Trebnitzer Bahnhofstr. 6
15374 Müncheberg OT Trebnitz
Ein wichtiger Kulturmagneten in der Mark Brandenburg
Ein Stadtrundgang für Familien, Kulturliebhaber und Geniesser
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Das Gustav Seitz Museum ist eine Einrichtung der gleichnamigen Stiftung, die den künstlerischen Nachlass des Bildhauers und Zeichners Gustav Seitz (1906-1969) dauerhaft bewahrt. Es wurde am 11. September 2017 auf dem Gelände des Bildungs- und Begegnungszentrums Schloß Trebnitz in dem eigens dafür sanierten Waschhaus der ehemaligen Gutsanlage eröffnet.
Neben den erhaltenen Gussmodellen werden hier vor allem Bildwerke von Seitz (Groß- und Kleinplastik, Reliefs) sowie Zeichnungen und Druckgrafik aufbewahrt. In der öffentlichen Ausstellung wird dauerhaft eine repräsentative Auswahl des bildhauerischen Schaffens des Künstlers gezeigt.
Der Standort des Museums führt zu einer Zusammenarbeit mit dem Bildungs- und Begegnungszentrum Schloß Trebnitz. Zukünftig sollen hier gemeinsam z.B. Kurse für Familien und Kinder aus der Region, deutsch-polnische Künstler-Pleinairs und regelmäßige Führungen angeboten werden.
Als Ergänzung des Museumsbesuchs bietet sich ein Spaziergang durch den historischen Trebnitzer Schlosspark an. Schlossanlage und Park werden durch außergewöhnliches Engagement Ehrenamtlicher erhalten, renoviert und gepflegt. In der Remise am Eingang des Gutsgeländes befindet sich ein Dorfladen mit Regionalprodukten und Cafébetrieb. In der Saison (April-Oktober) heißt dort das internationale, inklusive Junior-Café Gäste aus nah und fern willkommen. Mehr Informationen finden Sie auf der Internetseite.
Anreise
Mit der Bahn: RB26, Oderlandbahn, Bahnhof Trebnitz, Berlin-Lichtenberg Richtung Küstrin (45 Minuten ab 7.38 Uhr jede Stunde)
Mit dem Auto: B1 bis Jahnsfelde, abbiegen Richtung Trebnitz / Neuhardenberg
Nun sind es nur noch ein paar Schritte zum Schloss – ein mächtiger Bau, in dem heute eine deutsch-polnische Jugendbegegnungsstätte und ein Zentrum für Erwachsenenbildung untergebracht sind. Es kann daher nur von außen besichtigt werden. Dahinter lädt der 27 Hektar große Landschaftspark zum Spaziergang ein. Lange Zeit ließ sich die einstige Pracht des Parks nur erahnen. Seit 2011 engagieren sich sogenannte „Parkhelden“, Trebnitzer Bürgerinnen und Bürger, den Landschaftspark unter Einhaltung des Denkmalschutzes wieder zu beleben. Der Park ist öffentlich zugänglich und bietet Ihnen auf dem Hauptweg schöne Sichten. Die Nebenwege sind nach den letzten schweren Stürmen durch umsturzgefährdete Bäume und lose Äste zum Teil leider nicht passierbar.
Schloß Trebnitz - ein weltoffener Ort. 1224 werden der Ort und das Gut Trebnitz erstmals urkundlich erwähnt. Damals lag Trebnitz im Lebuser Land, das im Machtbereich der schlesischen Fürsten. Das Kloster blieb bis 1498 Lehnsherr des Dorfes. Nach einer wechselvollen Besitzergeschichte fiel das Schloss 1827 durch Erbe an die Familie von Brünneck. Es blieb im Familienbesitz, bis die Rote Armee 1945 den letzten Gutsbesitzer Harald von Brünneck enteignete.
Das Schloss in seiner heutigen Form entstand durch Umbauarbeiten um 1900. Damals wurden an den heutigen Mittelbau die beiden Seitenflügel angebaut. So wurde das schlichte Gutshaus zu einem stattlichen neubarocken "Schloss" umgestaltet. Nachdem das Schloss 1945 an die Gemeinde übergegangen war, wurde es bis 1992 auf vielfältige Weise genutzt: Lazarett, Wohn- und Bürogebäude, Schule, Kindergarten und Ferienlager. Nach 1992 wurde das Haus mit Unterstützung des Bundes und des Landes umfassend saniert und in ein modernes Seminarhaus umgebaut. Hier treffen sich jährlich tausende Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus vielen Ländern Europas im Rahmen von Schulungs- und Bildungsangeboten.
In den vergangenen Jahren wurden nahezu alle Gebäude der historischen Gutsanlage restauriert, so dass sich heute Besucherinnen und Besuchern ein eindrucksvoller Anblick bietet. Auf dem „Campus Schloss Trebnitz“ haben sich zahlreiche Initiativen und Organisationen angesiedelt, die das Gelände mit ihren Angeboten beleben. Zudem befindet sich hier ein Dorfladen mit Café, das Gustav Seitz Museum, zahlreiche öffentliche Kunstwerke und ein 26 ha großer Schlosspark im englischen Landschaftsstil.
Vom Schlosspark gehen Sie nur wenige Meter zum Dorfladen und Café Schloss Trebnitz. Hier, in der alten Remise, locken frischer Kuchen zum Schlemmen und Regionales zum Mitnehmen. Ab und an finden in der Feldsteinscheune gegenüber kulturelle Veranstaltungen statt.
Der Dorfladen im Schloss Trebnitz lädt in der historischen Remise zu einem besonderen Einkaufserlebnis ein. Neben Artikeln für den täglichen Bedarf gibt es eine breite Auswahl an regionalen Produkten aus dem Landkreis Märkisch-Oderland. Zur Mittagszeit werden ein kleiner Imbiss sowie nachmittags Kuchen und Kaffee angeboten.
Betrieben mit Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helfer, ist der Dorfladen ein Treffpunkt für Dorfbewohner, Mitarbeiter des Schlossvereins, Projektteilnehmende und Besucher. Er verbindet regionale Verbundenheit mit einer einladenden Atmosphäre und unterstützt die Gemeinschaft vor Ort.
Zum Bahnhof gehen Sie die Trebnitzer Hauptstraße wieder zurück. Ein Tipp: Wer Kultur mit noch mehr Natur verbinden möchte, kann rund fünf Kilometer an Wiesen und Feldern entlang nach Obersdorf laufen. Hier lockt im Sommer der Haussee zum erfrischenden Bad. Bis zum Bahnhof Obersdorf ist es dann nur ein kurzer Spaziergang.
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Start/Ende
Bahnhof Trebnitz (Mark)Trebnitzer Bahnhofstr. 6
15374 Müncheberg OT Trebnitz