Konrad-Adenauer-Platz
18055 Rostock
Rundgang durch die Hansestadt Rostock
Ein Stadtrundgang für Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Es ist heute Sitz des Kulturhistorischen Museums Rostock. Die Klosteranlage mit Kirche (heute Universitätskirche), Kreuzgang und Refektorium ist komplett erhalten.
Das Kulturhistorische Museum Rostock zählt zu den ältesten Museen Mecklenburg-Vorpommerns und beherbergt eine der größten und bedeutendsten kultur- und kunstgeschichtlichen Sammlung. Sie reicht von Malerei, Grafik, Kunsthandwerk, Münzen, Möbel, Militaria und Alltagskultur bis Archäologie.
Spazieren Sie anschließend zurück zum Universitätsplatz und rechts in die Kröpeliner Straße. Die Fußgängerzone mischt moderne Geschäfte und Cafés mit fröhlich-bunten historischen Giebelhäusern. Biegen Sie nach etwa 5 Minuten Am Ziegenmarkt links ein, um zur St.-Marien-Kirche zu gelangen. Weltweit bemerkenswert ist ihre kunstvoll verzierte Astronomische Uhr aus dem Jahr 1472. Die Technik ist in großen Teilen original erhalten, das Kalendersystem mit Tierkreiszeichen, Mond- und Sonnenphasen beruht auf hochkomplexen Berechnungen.
Die Ursprünge der St.-Marien-Kirche liegen im Dunkeln. Zum ersten Mal wird ein Prediger an St. Marien im Jahre 1232 urkundlich erwähnt. Der erste St. Marien-Kirchbau war eine frühgotische Hallenkirche mit einer Gewölbehöhe von ca. 15 Metern und einem einfachen Satteldach, dessen Wandanschluss man heute noch an der Ostseite des Kirchturms sehen kann.
Nachdem 1265 St. Marien zur Hauptkirche der Stadt Rostock ernannt wurde, genügte dieser Bau den Ansprüchen der Bürgerschaft auf Dauer nicht mehr. So begann man 1290 mit dem Ausbau zu einer Basilika nach dem Vorbild der Lübecker Marienkirche. Über einhundert Jahre dauerten die Bauarbeiten. Seit 1440 hat die Kirche und seit 1796 der Turm die heutige Gestalt.
Bis zur Jahrhundertwende 19./20. Jahrhundert war St. Marien Universitätskirche. Schilder im Professorengestühl weisen noch darauf hin. Seit einigen Jahren findet um das Eröffnungsdatum der Universität herum die feierliche Immatrikulation der neuen Studenten in St. Marien statt.
Die umfangreiche Kirchenbibliothek von St. Marien wurde damals der Universitätsbibliothek zugeführt.
Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die astronomische Uhr. Diese wurde 1472 vom Uhrmacher Hans Düringer geschaffen, wobei das Hauptuhrwerk noch heute die originalen Teile aus jener Zeit enthält. Sowohl das Hauptuhrwerk als auch das Kalenderwerk und Glockenspiel, Apostelumgang und Stundenglocke werden täglich per Hand aufgezogen. 1642 wurde die Uhr um das Glockenspiel, den Apostelumgang und das kunstvolle Renaissancegehäuse erweitert. Ganz oben bewegen sich auf einer herausragenden Plattform täglich um 12.00 Uhr und um 24.00 Uhr sechs Figuren (Evangelisten und Apostel) in feierlicher Prozession an dem in der Mitte stehenden und sie segnenden Christus vorbei. Dazu erklingt zu jeder vollen Stunde das Glockenspiel.
Aus der Kirche wenden Sie sich nach links zum Neuen Markt mit sechs historischen Giebelhäusern, dem Möwenbrunnen von 2001 und dem Rathaus. Es zählt zu den bedeutendsten Profanbauten der Backsteingotik im gesamten Ostseeraum. Anfang des 18. Jahrhunderts entstand der rosafarbene Barock-Vorbau.
Das Rathaus mit seinen sieben Türmen kündet wie kein anderer Profanbau von der wechselvollen Geschichte der alten Hansestadt Rostock. Eine mächtige gotische Schaufassade und rote Backsteinbauten, Schmuckformen der Renaissance, barocker Laubenvorbau und funktionale Bürogebäude stehen in dem im Verlauf mehrerer Jahrhunderte entstandenen Komplex nebeneinander und bilden den sichtbaren Ausdruck des städtischen Gemeinwesens. Das Rathaus hat sich immer wieder gewandelt und neuen Anforderungen angepasst, aber immer blieb es Sitz von Rat und Bürgermeister, Beratungs- und Versammlungsort der Bürger und vor allem: Mittelpunkt der Stadt.
