Rudi-Arndt-Platz 1
17235 Neustrelitz
Ein Stadtrundgang für Kulturliebhaber und Geniesser
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Die barocke Gartenanlage der Residenzstadt Neustrelitz wurde 1726 bis 1732 angelegt und einige Jahre später nach Versailler Vorbild umgestaltet. Die Erweiterung zum englischen Landschaftsgarten erfolgte Mitte des 19. Jahrhunderts nach Plänen des Potsdamer Gartenbaudirektors Peter Joseph Lenné.
Im gepflegten Schlossgarten erzählen zahlreiche Brunnen, Figuren, Kopien antiker Skulpturen und Prunkvasen von Kultur und Gartenkunst im 18. und 19. Jahrhundert. Den Abschluss der barocken Mittelachse bildet der 1821 von Friedrich Wilhelm Buttel geschaffene Hebetempel. Der preußischen Königin Louise ist im Schlossgarten eine Gedächtnishalle im klassizistischen Stil gewidmet, in der sich eine Kopie der zweiten Rauch´schen Grabstatue aus weißem Carrara-Marmor befindet. Die geborene Prínzessin zu Mecklenburg-Strelitz starb 1810 während eines Besuches bei ihrem Vater, Großherzig Carl von Mecklenburg-Strelitz, in Hohenzieritz.
Weitere bedeutende Bauwerke im Schlossgartenensemble sind seit der Zerstörung des Residenzschlosses im Jahr 1945 die neugotische Schlosskirche und die klassizistische Orangerie. Durch den Schlossgarten führen viele schöne Spazierwege, wie die Götterallee mit Kopien antiker Gottheiten und allegorischen Figuren, die zu jeder Jahreszeit reizvoll sind.
Erleben Sie hier im Sommer zu den Festspielen im Schlossgarten die beliebten Operetten-open-airs des Neustrelitzer Theaters.
Auf dem Schlossplatz erblicken Sie links ein Kavalierhaus, das heute eine Behörde beherbergt. Rechts erhebt sich die neugotische Schlosskirche mit ihren zwölf schlanken Türmen, die die zwölf Apostel symbolisieren. Seit 2001 dient die Kirche als Galerie für Bildhauerkunst.
Willkommen in der Kaffeerösterei Bohn Aparte, Ihrem besonderen Ort für erstklassigen Kaffee und hausgemachten Kuchen – direkt am idyllischen Zierker See.
Die Leidenschaft gilt dem perfekten Kaffee: Mit viel Sorgfalt werden erlesene Bohnen aus den besten Anbaugebieten der Welt geröstet, um ihr volles Aroma zu entfalten. Ob kräftiger Espresso, aromatischer Filterkaffee oder feine Kaffeespezialitäten – hier kommt jeder Genießer auf seine Kosten.
Dazu werden täglich frisch gebackene Torten serviert. Genießen Sie süße Köstlichkeiten und duftenden Kaffee in gemütlicher Atmosphäre oder auf unserer sonnigen Terrasse mit Blick auf das Wasser.
Weitere Informationen finden Sier hier.
Jetzt aber geht es zum gewaltigen Marktplatz! Laufen Sie ein Stück zurück und biegen Sie dann links in die Seestraße ein, die Sie zum Kreisverkehr führt mit der stilisierten Blume in der Mitte – einer Strelitzie: Zu Ehren der britischen Königin und Mecklenburg-Strelitzer Prinzessin Sophie Charlotte, die mit Englands König Georg III. vermählt war, wurde die Blume Strelitzia reginaee genannt. Bekannt ist sie auch als Paradiesvogelblume. Folgen Sie weiter der Seestraße, kommen Sie geradewegs zum Marktplatz mit dem Wasserspiel.
