Trankgasse 11
50667 Köln
Viel Kunst am Rhein
Ein Stadtrundgang für Kulturliebhaber und Entdecker
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Der weithin sichtbare Turm mit seiner Fassade aus Glas und Aluminium bestimmt die Silhouette am rechten Rheinufer Kölns. Der Turm dient vor allem als Bürogebäude. Er verfügt auf der 29. Etage über eine Plattform, die einen faszinierenden Panoramablick über die Domstadt bietet. Das Rheinufer mit dem Dom, der Altstadt, der Kirche Groß St. Martin, dem Museum Ludwig und vielen weiteren Sehenswürdigkeiten präsentiert sich aus einer neuen Perspektive. Bei gutem Wetter ist im Norden Düsseldorf und im Süden das Siebengebirge gut zu sehen. Wer nach Osten schaut, der blickt weit bis in das Bergische Land.
Weiter geht es entlang der Rheinpromenade mit ständigem Blick auf das gegenüberliegende Altstadtufer mit dem Fischmarkt. Nach ca. 500 Metern ist die Deutzer Brücke erreicht. Über sie führt der Weg zurück an das linksrheinische Ufer. Hinter der Sverinsbrücke sind die futuristischen drei Kranhäuser zu sehen, bei denen man sich fragt, wie wohl die Ausleger der Schwerkraft trotzen.
An den zur Abfahrt in Richtung Basel bereitstehenden Fahrgastschiffen vorbei führt der Weg nun zum Schokoladenmuseum, das auf einer Insel im Fluss die Besucher anzieht.
Das Schokoladenmuseum Köln lädt seit 1993 ein zu einer Reise durch die 5.000-jährige Kulturgeschichte des Kakaos und der Schokolade. Auf die Gäste warten ein Tropenhaus mit naturkundlichen Informationen zum Kakao, weiterhin eine bedeutende Porzellan- und Silbersammlung aus dem Barock sowie zahlreiche historische Maschinen. In der gläsernen Schokoladenfabrik und im Schokoladenatelier kann man erleben, wie Schokoladenprodukte industriell oder auch von Hand hergestellt werden. Der Schokoladenbrunnen ist mit 200 Kilogramm Schokolade gefüllt. Das Chocolat Gran Café erwartet die Gäste mit einem abwechslungsreichen Frühstück oder einem Lunch-Angebot.
Nach dem Besuch des Schokoladenmuseums geht es am Rheinufer zurück in Richtung Deutzer Brücke. Am Heumarkt verabschiedet sich die Route vom Rhein und folgt der Cäcilienstraße in Richtung Innenstadt. Hier warten gleich zwei Museen auf interessierte Besucher.
Das Rautenstrauch-Joest-Museum ist ein modernes Völkerkundemuseum. In der Dauerausstellung kann man Wissenswertes darüber erfahren, wie vielfältig die Kulturen der Welt sind. Die Ausstellung ist in zwei Bereiche untergliedert. Im Themenkomplex "Die Welt erfassen" geht es darum, wie in Europa andere Kulturen z. B. in Reiseberichten, in der Kunst oder in Museen dargestellt werden. Der Themenkomplex "Die Welt gestalten" stellt unterschiedliche Lebensentwürfe weltweit vor.
Direkt gegenüber dem Rautenstrauch-Joest-Museum steht das Belgische Haus. Hier stellt das Römisch-Germanische Museum seine Exponate aus, solange das Stammhaus am Roncalliplatz nahe dem Dom saniert wird.
Das Römisch-Germanische Museum hütet das archäologische Erbe der Stadt und des Umlandes. Funde von der Urgeschichte bis ins frühe Mittelalter zeigen die Entwicklung und Bedeutung Kölns durch die Jahrhunderte. Den Schwerpunkt der Sammlungen bilden Zeugnisse der fast fünf Jahrhunderte dauernden römischen Stadtgeschichte. Ein aus grünem Glas gefertigtes Miniaturbildnis des Kaisers Augustus erinnert an den Stadtgründer Kölns. Neben einem Einblick in das Leben der römischen Stadt präsentiert das Haus die weltweit größte Sammlung römischer Gläser.