Auf dem ehemaligen Marktplatz der Mittelstadt findet man heute Giebelhäuser, Möwenbrunnen mit griechischen Göttern und das Rathaus. Das Rathaus entstand um 1270 als zweigeschossiges Doppelgiebelhaus mit Gewölbekeller.
Sehenswert: Ratskeller und Rathaushalle.
Hinter dem Rathaus steht das Kerkhoffhaus, im Jahre 1470 im Auftrag des Bürgermeisters Berthold Kerkhoff errichtet und reich verziert mit Terrakotta-Elementen sowie farbigen Fliesen. Noch mehr schöne Dinge finden Sie im Bernsteinhaus in der Wollenweberstraße, die Sie über die Große Scharrenstraße, die Weißgerber- und die Molkenstraße erreichen. Dort können Sie zuschauen, wie Colliers und Broschen, Ohrringe und Manschettenknöpfe aus Ostseebernstein, Silber und Gold entstehen.
Das „Bernsteinhaus – Rostock“, gegründet 1993, ist ein familiengeführtes Fachgeschäft. Hier werden Bernsteinartikel, hauptsächlich Bernsteinschmuck, produziert und in gediegener freundlicher Atmosphäre präsentiert und verkauft. Verschaffen Sie sich gerne einen Überblick in unserem Online-Shop: www.bernsteinwerkstatt.de.
Werkstatt und Geschäft befinden sich in der östlichen Altstadt Rostocks.
Unser Familienunternehmen hat sich spezialisiert auf Handarbeiten aus Naturbernstein. Vom exklusiven Unikatschmuck in Silber und Gold gefasst bis zum kleinen Souvenir ist fast für jeden Geschmack etwas dabei. Sollten Sie dennoch nichts finden, können Sie eine Einzelanfertigung in Auftrag geben. Natürlich wird jeder Kunde individuell und fachkundig betreut. Hohe Qualität und guter Service sind uns wichtig. Aus diesem Grunde arbeiten wir ausschließlich mit Naturbernstein und edlen Materialien wie 925 Silber, 375, 585 und 750 Gold, Brillanten, Perlen und Korallen. Wir verarbeiten gerne seltene Bernsteinfärbungen, dazu gehören weißer, schwarzer, grüner und blauer Bernstein und Naturbernsteine mit Inklusen, Insekten- und Pflanzeneinschlüssen. Den klassischen Bernsteintropfen, das Herz, geschnitzte Tiere und die traditionelle Silberfassung um den Bernstein finden Sie selbstverständlich nach wie vor bei uns.
Biegen Sie aus der Wollenweberstraße rechts in die „Sackpfeife“ ein, kurz links in die Altschmiedestraße und gleich rechts in den Alten Markt. Dort begrüßt Sie die hoch aufragende Kirche St. Petri. Von ihrer Aussichtsplattform können Sie einen weiten Blick über die Stadt und die Warnow bis nach Warnemünde genießen.
117 Meter hoch ist der Turm von St. Petri am Hochufer der Warnow, der über die Jahrhunderte Landmarke für die Seeleute und Fischer war. Ein Fahrstuhl führt heute zur Aussichtsplattform (45 Meter). 1994 wurde der im Zweiten Weltkrieg zerstörte gotische Turmhelm wieder aufgebaut.
Kehren Sie zurück zur Altschmiedestraße, laufen Sie dann kurz rechts und gleich wieder links in die Straße Amberg, weiter „Beim Waisenhaus“ und dann rechts in die Grubenstraße. Immer geradeaus kommen Sie ans Ufer der Warnow, halten Sie sich hier links. Gehen Sie am Stadthafen entlang, wo einst das Herz des Handelszentrums Rostock schlug. An jene Zeit erinnert der Nachbau eines Hafentretkrans, der es ermöglichte, mit reiner Körperkraft schwerste Lasten zu bewegen.
Schräg gegenüber liegt die urige Gaststätte „Zur Kogge“ am Anfang der Wokrenterstraße. Ein paar Häuser weiter finden Sie im Laden der Goldschmiedemeisterin Anette Klook (Wokrenterstraße 34) handgefertigte Mitbringsel von Schmuck bis Badeseife. Folgen Sie der Straße einige Minuten, biegen Sie dann rechts in die Straße An der Oberkante ein und dann wieder links. So gelangen Sie zur Haltestelle Lange Straße, Ihrem Ausgangspunkt.
Nehmen Sie die Straßenbahn zum Hauptbahnhof. Hier bringt Sie der Regional-Express zurück nach Hause.
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