Wiener Platz 4
01069 Dresden
Die Welt der Mobilität
Ein Stadtrundgang für Kulturliebhaber, Entdecker und Geniesser
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Im Verkehrsmuseum gehen die Besucher auf eine spannende Zeitreise durch die Geschichte des Verkehrs zu Lande, zu Wasser und in der Luft. In der Dauerausstellung Schifffahrt werden 1.000 Jahre Binnen- und Hochseeschifffahrt lebendig – vom Einbaum bis zum modernsten Flusskreuzfahrtschiff. Wie der Traum vom Fliegen wahr wurde, zeigt die Luftfahrtausstellung z. B. mit Luftschiffen des legendären Grafen von Zeppelin oder den ersten Flugzeugen von Otto Lilienthal, der diesen Begriff erstmals prägte.
Fahrzeuge von der Laufmaschine über Oldtimer bis hin zum Motorrad präsentiert die Ausstellung Straßenverkehr. Hier geht es auch um die Frage, wie wohl das Auto der Zukunft aussehen wird. Wer hätte z. B. gedacht, dass um 1910 Elektroautos auf den Straßen fuhren, die eine Reichweite hatten wie manches Elektroauto heute noch?
Exponate zum Schienenverkehr zeigen wichtige Stationen der sächsischen und deutschen Eisenbahngeschichte. Sie begann 1835 mit dem ersten Zug auf der Kurzstrecke Nürnberg-Fürth. Die „Saxonia“ war die erste funktionsfähige deutsche Lokomotive, die 1839 zwischen Leipzig und Dresden fuhr. Zu bestaunen gibt es im Verkehrsmuseum auch Raritäten wie das allererste Auto von 1895, das im Königreich Sachsen fuhr: ein Dampfwagen des Dresdner Schmiedemeisters Gustav Adolf Schöche. Genial ist das Motorrad „Böhmerland“, das von 1924 bis 1938 produziert wurde: Es hat ein extrem langes Fahrgestell und bietet gleich drei Personen Platz.
Neben den Exponaten vermitteln Mitmach-Stationen anschaulich Wissen: Wer z. B. auf ein Hochrad steigt, ahnt, warum sich dieses Verkehrsmittel nicht durchsetzte. Tester der Windkanäle im Experimentierraum Luftfahrt lernen, warum Flugzeuge so aussehen wie sie aussehen. Besucher können ihr eigenes Boot gestalten und bei einer digitalen Regatta gegen andere Schiffe antreten. Und die Drei- bis Sechsjährigen lernen bei Runden auf dem Bobbycar im Verkehrsgarten erste Verkehrsregeln kennen.
Gönnen Sie sich doch noch einen kleinen Abstecher. Sie überqueren den Neumarkt und schauen sich die weltberühmte Frauenkirche aus der Nähe an. Gehen Sie links an ihr vorbei in die Münzgasse.
Noch bevor sie an der Brühlschen Terrasse endet, erinnert ein uriges Wirtshaus rechter Hand an die Zeiten, als PS noch echte Pferdestärken waren. In der Kutscherschänke Münzgasse 10 (www.kutscherschaenke-dresden.de) kehrten die Fuhrleute, Kutscher und Stallknechte ein, während ihre Herren und Könige rauschende Feste feierten. Vielleicht ist ein rustikales Mittagessen in gemütlicher Atmosphäre jetzt genau das Richtige? Oder möchten Sie lieber treppauf ein paar Minuten verweilen auf dem „Balkon Europas“?
Wenden Sie sich am Terrassenufer nach links, gelangen Sie zur Anlegestelle der Sächsischen Dampfschifffahrt.