Unmittelbar neben dem Belgischen Haus gibt es eine der für Köln typischen Gaststätten.
Neben Kölsch frisch vom Fass lädt das gemütliche Ambiente und die traditionelle Küche Jung und Alt ein. Gern wird hier gesungen und geschunkelt.
Nun geht es zu einem Höhepunkt der Kölner Museums-Szene, dem Wallraf-Richartz-Museum. Der Weg führt durch die Antonsgasse und weiter durch die Schildergasse und die Marspfortengasse. Mit den Obermarspforten ist das Ziel erreicht.
Das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud gehört zu den großen klassischen deutschen Gemäldegalerien. Das älteste Museum der Stadt beherbergt in einem Gebäude von 2001 die weltweit umfangreichste Sammlung mittelalterlicher Malerei, insbesondere der Kölner Malerschule, sowie eine repräsentative Auswahl an Kunst des 16. bis 19. Jahrhunderts. Ferdinand Franz Wallraf sammelte die Altarbilder aufgelöster Kirchen und Klöster und legte damit den Grundstock für das Museum. Die Barockabteilung zeigt Malerei der nördlichen Niederlande, vertreten mit Hauptwerken von Rembrandt, Rubens und van Dyck. In der Abteilung des 19. Jahrhunderts spannt sich der Bogen über die deutsche Früh- und Spätromantik (Caspar David Friedrich, Carl Blechen) bis hin zu den Nazarenern. Die angegliederte Fondation Corboud zeigt die umfangreichste Sammlung von Malerei des französischen und deutschen Impressionismus.
Vom Kunstmuseum aus geht es geradeaus in die Straße Unter Goldschmied. Gleich zu Beginn lockt CEDON, der Museumsshop des Wallraf-Richarts-Museums. Hier gibt es praktische Designartikel für den Alltag ebenso wie Literatur zu den Meisterwerken der großen Museen.
Der Weg führt durch eines der größten und ältesten jüdischen Stadtquartiere Mitteleuropas.
Die Ausgrabungen erwiesen: In Köln stand eine der ältesten bisher bekannten Synagogen nördlich der Alpen. Seit 2010 wird der nördliche Teil des Rathausplatzes ausgegraben. Hier wurden Reste der Häuser des jüdischen Viertels aufgedeckt.
Die Straße mündet auf den Roncalliplatz in unmittelbarer Nähe zur letzten Station der Tour, dem Museum Ludwig.
Das 1989 eingeweihte Museum Ludwig präsentiert bedeutende Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Es zählt zu den bedeutendsten Kunstmuseen Europas. Hier befindet sich neben der größten Pop-Art-Sammlung Europas die drittgrößte Picasso-Sammlung der Welt, ferner eine der wichtigsten Sammlungen zum deutschen Expressionismus, Schlüsselwerke der russischen Avantgarde und eine Sammlung zur Geschichte der Fotografie mit ca. 70.000 Werken. Zu den Highlights der Sammlung gehören Picassos „Harlekin“, Roy Lichtensteins „M-Maybe“ und Gerhard Richters „Ema“. Das Fundament für die Museumsgründung legte das Sammlerehepaar Peter und Irene Ludwig 1976 mit der Schenkung von 350 Werken moderner Kunst an die Stadt Köln.
Vom Museum Ludwig sind es am Dom vorbei nur wenige Gehminuten bis zum Hauptbahnhof. Vor dem „Brauhaus Früh“ kann man mit Blick auf den Dom und die „Kreuzblume“, ein 9,5 Meter hohes 1:1-Modell einer der Domturmspitzen, den ereignisreichen Tag ausklingen lassen.
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