Dunckerplatz 21
14712 Rathenow
Ein Bummel durch die Stadt der Optik
Ein Stadtrundgang für Familien, Naturliebhaber und Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Der Stadtgraben von Rathenow wurde schon im Jahr 1288 beschrieben. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde eine Kesselschleuse erbaut – die Schifffahrt konnte nun durchgängig passieren. Seit dem Bau der ersten Stadtschleuse am heutigen Standort im Jahr 1732 erfolgten verschiedene Umbauten und Erneuerungen. Bis 1977 hatte die Schleuse auch noch Holztore anstelle der heutigen Stahltore. Ende des 19. Jahrhunderts wurde ein künstlicher Schifffahrtskanal mit eigener Schleuse geschaffen. Seitdem wird die Stadtschleuse nur noch von Sportbooten und Fahrgastschiffen genutzt.
Lage: Rathenower Havel km 104,56
Abmessungen Kammer: 71,50 m lang; 8,45 m breit
Die Schleuse wird vor Ort bedient.
Im Stadtgebiet Rathenow gibt es zahlreiche Wehre, die mittels der Stadtschleuse und der Hauptschleuse umfahren werden können.
Nur wenige Meter weiter gibt’s eine schöne Möglichkeit zur Einkehr mit Wasserblick.
Hier geniessen die Gäste regionale Küche, abwechslungsreich nur mit besten, frischen Zutaten zubereitet. In der regelmäßig wechselnden Karte findet sich für jeden Gaumen etwas. Mit dem Motto "Als Fremder kommen - als Freund gehen... und mit allen Sinnen geniessen" ist das Restaurant "Zum alten Hafen" für alle Anlässe eine gute Wahl.
Die Kirchbergbrücke bringt die Stadtbummelnden hinüber zur Altstadtinsel. Von dort grüßt bereits der Turm der restaurierten St.-Marien-Andreas-Kirche. Er belohnt den Aufstieg zur Aussichtsplattform über 260 Stufen mit einem spektakulären Blick aus 51 Metern Höhe ins Havelland.
Um 1160 entstand aus einer Holzkirche die spätromanische kreuzförmige Pfeilerbasilika aus Stein nach einem Vorbild der Jerichower Klosterkirche. Von 1517-62 erfolgte der Umbau zu einer dreischiffigen spätgotischen Hallenkirche. Ende April 1945 geriet die Kirche durch Beschuss in Brand. Die Kirche verlor ihren Turm. Am 22.07.1945 stürzte, während eines Sturmes, der Giebel über dem Triumphbogen ein und vernichtete auch noch das Dach des Chorraumes. Auf Grund baulicher Mängel wurde der Turm im Jahre 1972, bis zur Höhe des Uhrengeschosses abgetragen. Später wurde eine neue Empore eingebaut. Der gotische Altarschrein, dessen Temperamalereien auf den Flügeln von 1360 datiert sind, war einst der Hauptaltar. Die Chorfenster wurden vollständig erneuert. Der Rathenower Künstler Gerhard Henschel hat die biblischen Themen modern umgesetzt. Es entstanden Reflexionen biblischer Gedanken, beeindruckend geformt mit Farben und Licht. Seit dem 17.09.2001 hat die St.-Marien-Andreas-Kirche eine neue Kirchturmspitze. Erst beim zweiten Versuch gelang es der Besatzung des Bundeswehrhubschraubers, den "Kaiserstiel" der Kirchturmspitze genau zu platzieren. Für diese bemerkenswerte Leistung gab es für die Besatzung des Hubschraubers der Bundeswehr von den Rathenowern viel Beifall, Händeschütteln und Schulterklopfen. Wechselnde Ausstellungen im Chorraum können besichtigt werden.