Von Mai bis Oktober ist die Schlosskirche geöffnet und Besucher*innen können den erhabenen Innenraum erleben. Allein die elegante Architektur, die schmuckvoll gestalteten Emporen, das Bleiglasfenster in der Apsis oder die erhaltene Kanzel lohnen einen Besuch. Vor allem aber bietet der Raum einen einzigartigen Rahmen für Ausstellungen, Konzerte und Lesungen.Die Schlosskirche wurde zwischen 1855-1859 in unmittelbarer Nähe des Neustrelitzer Schlosses von Landesbaumeister Friedrich Wilhelm Buttel errichtet. Die einschiffige Kirche aus gelbem Backstein weist zahlreiche Türmchen und neugotische Verzierungen auf. Die Figuren der vier Evangelisten am Hauptportal schuf der Neustrelitzer Bildhauer Albert Wolff, ein Schüler des preußischen Bildhauers Christian Daniel Rauch. Bemerkenswert ist die Holzdecke im Innenraum. Heute stellt sie eines der wenigen erhaltenen, historischen Bauwerke des ehemaligen Schlossensembles dar. Die Schlosskirche ist kirchenjuristisch entwidmet und wird nicht mehr für religiöse Zwecke genutzt. Das Kulturquartier Neustrelitz hat seit 2021 die Trägerschaft über die Schlosskirche.
Laufen Sie von der Schlosskirche über den Friedrich-Wilhelm-Buttel-Platz mit dem Denkmal des Großherzogs Georg zur Orangerie. Sie wird derzeit zwar restauriert, doch das Gebäude, der Vorplatz mit dem Wasserspiel, der Orangeriegarten und der Brunnen mit den Kinderskulpturen sind sehenswert.
Erleben Sie die majestätische Schönheit der Orangerie Neustrelitz – ein wahres Kleinod der Architektur im Herzen des historischen Schlossgartens. Eingebettet in die malerische Kulisse von Parkanlagen und Seen, vereint die Orangerie Kultur, Kulinarik und Geschichte auf einzigartige Weise.
Ein Ort mit Charme und Eleganz
Die Orangerie wurde im 18. Jahrhundert als prachtvolle Winterherberge für exotische Pflanzen erbaut. Heute beeindruckt sie mit ihrer filigranen Baukunst und ihrem lichtdurchfluteten Ambiente, das zum Verweilen einlädt.
Kulinarischer Hochgenuss
Genießen Sie in der Orangerie nicht nur den herrlichen Blick auf die Umgebung, sondern auch kulinarische Köstlichkeiten. Ob ein elegantes Dinner, ein romantischer Kaffee oder ein festlicher Empfang – hier verschmelzen Geschmack und Stil zu einem Erlebnis der Extraklasse.
Ein Tor zur Natur
Nach einem Besuch lädt der Schlossgarten zu einem gemütlichen Spaziergang ein. Entdecken Sie die harmonische Verbindung von Natur und Kunst – ein perfekter Ort, um die Seele baumeln zu lassen.
Besuchen Sie die Orangerie Neustrelitz und lassen Sie sich von ihrem einzigartigen Flair verzaubern! Hier treffen historische Eleganz und moderne Gastfreundschaft aufeinander. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
Die Hauptachse des Schlossgartens bringt Sie hoch zum Hebetempel. Im Inneren des Rundtempels steht die Skulptur der Hebe, der griechischen Göttin der Jugend, eine Kopie des Werkes von Antonio Canova. Das Original befindet sich in der Berliner Nationalgalerie. Spazieren Sie nun nach links, führt Sie ein kleiner Parkweg zum Luisentempel, der an die beliebte, mit nur 34 Jahren verstorbene preußische Königin Luise aus dem Hause Mecklenburg-Strelitz erinnert. Vis-à-vis sehen Sie den Marstall von 1740, der das Landestheater Mecklenburg beherbergt. Derzeit wird die Dreiflügelanlage mit großer Reithalle umfassend saniert.
