Steintorwall
20095 Hamburg
Architekturrundgang in Hamburg
Ein Stadtrundgang für Kurztrip, Kulturliebhaber und Entdecker
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Zwischen Deichtorhallen und Baumwall erstreckt sich die Speicherstadt, der weltgrößte zusammenhängende Lagerhauskomplex und seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Der Name stammt von den Speichern oder Lagerhallen aus rotem Backstein, ab 1883 bis Ende der 1920er errichtet auf tausenden von Eichenpfählen. Dort lagerten früher kostbare Waren aus aller Welt: Kaffee, Tee, Tabak, Kakao, Gewürze... Museen wie das Speicherstadt-, das Zoll- und das Gewürzmuseum führen in die schillernde Vergangenheit des Viertels ein. Nicht nur Familien lassen sich vom schaurig-amüsanten Hamburg Dungeon und dem Miniatur Wunderland mit der größten Modelleisenbahnanlage der Welt begeistern.
Die ehrwürdigen Backsteinbauten der Speicherstadt bilden einen spannenden Kontrast zu den gläsernen Neubauten der HafenCity gleich nebenan. Folgen Sie dem Brooktorkai, dann Sandtorkai, und biegen Sie links in den Großen Grasbrook.
Die HafenCity ist Hamburgs neuester Stadtteil, der insgesamt zehn Quartiere umfasst, vom Sandtorkai bis zu den Elbbrücken. Insgesamt wurde damit eine Fläche von 157 Hektar an den Ufern von fünf Hafenbecken praktisch vollständig neu gestaltet – das größte innerstädtische Stadtentwicklungsprojekt Europas.
Vom 17. bis Ende des 19. Jahrhunderts lebten zwischen Zollkanal und Sandtorhafen vor allem Hafenarbeiter und Handwerker. Ab 1883 entstand hier ein riesiger Lagerkomplex, die Speicherstadt. 1997 nahm die „Vision HafenCity“ konkrete Formen an, mit der das Leben in das ehemalige Hafen- und Industrieareal zurückkehren und Platz für Wohnungen, Geschäfte und Bürogebäude unmittelbar am Elbufer geschaffen werden sollte. Nach einem Ideenwettbewerb im Jahr 1999 konnten 2005 bereits die ersten Bewohner einziehen.
Zu den beeindruckendsten Gebäuden gehören der 55 Meter hohe Marco-Polo-Tower mit seinen 17 oberirdischen ineinander verschränkten Stockwerken und das futuristische Unilever Haus. Am nahegelegenen Cruise Center gehen regelmäßig die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt vor Anker. Neues architektonisches und kulturelles Wahrzeichen Hamburgs ist die 2017 eröffnete Elbphilharmonie. Von der Plaza aus bietet sich ein weiter Blick über den Hafen und die Elbe.
In der HafenCity sollen rund 45.000 Menschen arbeiten, bis zu 14.000 Menschen wohnen und 5.000 studieren.
Die sonnigen Marco-Polo-Terrassen, die kilometerlange Promenade, das Internationale Maritime Museum im ehemaligen Kaispeicher B und das Cruise Center sind bereits zu beliebten Treffpunkten bei Einheimischen und Touristen geworden. Auch Elphi hat sich, trotz enormer Baukosten, schnell zum neuen Liebling der Hamburger gemausert – ganz zu schweigen davon, dass das Konzerthaus bereits vor Eröffnung international als Reisetipp gehandhabt wurde.
Bleiben Sie vor dem 55 Meter hohen Marco-Polo-Tower stehen und staunen Sie über die ineinander verschränkten Stockwerke. Das futuristische Unilever Haus gleich daneben wurde ebenfalls von den Behnisch Architekten aus Stuttgart geplant und heimste schon so einige Preise ein, darunter den „World Architecture Festival Award 2009“. Die Freitreppen bieten eine gute Aussicht auf die Elbe und das Cruise Center. Vielleicht liegt ja gerade eines der gigantischen Kreuzfahrtschiffe vor Anker?
