Bahnhofstr. 1
78166 Donaueschingen
Zum Staunen und Genießen nach Donaueschingen
Ein Stadtrundgang für Kulturliebhaber und Entdecker
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Die Galerie im Turm befindet sich im Donaueschinger Bürger- und Kulturzentrum. Gemeinsam mit der Kunst- und Musikschule und dem Gewölbekeller im Haus Schell, Dienststellen der Stadtverwaltung in der „Alten Knabenschule“ sowie der Stadtbibliothek bildet sie ein städtebauliches Ensemble rund um den Max-Rieple-Platz. Zudem laden ein Restaurant und ein Eiscafé zum Besuch ein. In der städtischen Galerie im Turm werden auf zwei Etagen des lichtdurchfluteten Baus wechselnde Ausstellungen präsentiert. Pro Jahr werden bis zu drei Ausstellungen mit zeitgenössischer Kunst – Bilder, Skulpturen, Installationen – von baden-württembergischen Künstlern gezeigt. In einem der angrenzenden historischen Häuser erwartet die städtische Tourist-Information neugierige Gäste.
Ein schmaler Durchgang am Ende des Max-Rieple-Platzes führt zur Karlstraße, der frequentierten Einkaufsstraße. Durch sie führt der weitere Weg, die Stadtkirche im Rücken. Auch in der angrenzenden Josefstraße, sowie der Max-Egon-Straße, der Zeppelinstraße und Mühlenstraße findet sich ein reichhaltiges Shoppingangebot. Beim Gang durch die Karlstraße zum Rathausplatz fallen an einigen Gebäuden Jugendstilelemente auf: schmiedeeiserne Balkone mit Blumenornamenten, schmale Fenster und in Gold gehaltene Verzierungen an den Erkern. Die Häuser wurden nach einem Stadtbrand 1908 nach der damaligen Mode im Jugendstil wieder aufgebaut.
Eine Sehenswürdigkeit vor der Karlstraße 41 ist der Hanselbrunnen. Die bunte Figur auf dem Brunnen zeigt an, dass es sich um einen Narrenbrunnen handelt. Sie steht dort seit 1913 und ist ein Geschenk der Narrenzunft „Frohsinn“. Die Bemalung des "Häs", das alemannische Wort für das Fasnet-Gewand, symbolisiert den Kampf des Winters mit dem nahenden Frühling. Rund um den Brunnen bieten Restaurants und Cafés Möglichkeiten zur Rast.
Am Ende der Karlstraße, auf dem Rathausplatz zwischen Mühlen- und Lehenstraße, steht das Neue Rathaus von Donaueschingen. 1838 wurde dafür der Grundstein gelegt. Nach einem Stadtbrand wurde das Rathaus 1910/1911 wieder aufgebaut. Das Fenster des Sitzungssaales stellt diesen Stadtbrand dar. Der hellblaue Anstrich, die zu einem Theater passende Wuchtigkeit des Eingangsbereiches mit dem vorgewölbten Sitzungssaal sind typische Merkmale des damaligen Jugendstils.
Anläßlich der 1100-Jahr-Feier 1989 wurde die Neugestaltung des Rathausplatzes mit dem "Musikantenbrunnen" des Künstlers Bonifatius Stirnberg vollendet. Der Brunnen symbolisiert, dass in Donaueschingen die Musik seit jeher eine wichtige Rolle spielt. 1763 kam die Familie Mozart zu einem zwölftägigen Besuch, denn der zehnjährige Wolfgang Amadeus Mozart hatte für den Fürsten Joseph Wenzel zu Fürstenberg ein Cellostück komponiert. Hier erlebten die Mozart-Opern „Die Entführung aus dem Serail“ und „Die Hochzeit des Figaro“ ihre Deutschland-Premiere. 1921 fanden in der Stadt die ersten „Kammermusikaufführungen zur Förderung der zeitgenössischen Tonkunst“ statt. Daraus gingen später die berühmten „Donaueschinger Musiktage“ hervor. Sie sind das älteste und traditionsreichste Festival für Neue Musik weltweit.
Der Brunnen zeigt ein aus Bronze gestaltetes Kammermusik-Quintett mit Piano, Horn, Cello, Violine und Querflöte. Die Arme der einzelnen Musikanten lassen sich bewegen. Der Musikantenbrunnen ist besonders bei Kindern beliebt.
Vom Musikantenbrunnen führt der Weg wieder ein Stück zurück in die Karlstraße, um dann in die Haldenstraße abzubiegen. Auch sie ist eine Altstadtstraße mit historischen Gebäuden. Eins davon war die Fürstlich Fürstenbergische Hofbibliothek, in ihrer Blütezeit eine der größten und bedeutendsten Adelsbibliotheken in Deutschland. Im ersten Obergeschoss der Hofbibliothek befindet sich das Kinder- und Jugendmuseum Donaueschingen.
