Hauptstraße 1
77652 Offenburg
Ein Spaziergang durch die historische Altstadt
Ein Stadtrundgang für Familien und Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Von Montag bis Samstag von 8 bis 19 Uhr werden im Parkhaus kostenlos 6 Fahrräder und 1 Tandem verliehen, ein E-Lastenrad ist kostenpflichtig. Je Rad/Tandem/Lastenrad wird eine Kaution von 50 Euro erhoben. Beim Vertragsabschluss muss ein gültiger Ausweis vorgelegt werden, ein Verleih ist erst ab 18 Jahre möglich.
Nur wenige Meter die Kittelgasse entlang sind es zunächst zum ersten Highlight der Tour.
Die katholische Pfarrkirche mit dem schlichten Langhaus wurde Ende des 17. Jahrhunderts auf den Grundmauern des Vorgängerbaus errichtet, der dem großen Stadtbrand von 1689 zum Opfer fiel. Mit ihrem markanten 68,44 Meter hohen, dreistöckigen Turm ist die Kirche das höchste Gebäude der Stadt.
Von der Kreuzkirche geht es in den Zwingerpark. Dieses schmale, grüne Band erstreckt sich zwischen Stadtmauer und Mühlbach und erfreut die Gäste mit Blumenrondellen, Teichen, Wasserfontäne, alten Bäumen und der Max-Wenk-Treppe, die nach einem Offenburger Kaufmann benannt wurde. Im Park, der zu den schönsten Mittelbadens gehört, lässt sich auch ein besonderes Kunstwerk entdecken.
Das Ölberg-Denkmal ist ein Nischenbau von 1524, der an eine gotische Kapelle erinnert. Es ist das bedeutendste Kunstdenkmal von Offenburg. Dargestellt wird Jesu mit seinen Jüngern am Abend des Gründonnerstags am Fuße des Ölbergs vor Jerusalem kurz vor seiner Gefangennahme. Der betende Heiland kniet hinter seinen Jüngern Petrus, Johannes und Jakobus, aus der Stadt nahen bereits die Häscher – diese Szene erzählt die Geschichte vom Verrat an Jesus.
Nur wenige Meter weiter kommt ein imposantes Gebäude mit blauen Fensterläden in Sicht, das eine spannende Geschichte hat.
In der Offenburger Altstadt steht das dreistöckige barocke Vinzentiushaus. Es wurde 1764 von Generalfeldmarschall-Leutnant Josef Freiherr von Ried als Stadtpalais nebst Lustgarten und Orangerie errichtet. Im Jahre 1884 übernahm der Vinzentiusverein, der sich vom Leben und den Lehren des heiligen Vinzenz von Paul (1581–1660) leiten lässt, das Anwesen. Es wurde vor allem als Hospital und Altenpflegeheim genutzt. Im Jahre 2001 zog in das historische Gebäude das Aenne-Burda-Stift, eine Seniorenwohneinrichtung, ein. Zum Haus gehört der Vinzentiusgarten, der sich zwischen Mauer und Kittelgasse erhebt. Steinerne Vasen und Figuren aus dem 18. Jahrhundert ergänzen Pflanzenrondelle und den alten Baumbestand und bilden mit dem Gewölbekeller das städtische Lapidarium, eine Sammlung von Steindenkmalen, Skulpturen und Grenzsteinen.
Über Kornstraße und Am Marktplatz geht es rechter Hand in die Hauptstraße und dann gleich wieder links in die Ritterstraße. Hier hat das städtische Museum sein Domizil. Der Eingang liegt in der Gerichtsstraße, in der es auch Fahrradparkplätze gibt.
Das Offenburger Museum präsentiert gleich mehrere Ausstellungen auf drei Etagen: Die Dauerausstellung „Offenburg 1848–1970“ zeigt die Stadt von der Revolution bis zum Wirtschaftswunder. Herzstück der Schau ist die große Modelleisenbahnanlage mit dem Offenburger Bahnhof von 1918. Mit dem Eisenbahnanschluss nahm die Industrialisierung in der Stadt Fahrt auf, vor allem Spinnereien und Webereien entstanden. Die Dauerausstellung „Verdammt lang her!“ beschäftigt sich mit der Archäologie der Region. Es gibt eine Ausstellung zu 1.000 Jahre Stadtgeschichte, eine Reise in die Erdgeschichte, eine vor allem für Heranwachsende spannend und kurzweilig gestaltete Ausstellung zur Natur „Wald-Land-Fluss“ im Dachgeschoss und eine Ausstellung, die sich mit kolonialzeitlichen Sammlungen auseinandersetzt.
Nach diesem Exkurs durch die Offenburger Geschichte führt die Lange Straße zum riesigen Gebäudekomplex des einstigen Franziskanerklosters und heutigen Klosters Unserer Lieben Frau.
Das Offenburger Franziskanerkloster wurde 1280 als vierte Niederlassung des Franziskanerordens in Deutschland gegründet. Nach dem großen Stadtbrand von 1689 bauten die Franziskanerbrüder das Kloster wieder auf und führten den ab 1660 aufgenommenen Schulbetrieb fort. Durch die Säkularisierung Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Schule zum staatlichen Gymnasium, die Mönche mussten das Kloster verlassen.
1823 zog der Orden der Augustiner Chorfrauen der Congregatio Beatae Mariae Virginis in die Gebäude und eröffnete hier die erste Klosterschule für Mädchen. Heute betreuen sie ein Mädchengymnasium, eine Realschule und ein Aufbaugymnasium in der Trägerschaft der Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg. Bis heute trägt das Kloster den Namen „Unserer Lieben Frau“. Sehenswert sind die Barockkirche mit wuchtigem Holzaltar, die Silbermann-Orgel, geschnitzte Heiligenfiguren und die spätgotische Holzmadonna in der Marienkapelle, die den Stadtbrand unbeschadet überstanden hatte.
Nun geht es weiter auf der Langen Straße, Schuttergasse, Lindenplatz und Friedenstraße zur nächsten Station.
Die Dreifaltigkeitskirche, eine katholische Pfarrkirche in Offenburg, wurde 1908 geweiht. Errichtet wurde die Kirche im Stil einer romanischen Basilika mit Querschiff und zwei Türmen. Das 60 Meter lange Gotteshaus bietet rund 1.100 Sitzplätze. Das Geläut mit fünf Glocken wurde im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen. Viele kleine Spenden sorgten dafür, dass bereits 1949 neue Glocken erklingen konnten. Bei den Kriegshandlungen stark in Mitleidenschaft gezogen, wurde die Kirche umfassend saniert und erstrahlt heute mit heller Fassade.
Wie wäre es, zum Tour-Ausklang noch gemütlich einen Kaffee zu trinken?
Das gemütlich eingerichtete Café lädt zu Kaffee und selbstgebackenen Kuchen sowie zum Imbiss ein. Bei schönem Wetter sind die Strandkörbe auf der Terrasse der beliebteste Platz zum Genießen, Plaudern und Relaxen.
Gestärkt geht es nun zurück zum Bahnhof.
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Start/Ende
Bahnhof OffenburgHauptstraße 1
77652 Offenburg