Bahnhofsring
16225 Eberswalde
Hier wird Nachhaltigkeit großgeschrieben
Ein Stadtrundgang für Familien, Naturliebhaber, Kulturliebhaber und Entdecker
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
An der Friedrich-Ebert-Straße in Eberswalde steht seit 1998 die Hochschulbibliothek – ein augenfälliger Riesenquader. In einer Art Siebdruckverfahren entstand dauerhafter Fotobeton, der aus dem kastenartigen Bauwerk eine Sehenswürdigkeit macht. Erst bei Beleuchtung der Räume sieht man ihm an, dass er Fenster hat. Am Tag sind nur die Fotomotive wahrnehmbar, die das gesamte Haus bedecken.
Im Inneren sind unter anderem die Bestände aus der Zeit der Forstakademie gelagert, aber auch neue Medien sind vorhanden. Die Bibliothek ist für alle geöffnet.
Rechts an der Bibliothek vorbei führt ein Fußweg zum Park am Weidendamm. Das ist ein zum Park gestalteter Grünzug entlang der Schwärze, die hier stellenweise das Gefälle eines Bergbaches entwickelt. Ein kleines Café am Bach lädt ein zur Rast. Der weitere Weg führt durch die Schicklerstraße vorbei an der Alten Forstakademie, die heute zum Stadtcampus (es gibt noch einen Waldcampus) der Eberswalder Hochschule für Nachhaltige Entwicklung gehört. An der Goethestraße stoßen Sie auf das Paul-Wunderlich-Haus. Das moderne Gebäudeensemble zieht Sie in seinen begrünten Innenhof, der von einer Doppelskulptur dominiert wird. Das bronzene Kunstwerk heißt „Tanzende Frau II und Sitzender Mann II“ und stammt von Paul Wunderlich.
Das Haus beherbergt den Kreistag des brandenburgischen Landkreises Barnim und große Teile der Kreisverwaltung. Die Foyers des Hauses sind zu den Dienstzeiten der Verwaltung auch für Besucher geöffnet. Hier sind auf drei Etagen in einer ständigen Ausstellung Werke des in Eberswalde geborenen, weltweit bekannten Grafikers und Bildhauers Paul Wunderlich (1927–2010) ausgestellt, mit jährlich wechselnder Thematik und Sonderausstellungen.
Angebot: Vielseitige Veranstaltungsprojekte zur Vertiefung der jeweiligen Ausstellung.
Verlassen Sie das Areal des Paul-Wunderlich-Hauses auf der entgegengesetzten Seite durch das Portal in Richtung Markt. Sehen Sie sich auf dem Markt um: Gegenüber stehen nebeneinander das Alte Rathaus, das 1775 als Wohnhaus erbaut wurde, und das Neue Rathaus aus dem Jahr 1905 im Stil der Neorenaissance. Ein Stück weiter die Löwen-Apotheke, eins der ältesten Häuser der Stadt, und gegenüber am Rand des Marktes der Löwen-Brunnen. Am südlichen Ende des Marktes erfreut eine Häuserzeile in einem fröhlichen Architekturmix das Auge: Fachwerk, Rokoko-Stuck, Gründerzeit-Pomp. Auf einer Anhöhe steht die Maria-Magdalenen-Kirche. Ein paar Stufen führen nach oben.
Die gotische Backsteinbasilika entstand in ihrer heutigen Form ab dem Jahr 1333. Im Jahr 1542 fand der erste evangelische Gottesdienst im Zuge der Reformation in der Kirche statt. Eine umfassende Erneuerung des Kirchenbaus erfolgte im Jahr 1876 – der Architekt Hermann Blankenstein ließ den ursprünglichen Charakter wieder mehr herausarbeiten. Im Ergebnis ähnelte die Basilika der nahe gelegenen Choriner Klosterkirche. Der markante Turmabschluss wurde nach Plänen von Friedrich August Stüler ausgeführt.
Eine Besonderheit der Kirche sind die Terracotta-Plastiken an den Portalen – sie sind die ältesten ihrer Art in Brandenburg. In der Kirche befinden sich zudem eine Bronzetaufe aus dem 14. Jahrhundert, ein reich verzierter Schnitzaltar aus dem Jahr 1606 und eine Orgel aus dem Jahr 1783. Aus dem 16. Jahrhundert stammen Andachtsfiguren und ein Christophorus-Fresko. Der Chorraum wird durch zahlreiche hohe und spitze Fenster von Licht durchflutet.
Die Kirche ist Teil der Initiative ”Offene Kirchen“. Aktuelle Öffnungszeiten finden sich auf der Webseite der Kirchengemeinde. Als ein historisch bedeutsames Bauwerks ist die Kirche eine Station auf der Europäischen Route der Backsteingotik.
Gegenüber der Kirche steht das 1722 aus Fachwerk erbaute Pfarrhaus. Philipp Gerlach, der Erbauer der Potsdamer Garnisonkirche, lieferte die Pläne. Wenn man der Kirch- bis zur Schweizer Straße folgt und bis zur Nagelstraße weitergeht, kommt man zu Resten der mittelalterlichen Stadtmauer. Überqueren Sie die Breite Straße und folgen Sie der Nagelstraße gut 500 Meter parallel zur früheren Stadtbefestigung. So gelangen Sie direkt zur Eberswalder Stadtschleuse.
Die Eberswalder Stadtschleuse ist die älteste noch in Betrieb befindliche Schleuse Deutschlands. Sie wird bis heute von einem Schleusenwärter per Hand betrieben.
Die Schleuse wurde 1831 erbaut und im Jahr 2001 denkmalgerecht saniert. Dabei wurden die ursprünglichen Schleusentore aus Stahl beziehungsweise Holz überarbeitet und wieder eingebaut. Als technisches Denkmal ist die Schleuse Teil der historischen Schleusenanlagen im Finowkanal.
