Pfalzeler Straße 80
54293 Trier-Pfalzel
Historischer Stadtspaziergang durch den Trierer Stadtteil Pfalzel
Ein Stadtrundgang für Kurztrip, Kulturliebhaber und Geniesser
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Durch das Burgtor erreicht man das ehemalige Burggelände Pfalzel. Der Name Pfalzel geht dabei auf das lateinische Wort „palatiolum“ zurück, was kleine Pfalz bedeutet. Ursprünglich war dies die Bezeichnung für die palastartige Burganlage aus dem 4. Jahrhundert, die wahrscheinlich in engem Bezug zum kaiserlichen Hof in Trier stand.
Die Burg Pfalzel und somit der Stadtteil Pfalzel – früher unabhängig, doch seit 1969 eingemeindet – können auf eine vielfältige Geschichte zurückblicken. Aus der palastartigen Burganlage entwickelte sich im frühen Mittelalter zunächst ein Nonnenkloster und darauf ein Kanonikerstift. Später diente die Pfalzeler Burg unter anderem den Trierer Erzbischöfen als Ausweichwohnsitz, wenn es mit der Stadtgemeinde Trier zu Auseinandersetzungen kam.
Burg und Stift wurden bis zum 16. Jahrhundert mit einer eindrucksvollen, bis heute erhaltenen Wallmauer umgrenzt und um Münzstätte, Mühle und Zehntscheune ergänzt. Letztere diente früher dazu, Naturalsteuern – den Zehnt – sicher zu verwahren. Heute beherbergt das Gebäude keine Gegenstände mehr, dafür aber Gäste: Die ehemalige Scheune dient mittlerweile als Ferienwohnung.
Bevor es zur Klosterschenke geht, lohnt sich ein Abstecher in den Pfalzeler Kirchgarten. Dieser erhielt 2020 die Auszeichnung als „Triers schönster Gemeinschaftsgarten“ – wenn das keinen Besuch wert ist!
In der Klosterschenke gibt es gleich zwei Einkehrmöglichkeiten: In der Petrikapelle des Restaurants „Adulas Refugium“ wird gehobene, französisch inspirierte Küche serviert. Auf der Speisekarte findet man Gerichte wie Bretonischen Hummer oder Wagyu-Rind mit Süßkartoffelgratin und gefüllten Zucchiniblüten. Serviert wird das Ganze in der historischen Petrikappelle und im ausgewählten Bereich im Sommergarten.
In der „Klosterschenke“ findet man dagegen regionale und französische Bistroküche mit Pfiff, beispielsweise Tartar, Tafelspitz oder Rinderfilet. Serviert wird im Restaurant oder im Garten. Im Anschluss kann man sich französische Klassiker wie Creme Brûlée, Eclairs oder eine Käseplatte schmecken lassen.
Beide Küchen servieren ausschließlich Bioland-Fleisch, sind allerdings auch eher im gehobenen Preissegment angesiedelt.
Bevor es zurück zum Bahnhof geht, sollte man noch einen Halt beim Küsterhaus am Kirchplatz einlegen. Bei diesem handelt es sich um das älteste, durchgängig bewohnte römische Steingebäude Deutschlands!
Von hier gelant man auf bekanntem Wege über die Residenzstraße zurück zum Bahnhof.
Die Karte ist visuell optimiert und nicht barrierefrei. Als barrierefreie Alternative für alle Inhalte nutzen Sie die textbasierte Ansicht
Start/Ende
Bahnhof PfalzelPfalzeler Straße 80
54293 Trier-Pfalzel