Ladestraße
04924 Bad Liebenwerda
Marionettentheatermuseum in Bad Liebenwerda
Ein Stadtrundgang für Kurztrip, Barrierefrei, Familien, Entdecker und Geniesser
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Die befestigte Uferanlage befindet sich circa 350 Meter flussabwärts von der Brücke über die Schwarze Elster direkt am Bahnhof Bad Liebenwerda wo auch geparkt werden kann. Die Stufen parallel zur Uferlinie erlauben einen bequemen Einstieg in die Boote. Eine befestigte Einsatzstelle führt flach ins Wasser des Flusses und eignet sich für den Einsatz von Kanus und Kajaks.
Wasserwanderer, die eine Rast in Bad Liebenwerda machen wollen, können hier die Boote an Land ziehen. Im 200 Meter entfernt gelegenen Bieligkhof besteht die Möglichkeit Kanus auszuleihen –Transfers zu oder von Ein- und Ausstiegsstellen auf der Schwarzen Elster sind nach Absprache möglich: Fischergasse 16, 04924 Bad Liebenwerda, Tel. 035341 2009.
Nur wenige Schritte vom Bootsanleger sind es zur „Villa Nuova“ mitten im Kurpark. Das italienische Restaurant ist barrierefrei. Vor dem Haus gibt es eine Minigolfanlage und gleich daneben die Konzertmuschel.
Vom Kurpark gelangen Sie auf die Dresdener Straße und laufen jetzt nach rechts zum Burgplatz. Diese Wegeabschnitte sind mit Rollstuhl insgesamt gut zu befahren.
An den Straßenübergängen stehen Stellen mit abgesenkten Bordsteinen zur Verfügung. An einigen Stellen des Übergangs vom Park zur Straße könnte Schiebehilfe wünschenswert sein. Am Burgplatz erwartet Sie das Mitteldeutsche Marionettentheatermuseum. Eine Rampe hilft Rollstuhlfahrern, in das historische Gebäude zu gelangen, auch ein entsprechendes WC ist vorhanden.
Kaspers Herkunft wird hier geklärt: Tanzte er als Narr dem Teufel des Mittelalters auf der Nase herum oder kroch er aus einem Ei? In vier Kapiteln blättert das Museum die Kaspergeschichte auf und lädt zum Ausprobieren und Mitmachen ein. Ergänzt werden die Ausstellungskapitel durch Film- und Hörstationen, die die Ausstellungsinhalte vertiefen und weiterführen. Originale Marionetten, historische Bühnen, asiatische Ahnenfiguren und lebensgroße Haudegen erzählen vom Spiel auf dem Jahrmarkt, im Kinder zimmer und auf großenTheaterbühnen. Besonders faszinieren: Ein 1,50 großer sizilianischer "Pupo" und Kasperfiguren aus Ost- und Mitteleuropa. Ein Museum, das Kulturgeschichte greifbar macht - mit Witz, Tiefe und Spiel-Faszination.
Lassen Sie sich im Museum gleich den Schlüssel und den Audioguide für den 31 Meter hohen Lubwartturm geben und erklimmen Sie die 123 Stufen.
Die Texte für den Audioguide sind zwar speziell für Kinder gemacht, aber auch die Großen haben ihre Freude daran, wenn das Turmgespenst „Hohnepiepel“ seine Zuhörer laufend verhohnepiepelt.
Der Blick von oben auf Bad Liebenwerda ist einfach schön. Oben fühlen sich übrigens auch Fledermäuse und Turmfalken wohl, die hier überwintern bzw. nisten.
Der Lubwartturm ist einer der ältesten Türme im Land Brandenburg. Der Turm ist der baulich verbliebene Rest des einstigen Schlosses Liebenwerda. Wer den Lubwartturm mit seinen 122 Stufen und einer Höhe von 31,5 m in Bad Liebenwerda auf eigene Faust erkunden möchte, kann eine Audioguideführung nutzen. Man holt sich im Mitteldeutschen Marionettentheatermuseum neben dem Turm den Schlüssel und erschließt sich das historische Bauwerk von Etage zu Etage selbst. Der Lubwartturm kann immer zu den Öffnungszeiten des Museums bestiegen werden.
Der Lubwartturm ist der Bergfried der ehemaligen Burg der Herzöge von Sachsen in Liebenwerda. Als 1422 der letzte Herzog aus dem Geschlechts der Askanier starb, gelangte die an der Schwarzen Elster gelegene Burg an die Wettiner, die hier die Verwaltung des Amtes Liebenwerda einrichteten. 1519 traf Martin Luther im Schloss mit dem päpstlichen Gesandten Karl von Miltitz zusammen.
Wieder unten angelangt laufen Sie über den Burgplatz – vorbei an der MEDIAN Fontana Klinik – die Dresdener Straße entlang bis zum Roßmarkt, auf dem einst Vieh verkauft wurde. In der Nummer 12 hat die stufenlos erreichbare Tourist Information ihr Domizil.
Hier erfahren Sie zum Beispiel, dass in Liebenwerda seit 1905 Eisenmoor zur Heilung und Prävention eingesetzt wird und sich die Stadt seit 1925 „Bad“ nennen darf.
Vorbei an der Postmeilensäule, eine Nachbildung der originalen Säule von 1724, die als verschollen gilt, geht es zum Marktplatz. Zentraler Punkt ist die evangelische St. Nikolai Kirche, die um 1490 entstand und in der im Jahre 1544 Martin Luther predigte.
Ist Ihnen der Marktbrunnen neben der Kirche aufgefallen? Die Plastik zeigt „Barbara mit Fischen“, eine Sagengestalt der Stadt. Auch vis-a-vis neben dem Rathaus steht eine Plastik mit einem wasserholenden Mädchen. Das Rathaus, erbaut um 1800, ist ein Schmuckstück. Am Markt Nummer 4 öffnet das Besucherzentrum des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft seine Türen.
Wappentier des Naturparks ist übrigens das Auerhuhn, das in den Lausitzer Heiden und Wäldern einst heimisch war. Nachdem es Ende der 1990er Jahre in der Region nicht mehr gesichtet wurde, gibt es vielfältige Bemühungen, diese sehr scheue und anspruchsvolle Vogelart hier wieder anzusiedeln. Erste Erfolge von Nachzuchten sind schon sichtbar.
Über Rossmarkt, Burgplatz und durch den Kurpark geht es wieder zum Bahnhof zurück.
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Bahnhof Bad LiebenwerdaLadestraße
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