Ihr Stadtbummel führt Sie nun über die Useriner Straße zu einem der schönsten Fleckchen von Neustrelitz – ans Ufer des Zierker Sees mit dem schmucken weißen Teepavillon, der Weißen Brücke und dem Bootshaus.
Der Zierker See ist rund 2,6 Kilometer lang, bis zu 1,8 Kilometer breit und durchschnittlich nur 1,6 Meter tief. Da er sehr flach ist und einen schlammigen Untergrund hat, eignet er sich zwar nicht zum Baden, jedoch für schöne Bootstouren und Wanderungen. Ein ca. 11,5 Kilometer langer, ausgeschilderter Rundweg führt um den See. Das Gewässer am westlichen Stadtrand von Neustrelitz ist ein beliebtes Naherholungsziel. Am Uferweg liegen Kleinode wie das einstige herzogliche Wäschespülhäuschen in der Form eines chinesischen Teepavillons, heute ein Café mit herrlichem Blick auf den See, und die Weiße Brücke. Das Bootshaus Neustrelitz, ein kleines Hotel und Restaurant mit Seeterrasse, hält ein führerscheinfreies Motorboot für einen erholsamen Tag auf dem Wasser bereit. Ein Stück weiter auf dem Uferweg Richtung Süden schließt sich das Slawendorf Neustrelitz an.
Die Gleise der alten Hafenbahn führen Sie zum Hafenareal. Haben Sie Hunger und mögen Sie Fisch? Dann ist das rustikale Bistro „Zum Fischerhof“ ein guter Tipp. Hier können Sie gemütlich auf der Wiese in Strandkörben sitzen, auf den Zierker See schauen und Fischimbiss genießen. Gut gestärkt laufen Sie zur Hafenmeisterei mit der kleinen Ausstellung zur Hafengeschichte. Heute legen hier nur noch Yachten und Schiffe zum Vergnügen ab – wie die Blau-Weiße-Flotte, die Ausflügler z. B. eine Stunde lang über den Zierker See schippert. Die einstigen Speicher aus Backstein wurden wunderschön saniert und dienen nun als Wohnquartier, Hotel, Restaurant und Café.
Willkommen in Neustrelitz, der charmanten Residenzstadt mit ihrer einzigartigen barocken Stadtanlage! Im Herzen der Mecklenburgischen Seenplatte gelegen, begeistert Neustrelitz mit historischem Flair, symmetrischer Pracht und kultureller Vielfalt.
Erleben Sie das beeindruckende Stadtzentrum: Von einem achteckigen Marktplatz aus entfaltet sich die Stadtanlage wie ein sternförmiges Kunstwerk – ein Meisterwerk barocker Stadtplanung und ein echtes Juwel der Architekturgeschichte. Der einzigartige Stadtgrundriss ist einer italienischen Idealstadt nachempfunden und geht auf Pläne des Braunschweiger Baumeisters Christoph Julius Löwe zurück. Die Neugestaltung fand 2003/04 statt und berücksichtigt unterschiedliche historische Bezüge. Das Rondell in der Platzmitte wird von 32 kleinblättrigen Eschen und einem Wasserspiel mit 36 Fontänen geschmückt.
An der Einmündung der Fußgängerzone am Rathaus befindet sich die Tourist- und Nationalparkinformation. In wenigen Minuten gelangen Sie zu Fuß in den Schlossgarten und an den Stadthafen. Einen großartigen Eindruck vom Marktplatz vermittelt ein Blick von der 45 Meter hohen Aussichtsplattform des Stadtkirchturmes.
Zu den historischen Gebäuden, die den Marktplatz säumen, gehört auch die Stadtkirche. Ein Blick hinein lohnt sich wie auch das Treppensteigen zur Aussichtsplattform, die einen schönen Überblick auf die Stadt bietet. Von Anfang Juni bis Mitte September ist die Kirche zwischen 10 und 17 Uhr offen.