Die Sächsische Dampfschifffahrt ist die älteste und größte Raddampferflotte der Welt. Als Elbdampfschiffahrts-Gesellschaft im Frühjahr 1836 gegründet, besitzt sie neben zwei Salonmotorschiffen noch heute neun Personendampfer. Auf ihnen herrscht das Flair vergangener Zeiten. Mit Ausnahme der vergleichsweise jugendlichen Dampfer „Dresden“ und „Leipzig“ aus den 1920er-Jahren verließen die Schiffe alle zwischen 1879 und der Jahrhundertwende ihre Werft. Die Dampfmaschine der „Diesbar“ ist sogar noch älter. Sie wurde 1841 gebaut und ist damit die dienstälteste Dampfmaschine eines Flussdampfers weltweit. Ob die Gäste nun die Flusslandschaft reizt, die Stadtarchitektur oder die Technik – Angebote gibt es dafür über das gesamte Jahr. Die meisten Fahrten werden Anfang Mai bis Ende Oktober angeboten, hier können sie unter vielen Fahrten und Zielen wählen. Besonders beeindruckend sind die Silhouette von Dresden und die Schönheit der Elbschlösser. Auch ein Blick nach innen auf das Herz des Dampfers lohnt – seine Maschine.
Am 1. Mai und jeweils zum Dixieland-Festival Mitte Mai und zum Dresdner Stadtfest im August lassen sich alle Dampfer bei der Flottenparade bewundern. Auch in kühleren Monaten werden immer wieder Sonder- und Veranstaltungsfahrten angeboten.
Sie haben genug gesessen? Dann wird es Zeit, auf das Verkehrsmittel zurückzugreifen, das Ihnen mitgegeben worden ist und das Sie immer dabei haben: Ihren Körper. Der erste Abschnitt Ihrer letzten Etappe ist kurz. Sie überqueren die Straße, um auf die Augustusbrücke zu gelangen.
Direkt über dem Wasser zeigt sich die ganze Schönheit der Elbe. Sie war aber wie alle Flüsse jahrhundertelang auch ein fast unüberwindliches Hindernis für die Menschen. Es ist kein Wunder, dass Flüsse noch heute nicht selten die Grenzen von Nationalstaaten markieren. Die Augustusbrücke erinnert Sie an den Segen solcher Bauwerke für die menschliche Bewegungsfreiheit.
Die Gewölbebrücke hat eine wechselvolle Geschichte, die lange vor ihrer heutigen Gestalt beginnt. Ihre Vorgängerin gilt als der größte Brückenbau des deutschen Hochmittelalters. Sie gehörte zu den größten mittelalterlichen Verkehrsbauwerken Europas überhaupt. 1230 wurde diese Brücke zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Über sie liefen Handelswege zwischen Böhmen und Norddeutschland einerseits und zwischen der Messestadt Leipzig und Prag andererseits. Im 18. Jahrhundert wurde die Brücke aufwendig umgebaut und verband die zur gleichen Zeit entstehenden Stadtfestungen an beiden Ufern miteinander.
1907 fiel die alte Brücke den veränderten Anforderungen des Straßen- und Schiffsverkehrs zum Opfer und wurde bis 1910 neu gebaut, unter anderem, um neben dem Fußweg einer Fahrbahn und Straßenbahnschienen Platz zu bieten. Wegen ihrer zentralen Lage war damals aber auch ihre architektonische Schönheit ein wichtiger Aspekt. Heute besteht die Augustusbrücke aus neun Bögen, ist fast 400 Meter lang und 18 Meter breit. Die Entscheidung des Dresdner Stadtrats, die Brücke nach der im Jahr 2017 begonnenen Sanierung für den motorisierten Individualverkehr zu sperren, zeigt, dass sich nach 100 Jahren der Verkehr in der Stadt erneut verändert.
Am Neustädter Elbufer nehmen Sie die erste Treppe links hinunter am Königsufer entlang. Vorbei am Drei-Grazien-Brunnen und dem Glockenspielpavillon. Wenden Sie sich nach rechts und durchqueren den Garten des Japanischen Palais. An der Großen Meißner Straße/Palaisplatz wenden Sie sich nach links und folgen der Straße bis zur Eisenbahnbrücke. Dort noch einmal nach links in die Antonstraße, wo Sie an der Haltestelle auf der Mittelinsel in die Straßenbahn 46 steigen, die sie zurück zum Hauptbahnhof bringt.
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