Bahnhofstr. 7
99947 Bad Langensalza
Ein Bummel durch das grüne Bad Langensalza
Ein Stadtrundgang für Naturliebhaber, Kulturliebhaber und Geniesser
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Das verspielt wirkende Friederikenschlösschen erhielt seinen Namen nach der Herzoginwitwe Friederike von Sachsen-Weißenfels (1715–1775). Sie lebte von 1746 bis zu ihrem Tode in Langensalza und ließ sich dieses Schlösschen 1749 bis 1751 mit den zwei benachbarten Kavaliershäuschen als Sommerresidenz errichten. Friederike war eine Tochter des Herzogs Friedrich II. von Sachsen-Gotha-Altenburg (Ernestiner) und mit dem Herzog Johann Adolph II. von Sachsen-Weißenfels (1685–1746) verheiratet. Das barocke Sommerschlösschen mit dem idyllischen Park und sehenswerten Nebengebäuden bietet nicht nur Ruhe und Entspannung, sondern ist auch ein beeindruckender Veranstaltungsort für Konzerte und andere Events sowie für Hochzeiten.
Das Friederikenschlösschen ist umgeben von einem hübschen Park, der auch an die Anfänge als Kurstadt erinnert.
Die terrassenartige, idyllische Anlage des Schlösschenparks am Friederikenschlösschen bietet einen schönen Anblick und erholsame Momente. Die Herzoginwitwe Friederike von Sachsen-Weißenfels (1715–1775) hatte ihn im Jahre 1751 auf einer Fläche von rund 1,5 Hektar anlegen lassen. Der heutige Park wurde nach historischen Plänen in seiner barocken Grundstruktur rekonstruiert, vereint aber auch verschiedene Stile der Gartenarchitektur je nach dem Zeitgeschmack. Im hinteren Teil des Gartens ist ein historischer Gartenpavillon aus dem Jahr 1878 erhalten. Dort sprudelt aus einem Bronzebecken Schwefelwasser, das seit 1812 in der Kurstadt Bad Langensalza als Heilwasser verwendet wird. Der halbrunde Platz in diesem Park wird für zahlreiche Veranstaltungen genutzt und bietet mit dem Blick auf das Friederikenschlösschen eine beeindruckende Kulisse. Der Rundgang durch den Schlosspark führt Besucher zur ehemaligen Orangerie, zum naturbelassenen Parkteil und zur alten Remise, in der Interessierte heute in einer historischen Schaudruckerei kreativ tätig sein können.
Laufen Sie jetzt die Kurpromenade weiter Richtung Norden und biegen Sie rechts ein in die Straße „Vor dem Klagetor“. Dann stehen Sie schon nach wenigen Metern vor dem Rosengarten.
Eine faszinierende Farbenpracht und einen unvergleichlichen Duft strahlen in den Sommermonaten die über 450 Rosenarten und -sorten im Rosengarten Bad Langensalza aus. Darunter befinden sich Beet-, Edel-, Wild- und Strauchrosen. Unter Rosenkennern gilt der Garten mit 17.400 m² und 10.000 Rosen als einer der schönsten Deutschlands. Eine Besonderheit ist die Sammlung der Rosenzüchtungen aus Bad Langensalza. Zwischen 1950 und 1990 wurden in der Kurstadt 91 Rosensorten gezüchtet. Über 50 davon kreierte Anni Berger (1904 in Wien – 1990 in Bad Langensalza), die bis heute die einzige in Deutschland anerkannte Rosenzüchterin ist. Über ihr Leben und die Zuchttradition der „Königin der Blumen“ berichtet das Rosenmuseum gleich am Eingang des Rosengartens.
Das Rosencafé und die angegliederte Teichlandschaft laden zum Verweilen und Entspannen ein.
Von duftenden Rosen geht es nun zu sanft plätschernden Wasserfällen, zu bunten Karpfen und Bonsai-Kunstwerken. Sie ahnen es schon, unser nächstes Ziel ist der nahe Japanische Garten. Gehen Sie links über die Winkelgasse zur Kurpromenade Richtung Norden. Nach wenigen Metern erreichen Sie den Eingang.
„Kofuko No Niwa“ – der Garten der Glückseligkeit fasziniert mit seiner fernöstlichen Atmosphäre und symbolträchtigen Gestaltung. Der Garten enthält unterschiedliche Bereiche, welche die Liebe zu den verschiedenen Landschaften der japanischen Inseln und den Jahreszeiten widerspiegeln. Sein Bild ist geprägt von typisch japanischen Baum- und Pflanzenarten, einer Teichlandschaft, in der farbenprächtige Kois majestätisch dahinziehen, und zwei klassischen Pavillons. Im Pflanzenpavillon mit dem Teehaus können Gäste eine original japanische Teezeremonie zelebrieren.