Nur wenige Schritte sind es über den Dalmannkai zur Elbphilharmonie, die auf besondere Weise Alt und Neu vereint. Der ab 1875 errichtete Kaispeicher A bildet den Sockel. Obenauf erhebt sich der markante gläserne Aufbau aus 1100 unterschiedlichen Elementen – wie eine Krone, ein stolzes Schiff oder die Wellen des Meeres. Nicht nur architektonisch, auch klanglich ist die Elphi – trotz oder wegen der immens erhöhten Baukosten – ein wahres Kunstwerk geworden.
Die gläserne Fassade der Elbphilharmonie, geplant vom Basler Büro Herzog & de Meuron, schimmert je nach Sonnenstand in maritimem Silberblau oder in weichen Goldnuancen. Auf dem Backsteinsockel des ehemaligen Kaispeichers A befindet sich auf 37 Metern Höhe die Plaza. Die Aussichtsplattform ist fast so groß wie der Hamburger Rathausmarkt.
Das Konzerthaus wurde im Januar 2017 feierlich eröffnet. Jeder Konzertbesucher sitzt maximal 30 Meter vom Dirigenten entfernt und damit so nah an den Künstlern wie in keinem anderen Konzerthaus der Welt.
Das architektonische und kulturelle Wahrzeichen der Stadt beherbergt neben zwei Konzertsälen auch ein Hotel und 55 Wohnungen in den oberen Stockwerken.
Zu festen Terminen finden öffentliche, rund einstündige Führungen durch das Konzerthaus statt. Die Plaza ist täglich von 10 bis 24 Uhr zugänglich, dafür ist ein kostenfrei am Automaten erhältliches Ticket nötig. Online können Tickets für 3 Euro bestellt werden, das spart Wartezeiten, da nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern gleichzeitig hinauf darf. Konzertkarten sind schnell ausverkauft, doch es lohnt sich, in der Saison auf neu hinzugekommene Veranstaltungen zu achten.
www.elbphilharmonie.de
Über den Baumwall und die Straße Vorsetzen spazieren Sie nun zu den Landungsbrücken. Nach den Hafenbauten aus dem 19. und 21. Jahrhundert steht Ihnen ein Blick in ein technisches Meisterwerk aus dem frühen 20. Jahrhundert bevor: den Alten Elbtunnel.
Der Alte Elbtunnel an den Landungsbrücken galt zu seiner Eröffnung 1911 als Sensation – er war der erste Unterwassertunnel Europas. Er verbindet die Landungsbrücken mit der Elbinsel Steinwerder. Der Weg durch die von rund 400.000 Kacheln geschmückten Röhren, 426 Meter unter der Elbe hindurch, ist noch heute ein Erlebnis. Für die besondere Atmosphäre sorgen seitlich angebrachte Lampen, die die gekachelten, mit Reliefs geschmückten Röhren erleuchten. Unterwegs lassen sich maritime Reliefs in Form von Delfinen oder Seesternen betrachten. Seit 2003 steht der Alte Elbtunnel unter Denkmalschutz. Fahrstühle bringen Fußgänger und Radfahrer in die Tiefe, für Autos ist der Alte Elbtunnel wegen einer Sanierung zurzeit gesperrt.
Nehmen Sie nun die Fähre 62, die Sie in wenigen Minuten zum Dockland in Altona bringt. 136 Treppenstufen führen auf das preisgekrönte, sechsgeschossige Bürogebäude in Schiffsform hinauf, das einen wunderbaren Ausblick über die Elbe bietet.
Lassen Sie sich in einer der Gaststätten am Elbufer noch eine Kleinigkeit schmecken, bevor Sie über die Große Elbstraße und durch den Grünzug am Altonaer Balkon zum S-Bahnhof Königstraße spazieren.
Schauen Sie, bevor Sie in die S-Bahn steigen, Richtung Osten zur Reeperbahn: Dort sehen Sie von weitem die Tanzenden Türme, das neue architektonische Wahrzeichen von St. Pauli.
Vom S-Bahnhof Königstraße bringt Sie die S-Bahn wieder zum Hauptbahnhof.
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