Neumarkt
01662 Meißen
Besuch der berühmten Porzellanmanufaktur
Ein Stadtrundgang für Kulturliebhaber und Entdecker
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Die Frauenkirche am Markt in Meißen prägt seit über 500 Jahren das Bild der Stadt. Bereits 1205 wurde eine Kapelle „Unserer lieben Frauen St. Marien” erstmals urkundlich erwähnt. Die spätgotische Hallenkirche entstand Ende des 15. Jahrhunderts. In der ältesten Bürgerkirche der Stadt Meißen findet nicht nur ein reges Gemeindeleben statt, sondern auch viele kulturelle Veranstaltungen. Ein besonderes Kleinod ist das weltweit erste spielbare Glockenspiel aus Meißener Porzellan. Jeden Tag lässt es verschiedene Choräle über die Stadt erklingen. Derzeit plant die Gemeinde den Bau der weltweit ersten Kirchenorgel mit einem Register aus Meißener Porzellan.
Steigen Sie nun die Burgstraße hoch zum Burgberg. Durch das Torhaus gelangen Sie zum Domplatz mit dem Burgberg-Ensemble Dom zu Meissen und dem wohl ältesten Schloss Deutschlands, das 1471 errichtet wurde.
Hoch über dem malerischen Elbtal thront majestätisch die spätgotische Albrechtsburg Meißen. Im Jahr 929 errichtete König Heinrich I. auf dem Felsen über der Elbe eine hölzerne Wehranlage. Über 500 Jahre später – von 1471 bis 1524 – ließen die gemeinsam in Sachsen regierenden Brüder Ernst und Albrecht von Wettin ein spätgotisches Schloss als repräsentatives Verwaltungszentrum und zugleich Wohnschloss errichten. Es wurde jedoch nie richtig bewohnt. Erst August der Starke nutzte die Albrechtsburg ab 1710 als Europas erste Porzellanmanufaktur. In den Räumen wurde 153 Jahre lang Meissener Porzellan produziert. Die Dauerausstellung „Trendsetter seit 1471” erzählt mit virtuellen Inszenierungen und interaktiven Medienstationen die Geschichte der Burganlage.
Gleich neben der Albrechtsburg können Sie den imposanten Meißner Dom mit seinen markanten 81 Meter hohen Türmen besichtigen.
Die dreischiffige gotische Hallenkirche gehört zu den beeindruckendsten und größten Kirchen Sachsens. Der Dom ist den Heiligen Johannes und Donatus von Arezzo geweiht. Im Dom residierten die Bischöfe von Meißen, bis er 1581 eine lutherische Kirche wurde.
Der Kirchenbau begann 1250. Die von 1315 an errichteten Türme wurden durch Blitzschlag zerstört und erst zwischen 1903 und 1909 neu gebaut.
Sehenswert im Innenraum sind u.a. die überlebensgroßen Stifterfiguren aus der Naumburger Dombauwerkstatt wie die Steinskulpturen von Kaiser Otto I. und seiner Gemahlin Adelheid von Burgund, die das Bistum Meißen gründeten. In der Fürstenkapelle wurden bis 1539 die Kurfürsten und Herzöge von Sachsen beigesetzt. Zur wertvollen Ausstattung gehören auch Altargemälde von Lucas Cranach d. Ä. Von den einst 30 Altären im Dom blieben durch die Reformation nur drei erhalten.
Bevor Sie den Burgberg wieder hinuntersteigen, genießen Sie noch den herrlichen Blick auf die Altstadt. Probieren Sie auch die köstlichen Meißner Weine in einem der Weinläden oder Restaurants. Und lassen Sie sich im Café „Meißner Fummel” schmecken. Dieses leicht zerbrechliche Feingebäck gibt es nur in Meißen. Es heißt, August der Starke gab das hauchdünne Gebäck seinen Kurieren mit auf den Weg. Diese waren dem Meißner Wein sehr zugetan und zerbrachen trunken oft das kostbare Porzellan. Der König nun zwang die Kuriere auf den rechten Weg: Sie mussten die Fummel immer bei sich tragen und unversehrt vorzeigen…
Zurück laufen Sie nun auf der „Freiheit” hinunter zur Jüdenbergstraße. Über Görnische Gasse, Am Steinberg und Ruhentalstraße gelangen Sie in die Talstraße. In der Nummer 9 hat die Staatliche Porzellan-Manfaktur Meissen ihr Domizil. Hier weiht Sie die Erlebniswelt Haus MEISSEN® mit den Schauwerkstätten ein in die Geheimnisse des „weißen Goldes”.
Seit mehr als 300 Jahren werden in der Manufaktur Meissen exklusive Porzellane gefertigt – vom Service über Kunstwerke und Figuren bis hin zum Schmuck. Das Porzellan-Museum zeigt die einmalige Sammlung Meissener Porzellans von 1710 bis in die Gegenwart. Ein Höhepunkt ist die prächtig gedeckte Tafel von August den Starken. In der Schauwerkstatt können die Besucher an vier Arbeitsplätzen miterleben, wie Meissener Porzellan in filigraner Handarbeit entsteht. Es werden Führungen in der Schauwerkstatt und Kreativworkshops sowie Tablet-Rallyes, Schatzsuche und Meissen-Safaris für Kinder angeboten. Das Besuchercafé lädt zum Verweilen ein und die Boutiquen zum Shoppen.
Nach diesem eindrucksvollen Ausflug in die Geschichte des Porzellans gehen Sie die Talstraße entlang, biegen rechts in die Kerstingstraße und laufen auf der Straße Neumarkt, die Sie zum Haltepunkt Meißen Altstadt führt.
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