Das Kinder- und Jugendmuseum Donaueschingen ist ein Mach-mit-Museum für Kinder und Jugendliche. Es zeigt Interessante Phänomene aus den Bereichen Wissenschaft und Technik, Mensch und Natur. Nachdenken, eigenständiges Handeln und selbstbestimmtes Lernen stehen im Museum im Vordergrund. An interaktiven Stationen und Exponaten können kleine und große Besucher in Wissenschaft und Technik eintauchen, Mensch und Natur kennenlernen und mit Neugier selbstständig experimentieren. Das Museum ist in seiner Konzeption auf ein junges Publikum abgestimmt, doch sind die Inhalte für jede Altersgruppe geeignet.
Von der Haldenstraße aus geht es nun auf die Stadtkirche St. Johann zu und von dort zur Donauquelle. Sie darf bei keinem Besuch in Donaueschingen fehlen. Ein Durchgang zwischen Kirche und Schloss führt zur Donauquelle unterhalb des Gotteshauses.
Unmittelbar neben dem fürstlichen Schloss von Donaueschingen steigen in einem faszinierenden Schauspiel kleine Wasserbläschen im Quelltopf empor. Seit Jahrhunderten wird in Donaueschingen der Ursprung der Donau zelebriert. 1875 wurde die Quelle des Donaubachs kunstvoll als Rundbank um ein durch ein Metallgitter eingefasstes Quellbecken gestaltet. 1895 schuf der Künstler Adolf Heer dazu die Figurengruppe, die die „Mutter Baar“ darstellt, wie sie ihrer „Tochter“, der jungen Donau, den Weg weist.
Als Donaubach mündet das Wasser nach 100 Metern unterirdischen Laufs am Donautempel in die Brigach, die sich 1,4 km weiter mit der Breg zur Donau vereinigt. Was hier aus der Erde sprudelt, ist Regenwasser aus dem Schwarzwald, das unterirdisch zum Schwarzwaldrand fließt und in Donaueschingen als Quelle der Donau ans Tageslicht kommt. Die Quelle des Donaubachs ist eine von 22 Quellen im Umfeld des Zusammenflusses.
Von der Donauquelle sind es nur wenige Schritte bis zum Residenzschloss von Donaueschingen (siehe App „Donauquellen“). Nun wird es Zeit für eine Rast. Dafür bietet sich das nahe Fürstenberg Bräustüble im Gebäude der gleichnamigen Brauerei am Postplatz an.
Die Herren von Fürstenberg besaßen seit 1283 Braurechte. Nachdem der Herrschaftssitz nach Donaueschingen verlegt war, wurde 1739 mit dem Neubau der Fürstenberg Brauerei begonnen. Seither hat sich der Standort der Brauerei nicht mehr verändert. International bekannt wurde sie, als die Schiffe der Hapag und des Norddeutschen Lloyd das Fürstenberg-Pilsener an Bord nahmen, wie auch die MITROPA, die Lufthansa und die Zeppelin-Reederei. Unter www.fuerstenberg.de/aktionen/brauereibesichtigung kann man erfahren, wann die Teilnahme an einer Brauereibesichtigung möglich ist.
Direkt neben der Fürstenberg Brauerei gelegen, könnte das Bier nicht frischer sein als im „Fürstenberg Bräustüble“. Aus der gutbürgerlichen, regionalen Küche kommen auch Maultaschen, Spätzle, Geschnetzeltes, vegane Gemüsepfanne und natürlich Schnitzel. Die Küche ist als „Schmeck den Süden-Gastronom“ zertifiziert.
Vom Postplatz führt nun der Weg über die Brigach. Es geht über die bereits bekannte Schützenbrücke und gleich nach links in den Brigachweg. Hier fällt bereits der aufwändig renovierte Bau des Museums Art.Plus ins Auge.
Das zweistöckige, im klassizistischen Stil gehaltene Gebäude wurde 1841 von der Donaueschinger Museumsgesellschaft mit finanzieller Unterstützung des Fürsten Karl Egon II. erbaut. Hier fanden – neben Ausstellungen – Lesungen, Konzerte und Bälle statt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Haus von der Museumsgesellschaft nicht mehr genutzt. In den 1930er-Jahren war es Städtisches Kurhaus und später Kino. Der Lichtspielbetrieb bestand bis 2006. Im Jahr 2009 öffnete das Museum Biedermann mit einer ersten Ausstellung. Benannt ist es nach einer Unternehmerin, die das Gebäude gekauft hatte. Seither findet hier zeitgenössische Kunst in jährlich einer großen und bis zu drei kleineren Wechselausstellungen ein viel beachtetes Forum. Geboten wird ein abwechslungsreicher Einblick in das zeitgenössische Kunstgeschehen auf internationalem Niveau, aber auch in das regionale Kunstschaffen. Um das Museum Art.Plus reihen sich Skulpturen und Objekte international bedeutender Künstler.
Nun geht es um das Museum herum und auf einem Fußweg am Schlosspark entlang, über die Prinz-Fritzi-Allee hinweg zur Josefstraße. Es ist jedem selbst überlassen, noch einen kleinen Abstecher in den Schlosspark zu unternehmen, zum Beispiel, um die kleine Schlossparkkapelle aufzusuchen. An der Josefstraße angekommen, sind es nur noch ein paar Schritte bis zum Bahnhof.
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