Bahnhofstraße 15
01587 Riesa
Ein unterhaltsamer Ausflug für Familien und alle Nudelfans
Ein Stadtrundgang für Familien und Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Hier dreht sich alles um die Nudel, denn bereits seit 1914 werden in Riesa die beliebten Teigwaren produziert. Bei einem Rundgang durch die Produktion erfahren Interessierte zum Beispiel, wie die Löcher in die Makkaroni kommen, ob Nudeln wirklich glücklich machen und warum Spaghetti, die zarten „Schnürchen“, beim Halbieren fast immer in mehrere Teile zerbrechen.
Die spannende Geschichte der Teigwaren Riesa GmbH erzählt das Museum mit historischen Exponaten und vielen Infos aus der Firmenhistorie. Den langen Weg vom Korn auf den Feldern in der Region bis hin zu den versandfertigen Makkaroni zeigt ein Film im hauseigenen Kino.
Wer ein Mitbringsel für Zuhause mitnehmen möchte, ist im Nudelkontor richtig. Hier gibt es mehr als 100 verschiedene Sorten, darunter Bio-Produkte, Spezialitäten und originelle handgefertigte Präsente aus der Nudelwerkstatt.
Anschließend können sich die Gäste im Restaurant „Makkaroni“ stärken oder Kaffee und Kuchen im Café „Hot Pott“ genießen. Rund ums Jahr wird auch zu Events eingeladen wie zu den Nudelabenden und -nächten, zu Büfetts oder zum Adventsmarkt mit regionalen Händlern.
Führungen durch die Gläserne Produktion nach vorheriger Anmeldung.
So richtig genudelt geht’s jetzt mit dem Bus der Linie D zum nächsten Highlight für Groß und Klein: zum Tierpark. Ausstieg ist an der Haltestelle Goethestraße. Von hier sind es rund 10 Minuten zu Fuß über Schloßstraße und Rathausplatz zum Tierpark und dem einstigen Kloster. Die Busfahrt lässt sich übrigens gut nutzen, um die Sage vom Riesaer Riesen zu erzählen: Vor langer Zeit wanderte ein Riese die Elbe entlang. Doch ihn drückten die Stiefel und er setzte sich ans Ufer. Stöhnend zog der Riese die Stiefel aus und drehte sie um – heraus fielen Sand und Steine. So entstand ein großer Hügel, den Siedler nutzten, um Häuser zu bauen. Der Ort Riesa war entstanden. Der Riese wurde im Stadtwappen verewigt, und auch als Maskottchen ist er bis heute bei Events beliebt. Wer jedoch in die Geschichte der Stadt schaut, entdeckt, dass Riesa aus der Gründung des Klosters Reszoa im Jahre 1119 hervorging. Und das Kloster spielt auch beim nächsten Stopp eine Rolle …
Ein Tierpark im Nonnenkloster – diese ungewöhnliche Kombination können Gäste nur in Riesa erleben. Einst lebten in dem wohlhabenden Kloster aus dem 12. Jahrhundert Benediktinerinnen, meist unverheiratete Töchter adliger Gutsfamilien.
Heute lädt die restaurierte Klosteranlage zum Erkunden längst vergangener Zeiten ein: Bei Führungen lernen die Gäste unter anderem den einstigen Schlafsaal der Nonnen kennen und den Kapitelsaal.
Zu Füßen der Klosteranlage zeigt der 1965 gegründete Tiergarten rund 400 Tiere in 75 Arten, von Alpakas, über verschiedene Vogelarten, Süßwasserfische bis hin zu Zwergottern.
Beliebt vor allem bei Familien mit Kindern sind die Tierparkfeste zu Ostern und zu Halloween. Wer mit der Gruppe unterwegs ist, kann auch spezielle Führungen für Große und Kleine durch den Tierpark sowie Kindergeburtstage buchen.
Noch ein Blick auf die einstige Klosterkirche, der heutigen Stadtkirche St. Marien, zum Rathausplatz mit Zunftbaum und kleinem Wasserspiel, und weiter geht es zum Stadtmuseum. Der Fußweg führt über die Großenhainer Straße, rechts in die Doktor-Külz-Straße und weiter linker Hand die Poppitzer Straße entlang bis zum Poppitzer Platz.
Das Stadtmuseum zeigt eine historische Schulklasse und eine Ladeneinrichtung wie vor 100 Jahren, die vor allem für Heranwachsende spannend sind. Exponate zur Siedlungsgeschichte sind zu sehen, und die Geschichte des Klosters aus dem 12. Jahrhundert vom benediktinischen Nonnenkloster hin zum Rittergut nach der Reformation lässt sich nachempfinden. Gäste können einen Blick ins Wohnzimmer im Biedermeierstil werfen und erfahren eine Menge über Riesas Weg zur Industriestadt mit Gründung des Eisenhammerwerks 1843. „Zündende Ideen“ öffnet ein weiteres Kapitel der Stadt: die Produktion der Riesaer Zündhölzer. Einst stand in Riesa die größte und modernste Zündholzfabrik Deutschlands.
Zur Dauerausstellung gehört auch der Benno-Werth-Saal, der das künstlerische Schaffen des in Riesa geborenen Malers, Bildhauers und Zeichners Benno Werth (1929–2015) würdigt. Die Sammlung umfasst 92 Plastiken, Skulpturen, Malereien und Grafiken des Professors für Bildende Kunst, der seine Werke vielbeachtet im In- und Ausland ausstellte.
Nach so vielen interessanten Erlebnissen geht es nun wieder ganz bequem mit dem Bus zurück. Von der Haltestelle „Poppitzer Platz“ bringt die Buslinie A2 die müden Stadtbummelnden in 10 Minuten zum Bahnhof Riesa.
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Bahnhof RiesaBahnhofstraße 15
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