß der Burg Querfurt bietet das Stadtbad in der warmen Jahreszeit willkommene Erfrischung. Es lockt mit Edelstahlbecken, Riesenrutsche und Sprungturm. Für die Kleinen gibt es ein Planschbecken. Für das leibliche Wohl steht ein Imbiss zur Verfügung.
Nicht weit vom Stadtbad entfernt lockt ein Restaurant mit heimischen Lieblingsgerichten. In der warmen Jahreszeit wird auf einer großen Terrasse serviert. Besondere Attraktion ist der urige Ritterkeller.
Frisch gestärkt wird der fast zwei Kilometer lange Rückweg zum Bahnhof angetreten. Er verläuft auf Teilen des überregionalen Himmelsscheibenradwegs und folgt dem Verlauf der Querne.
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Bahnhof QuerfurtDöcklitzer Tor 43
06268 Querfurt