Am Bundesbahnhof 5
24937 Flensburg
Erkundungen in Deutschlands nördlichster Stadt
Ein Stadtrundgang für Kulturliebhaber und Geniesser
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
In früheren Zeiten war die Rote Straße die einzige Straße in Richtung Süden, die sich vom Südermarkt bis zum Holm, der zentralen Achse Flensburgs, erstreckt. In den Ausfallstraßen nach Husum und Schleswig lag im Mittelalter die sogenannte Rude, ein Gehölz. Von diesem stammt auch der Name der Roten Straße – und nicht etwa von der Farbe, wie manch einer denken könnte.
Übrigens: Die Rote Straße war schon seit jeher ein beliebter Treffpunkt in Flensburg. In früheren Zeiten wurde hier Klönschnack betrieben, während die Pferde in den Hinterhöfen versorgt wurden.
Die vielen kleinen Boutiquen, das ausgefallene Angebot und die einladende Gastronomien verleiten heute zum Stöbern und Wohlfühlen. An allen Ecken werden allerhand Köstlichkeiten angeboten, von norddeutsch bis hin zu mediterranen Speisen.
Nachdem Sie sich nun viel Inspiration geholt und gestärkt haben, geht es weiter zum Flensburger Hafen.
Dabei haben Sie nun die längste Wegstrecke vor sich – doch keine Panik, es handelt sich dabei lediglich um knappe 20 Minuten Fußweg.
An den vielen Höfen in der Roten Straße geht es vorbei in Richtung Südermarkt. Hier findet mittwochs und samstags (7 bis 14 Uhr) der Wochenmarkt statt, auf dem die Landwirtschaft aus der Umgebung ihre Köstlichkeiten und Blumenpracht anbietet.
Danach geht es weiter, auf dem Holm entlang, der Fußgängerzone in der Innenstadt. Wer möchte, kann hier natürlich einen kurzen Halt für einen Bummel einlegen – oder eben direkt weiter zum Hafen flanieren.
Der Flensburger Hafen ist und war eine wichtige Anlaufstelle der Stadt. Flensburg wurde im 12. Jahrhundert aus genau diesem Grund, der Nähe zum Wasser, gegründet. Danach hat der Hafen das Wachstum der Stadt stark beeinflusst.
Regelmäßig finden hier neben dem kleinen Fischmarkt auch andere Veranstaltungen statt, von der Rum-Regatta bis hin zum Maritimen Frühschoppen ist für alle etwas geboten.
Übrigens: Königin Margarethe I., die über Dänemark, Schweden und Norwegen herrschte, soll im Jahr 1412 im Flensburger Hafen an der Pest gestorben sein.
Am Hafen befindet sich auch die Museumswerft, in der nach wie vor Boote gebaut werden, aber auch ein hübsches Café und historische Entdeckungen gibt es vor Ort.
Die Museumswerft ist eine private Initiative und dank des niedrigen Eintritts von zwei Euro soll es allen Menschen ermöglicht werden, Einblicke in die traditionelle Arbeitsweise von Bootsbauern und Schiffszimmerern zu erhalten. Besucher:innen können so den regulär laufenden Werftbetrieb hautnah und die alte Handwerkskunst in einem einzigartigen Ambiente erleben.
Wer nun genug Seeluft geschnuppert hat, kann sich zu einem weiteren Wahrzeichen der Stadt aufmachen: dem Nordertor.
Dabei schlendern Sie durch eine der schönsten Straßen Flensburgs, dem bekannten Oluf-Samson-Gang, der zwischen dem Hafen und der Norderstraße liegt und eine malerische Kulisse für schöne Fotos bietet.
Am Ende des Oluf-Samson-Gangs biegen Sie in die Norderstraße ein. Sie ist das multikulturelle Szeneviertel der Stadt und ein beliebter Treffpunkt für alle Altersgruppen.
Am Ende der Norderstraße stoßen Sie dann auch schon auf das Nordertor.
Am Ende der Norderstraße thront das Nordertor. Es begrenzte einst die Stadt nach Norden und war Teil der Stadtbefestigung – und zählt heute zu Flensburgs Wahrzeichen.
Das Tor wurde zum Ende des 16. Jahrhunderts errichtet, als sich das nördliche Stadtviertel nach Norden ausdehnte und mehr Platz geschaffen wurde. Die typische Bauweise aus rotem Backstein und den Stufengiebeln verleiht dem Tor sein charakteristisches Aussehen.
Zwei Tafeln säumen die Nordseite des Tores, auf denen zum einen das Wappen des dänischen Königs Christian IV. (1577–1648) prangt und darunter den lat. Wahlspruch: Regna Firmat Pietas – „Frömmigkeit stärkt das Königtum“. Die zweite Tafel ziert das Flensburger Stadtwappen.
Wenn Sie sich am Nordertor befinden, brauchen Sie sich lediglich einmal umdrehen, um die letzte Station der Tour zu entdecken: die Phänomenta.
Die Phänomenta Flensburg ist eine Erlebnis- und Experimentierwelt, die sich auf knapp 3.500 Quadratmetern mit Gesetzen und Phänomenen der Naturwissenschaft und der Physik beschäftigt. Doch die Ausstellung hat nichts mit trockenem Physikunterricht und sterilen Museen zu tun. Hier lautet das Motto: „Anfassen unbedingt erwünscht!“
Alles wird greif- und nahbar gemacht. Rund 170 Experimente stehen hier für Interessierte bereit, die Fragen stellen und Antworten bereithalten.
Wer genug Zeit mitbringt, kann sich nun gemütlichen Schrittes auf den Weg zurück zum Bahnhof machen. Durch die vielen kleinen Gassen, die hübschen Straßen, vorbei an all der Streetart, die Flensburg zu bieten hat und die beschaulichen Häuser, die links und rechts der Wege hervorlugen, bleibt der Weg entdeckungsreich und spannend. Sie folgen dabei der Norderstraße, der Großen Straße und dem Holm, überqueren die Friedrich-Ebert-Straße und gelangen so in die Bahnhofsstraße.
Wer müde ist, kann selbstverständlich auch mit den verschiedenen Buslinien (zum Beispiel Linie 1) zurück zum Bahnhof Flensburg fahren.
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Bahnhof FlensburgAm Bundesbahnhof 5
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