Gegenüber der Kirche versetzt das Küsterhaus von 1575 mit seinem Fachwerk zurück in die Anfänge der Stadt. Auch das Geburtshaus von Johann Duncker ist hier zu finden. Nach diesem Abstecher auf die Altstadtinsel geht es über die Fußgängerbrücke zurück auf die andere Seite des Havelarms und hinein ins Grün des Weinbergs, einem 13 Hektar großen Park- und Waldgebiet. Rechter Hand führt die Weinbergbrücke zum Optikpark.
Der Weg verläuft aber weiter geradeaus und ein paar Meter bergauf, dann ist der imposante Bismarckturm erreicht. Er ist einer von ursprünglich weltweit 240 steinernen Erinnerungsstätten an den einstigen Reichskanzler.
In einer idyllischen Gegend der Stadt Rathenow, dem Weinberg, einst ein beliebtes Ausflugsziel, steht eines der Wahrzeichen Rathenows, der Bismarckturm. Neben dem Weinanbau waren bis zum 2. Weltkrieg Parkanlagen mit vielen Blumenbeeten angelegt worden. Der höchste Punkt des Weinbergs ist der Kiekeberg. Er wurde für den Standort des Bismarckturmes gewählt.
Die Einweihung des im neugotischen Stil errichteten Turmes, fand am 21. Juni 1914 statt. Das weithin sichtbare Bauwerk bildet neben dem Kirchturm das zweite Wahrzeichen der Stadt Rathenow. Seine Höhe beträgt 34 Meter. Im oberen Innenraum war eine Gedenkstube zu Ehren des Altkanzlers Bismarck, eingerichtet worden. Außen befindet sich auf dieser Höhe ein Umgang, der einen weiten Ausblick ins märkische Land bietet. Erreicht wird diese Höhe nach dem Besteigen einer der steinernden Wendeltreppen, die sich in den beiden Seitenpfeilern befinden.
Führungen können über die Tourist-Information Rathenow (03385-514991) angemeldet werden.
Zurück durch den Weinberg kommt wieder die Stadtschleuse in Sicht. Auf dem Platz vor der Schleuse steht unübersehbar das Standbild des Großen Kurfürsten (1620–1688) in der Tracht eines Römischen Feldherren. Es erinnert an die Schlacht von Rathenow, in der 1675 die Brandenburger die schwedischen Truppen besiegten. Nun geht es auf der Berliner Straße mit ihren Wohn- und Geschäftshäusern entlang zum 1958 errichteten Kulturzentrum am Märkischen Platz.
Das Kulturzentrum Rathenow befindet sich im Herzen der Stadt Rathenow. Es beherbergt einen Theatersaal und das Optik-Industrie-Museum Rathenow.
Im Theatersaal finden 450 Besucher Platz. Ausgestattet mit modernster Bühnen-und Lichttechnik, stehen hier verschiedene Angebote für alle Altersgruppen auf dem Veranstaltungsprogramm: klassisches Spiel- und Sprechtheater, Kinder- und Jugendtheater, Musiktheater, Kabarett und Comedy, Musicals und Shows, Kammer- und Sinfoniekonzerte, Puppenspiel und Märchen, Liedernachmittage, Volksmusik. Weiterhin können der "Blaue Saal" sowie zwei angrenzende Clubräume für kleinere Veranstaltungen,Tagungen oder Feiern genutzt werden.
Im Dachgeschoss des Kulturzentrums befindet sich das Optik-Industrie-Museum Rathenow (OIMR). In einer Dauerausstellung wird auf ca. 400 qm die Geschichte der optischen Industrie in Rathenow erlebbar.
Unter den rund eintausend optischen Instrumenten zeigt das Museum übrigens auch den Nachbau der von Duncker erfundenen Vielschleifmaschine für optische Linsen, seine Erfindung mit Patent.
Hier schließt sich der Kreis: Zum Bahnhof führt der schnellste Weg über Berliner Straße und Bahnhofstraße. Alternativ fahren Busse ab Haltestelle Märkischer Platz direkt zum Bahnhof.
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Bahnhof RathenowDunckerplatz 21
14712 Rathenow