Zusammen mit dem Rathaus prägt die Stadtkirche den 1733 angelegten Marktplatz mit dem achtstrahligen Straßenstern. Die Kirche wurde 1768–1778 nach Plänen des Hofarztes Johann Christian Verpoorten als zunächst unverputzter, rechteckiger Saalbau mit innen umlaufenden Emporen errichtet. Baumeister Friedrich Wilhelm Buttel fügte 1828–1831 den 52 Meter hohen Turm und den Außenputz hinzu. Der barocke Altar trägt seit 1856 eine von Großherzogin Marie gefertigte Kopie des Raffael-Gemäldes "Kreuztragung Christi". Die Orgel ist eine der wenigen Grüneberg-Orgeln in der Region. Sie wurde von der berühmten Orgelbaufirma aus Stettin gebaut und 1893 geweiht.
Die Stadtkirche lädt zu Gottesdiensten, Veranstaltungen im Kirchenjahr und Konzerten, darunter zum jährlichen Grüneberg-Orgelsommer, ein. In den Sommermonaten ist sie tagsüber zur Besichtigung geöffnet. Turmbesteigungen bis zur Aussichtsplattform in 45 Metern Höhe sind möglich und werden auch im Rahmen von Stadtführungen angeboten. Es lohnt sich, die 203 Stufen zu steigen!
Am Marktplatz können Sie sich noch eine Pause gönnen und sich für die letzte Station des Stadtbummels stärken: das Kulturquartier. Laufen Sie vom Marktplatz einfach ein paar Meter die Schloßstraße entlang, stehen Sie in der Nummer 12/13 vor dem einstigen Kaiserlichen Postamt von 1899, das zum Kulturquartier mit einem landeskundlichen Museum wurde.
Zentral im historischen Stadtzentrum gelegen, beeindruckt das preisgekrönte Gebäudeensemble von Kaiserlichem Postamt, Herzoglicher Münzprägestätte und modernem Funktionsbau. Das Kulturquartier vereint das kulturhistorische Museum, die Stadtbibliothek und regionale Archive. Zum Entspannen lädt das Kultur-Café mit Gartenterrasse ein. Wechselnde Sonderausstellungen, thematische Führungen, museumspädagogische Programme und bunte Veranstaltungen bieten viel Raum für Kultur, Begegnung und Inspiration.
Die Dauerausstellung nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise durch 300 Jahre Geschichte des Landes Mecklenburg-Strelitz. Wie in einer Schatzkammer erzählen die zahlreichen Ausstellungsobjekte von der Gründung des kleinen Herzogtums im Jahr 1701, der Entstehung der barocken Planstadt Neustrelitz mit ihrem europaweit einzigartigen Marktplatz, dem Leben im herzoglichen Schloss und den diplomatischen Netzwerken des Hofes.
Die Stadtbibliothek lädt zum Verweilen und Stöbern durch 30.000 aktuelle Medien ein. Touristen haben die Möglichkeit, alle Bibliotheksservices mit einem Urlaubsausweis für 5 € zu nutzen.
Nur eine Tür weiter befindet sich das Karbe-Wagner-Archiv. Hier können sich stadt- und kulturgeschichtlich interessierte Menschen zur Regionalgeschichte erkundigen.
Laufen Sie nun wieder zurück zum Marktplatz, um zum Bahnhof zu gelangen, und folgen Sie dann von hier einem anderen „Strahl“, nämlich der Strelitzer Straße. Bis zur Kreuzung Elisabethstraße ist sie Fußgängerzone und Einkaufs- und Promeniermeile der Neustrelitzer. Sie gelangen wieder an den Kreisverkehr zum Tiergarten – nur noch ein paar Meter sind es bis zum Bahnhof. Und wenn Sie dann wieder mal eine Strelitzie sehen, wird sie diese besondere Blüte bestimmt an Ihren schönen Stadtbummel durch Neustrelitz erinnern.
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17235 Neustrelitz