Im Frühling lockt der Garten mit üppiger Kirschblüte, im Sommer mit einer imposanten Azaleenlandschaft und im Herbst mit flammend roten Ahornbäumen. Mit seinem Bambushain und der Trockenlandschaft ist der Japanische Garten ein Juwel der insgesamt zehn Gärten in Bad Langensalza.
Jetzt wird gleich gebadet oder geschwitzt, in jedem Fall etwas für Ihre Gesundheit getan! Auf dem Grabenweg und über die Niederhöfer Straße gelangen Sie zur Böhmerstraße, die Sie direkt zum Eingang der Friederiken Therme bringt.
Die Friederiken Therme ist ein Ort pflegender Hände und heilender Quellen. Hier entfalten die natürlichen Heilmittel des Ortes Schwefelwasser, Sole und Trinkheilwasser ihre wohltuende Kraft.
Zu den Angeboten der Therme gehören Physiotherapie, Wellnessanwendungen und eine großzügige Bade- und Saunalandschaft. Patienten mit rheumatischen Beschwerden, Arthrose, Hautkrankheiten und Erkrankungen des Bewegungsapparates verspüren hier Linderung. Die Badelandschaft mit Thermal-Innen- und Außenbecken bietet 32 Grad Wassertemperatur und 3 Prozent Solegehalt. Im Wellnessbereich erwarten die Gäste die Rosensauna (60 Grad), die Finnische Sauna (70 und 90 Grad), die Erdsauna (bis zu 112 Grad), das Römische Dampfbad (40 Grad) sowie Erfrischungs- und Tauchbecken.
Die Kurmittelabteilung in der Therme mit einem umfangreichen Therapieangebot ermöglicht ambulante Kuren.
Als staatlich anerkanntes Heilbad schaut Bad Langensalza auf eine über 200-jährige Kurorttradition zurück. Die Friederiken Therme öffnete 1999 ihre Türen und ist das Herzstück der Kur- und Wellnessangebote in Bad Langensalza.
Nach der Entspannung im wohlig-warmen Wasser geht es nun zurück zum Bahnhof. Haben Sie noch Zeit, Lust und Laune, dann schauen Sie im Apothekenmuseum vorbei. Es fand 2014 sein Domizil im mittelalterlichen „Haus Rosenthal“, ein einstiges Wohn- und Lagerhaus im Fachwerkstil. Von der Therme sind es keine zehn Minuten zu Fuß – die Böhmerstraße und Unterm Berge führen Sie hin.
In einem der ältesten Fachwerkhäuser der Stadt wird eine Ausstellung zur Pharmaziegeschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts präsentiert. Gezeigt werden wertvolle Standgefäße aus Glas, Porzellan und Holz, pharmazeutische Arbeitsgeräte sowie Mörser und Waagen. In acht Räumen werden die verschiedenen Arbeitsbereiche einer alten Apotheke vorgestellt.
Zum Apothekenmuseum gehört der angrenzende Apothekergarten, in dem mehr als 80 verschiedene Heilkräuter wachsen. Interessant ist auch das restaurierte Baudenkmal „Haus Rosenthal” aus dem Jahr 1515, das nach seiner Lage im „Rosenthal“ so genannt wurde. Besonders eindrucksvoll sind die historischen Wandvertäfelungen mit teils farbigen Malereien und die Holzstube. Für die gelungene Sanierung des historischen Fachwerkgebäudes wurde die Stadt Bad Langensalza mehrfach ausgezeichnet.
Vom Museum ist es noch ein guter Kilometer durch die Stadt zum Bahnhof. Nehmen Sie die Mühlhäuser Straße, lernen Sie noch den Neumarkt mit Bürgerhäusern, Rathaus, Brunnen und Glockenspiel kennen. Die Bornklagengasse, Herren- bzw. Salzstraße bringen Sie zum Steinweg, der auf die Bahnhofstraße führt. Auf dem Rückweg werden Sie schnell merken, dass die Stadt mindestens noch einen zweiten Ausflug lohnt …
Die Karte ist visuell optimiert und nicht barrierefrei. Als barrierefreie Alternative für alle Inhalte nutzen Sie die textbasierte Ansicht
Start/Ende
Bahnhof Bad LangensalzaBahnhofstr. 7
99947 Bad Langensalza