Direkt an der Schleuse befinden sich Anleger für Boote und Paddelboote. Die terrassierte Uferpromenade im Oberhaupt an der Stadtpromenade lädt zu einer Pause in unmittelbarer Nähe des historischen Altstadtkerns ein.
Lage: Finowkanal (Fik) km 77,90
Abmessungen: Schleusenkammer: 41,30 m lang, 10,04 m breit, Ober- und Untertor: jeweils 5,25 m breit
Hubhöhe: 3,50 m
Über die Bollwerkstraße und die Breite Straße gelangen Sie zurück in die Innenstadt. Die letzten Meter zum Markt führen vorbei an der Rathauspassage, Eberswaldes innerstädtisches Einkaufszentrum. Den ersten Teil der Tour krönen Sie mit einem Besuch des städtischen Museums in der Historischen Adler-Apotheke.
Die historische Adler-Apotheke ist das älteste Fachwerkhaus der Stadt. Es beherbergt heute das Museum Eberswalde und die Tourist-Information. Die Haus-, Stadt- und Regionalgeschichte bildet den roten Faden durch die Dauerausstellung. Thematische Schwerpunkte sind zum Beispiel die Industrialisierung im Finowtal oder die forstliche Lehre und Forschung im 19. Jahrhundert. Ein besonderes Ausstellungsstück ist die vollständige Kopie des Eberswalder Goldschatzes. Das Original gilt als größter, jemals in Deutschland entdeckter Goldfund der Bronzezeit.
Im Dachgeschoss befindet sich der interaktive Teil des Museums. Hier können Gäste ihre Vision für Eberswalde gestalten oder in der ”BerührBar“ wichtige Bausteine der Eberswalder Stadtgeschichte, der Region Barnim und des Baudenkmals Adler-Apotheke ertasten. Zu den Angeboten gehören wechselnde Sonderausstellungen mit Begleitprogrammen, museumspädagogische Aktionen und Führungen.
Der zweite Teil des Besuches gilt dem Familiengarten, der als Gelände der Landesgartenschau 2002 diente. Hier wird die Verwandlung Eberswaldes vom Industriestandort zur Erholungsregion richtig deutlich.
Nun haben Sie zwei Möglichkeiten. Entweder Sie fahren mit dem O-Bus zum Bahnhof zurück, oder Sie gehen etwa 2 km durch die Bergerstraße parallel zum Finowkanal in Richtung Bahnhof und haben hier noch eine andere Perspektive auf die Innenstadt.
Vom Bahnhof geht es mit den O-Buslinien 861 (bis Haltestelle "Eisenspalterei") oder 862 (bis Haltestelle "Spechthausener Straße") zum Familiengarten. Die Bushaltestellen finden Sie ca. 100 Meter vom Bahnhof entfernt auf der gegenüberliegenden Seite der Eisenbahnstraße.
Auf circa 17 Hektar erleben Sie ein gelungenes Zusammenspiel von 300 Jahren Industriegeschichte, gartenarchitektonisch kunstvoll gestalteten Anlagen und einer in der Region einmaligen zauberhaften Märchenspiellandschaft. Das Hexenhaus auf Hühnerbeinen, die Hexenküche, das Riesenspinnennetz, der fliegende Teppich und viele andere, liebevoll bis ins Detail angefertigte Spielbauten beflügeln die Fantasie und lassen Kinderherzen höher schlagen.
Mit den spannenden Angeboten des "Grünen Klassenzimmers" können zudem auch Schulklassen die Natur mit allen Sinnen spielerisch entdecken, erleben und verstehen.
Besondere Highlights sind: die unterschiedlich gestalteten Gärten, der weite Blick von der 32 Meter hohen Aussichtsplattform des Montage-Eber-Krans, die zauberhafte Märchenspiellandschaft und die Erkundung der unterirdischen Betriebsarchen mit dem Tretboot.
Im Zuge der Landesgartenschau 2002, kurz LAGA, wurden viele Attraktionen restauriert oder sogar neu errichtet und lassen somit den Familiengarten noch einmal mehr zu einem Erlebnis für die ganze Familie werden.
Angebote: Eberkran mit Aussichtsplattform, Tretbootfahren, Spielen, Spazierengehen, größte Taschenuhr der Welt, farbenfrohe Gartenwelt
Freilich können Sie die selbe Strecke wieder mit dem O-Bus zum Bahnhof zurück fahren. Aber wenn Sie sich noch etwas Zeit und Muße haben, dann gönnen Sie sich noch eine stärkende Pause und danach einen schönen Spaziergang unmittelbar am Finowkanal entlang zum Bahnhof zurück.
Auf der Ostseite des Familiengartens Eberswalde, direkt am idyllischen Finowkanal, lädt der Biergarten am Treidelweg zu einer entspannten Einkehr ein.
Zum Angebot zählen unter anderem frisch gezapftes Fassbier, knusprige Pizza, frische Salate, Kuchen, Eis, Kaffee sowie verschiedene Erfrischungsgetränke.
Rad- und Fußwandernde sowie Besucherinnen und Besucher des Familiengartens finden hier einen ruhigen Ort zur Stärkung und Erholung in naturnaher Umgebung.
Die nächsten 2,5 Kilometer bis zum Bahnhof zurück führen ganz entspannt durchs Grüne am Wasser entlang. Bis zum Kupferhammerweg, der schließlich vom Kanal fort in die Eisenbahnstraße mündet, wo Sie direkt zum Bahnhof kommen.
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Eberswalde HbfBahnhofsring
16225 Eberswalde