Bahnhofsplatz 6
67434 Neustadt
Ein Spaziergang durch Neustadt an der Weinstraße
Ein Stadtrundgang für Kulturliebhaber und Geniesser
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Auf dem historischen Marktplatz herrscht jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag von 7 bis 14 Uhr reges Markttreiben. Neben Backwaren, Blumen, Feinkost und Kaffee werden auf dem Neustadter Wochenmarkt Gemüse, Käse und Honig aus der Region angeboten. Da es dabei recht kommunikativ zugeht – also viel „gebabbelt“ wird –, kann man so auch die Pfälzer Mundart kennenlernen.
Charmante Cafés und Fachwerkbauten wie das Scheffelhaus prägen die Marktplatz-Kulisse ebenso wie das Rathaus und die Stiftskirche, das Wahrzeichen Neustadts. Sie wurde 1383 geweiht und ist die größte gotische Kirche der Pfalz. Seit 1705 ist sie Simultankirche; der evangelische Teil ist durch eine Mauer vom katholischen Teil getrennt. Eine weitere Besonderheit sind die zwei ungleichen Türme. Im Nordturm mit spitzem Helm hängt die „Kaiser-Glocke“, die größte freischwingend läutende Gussstahlglocke der Welt.
Tipp: Auch im Winter lohnt sich ein Besuch, wenn der „Weihnachtsmarkt der Kunigunde“ den Marktplatz in vorweihnachtlichen Glanz hüllt.
Weiter geht es zur hübschen Hintergasse. Haus Nr. 3 beherbergt die vermutlich älteste Weinstube der Stadt aus dem 15 Jahrhundert. Mit seinen restaurierten Fachwerkhäusern und idyllischen Innenhöfen zeigt sich Neustadt hier von seiner pittoresken Seite.
Das Stadtmuseum befindet sich in den Räumen der Villa Böhm und lädt zu einer Entdeckungsreise durch die fast 800-jährige Geschichte von Neustadt an der Weinstraße ein.
Von der Stadtgründung um 1200 bis zum Bau der Stiftskirche, vom Druck der reformierten „Neustadter Bibel” bis zur französischen Besetzung und zum Hambacher Fest, das 1832 auf dem Hambacher Schloss stattfand – die Ausstellung vermittelt anschaulich und interaktiv die bewegte Historie dieser Stadt.
Zurück in die Altstadt führt der Weg durch die malerische Hintergasse, in der im Mittelalter Handwerker lebten und arbeiteten. Im Gerberhaus (Nr. 6) wurde Leder hergestellt.
Mit seinem urigen Gewölbekeller und dem begrünten Innenhof lädt das Restaurant Kunigunde zur Einkehr ein. Serviert werden hausgemachte, traditionelle pfälzische Gerichte, aber auch der Kunigunde-Burger oder Salat „Elwetritsche“. Dazu ein gutes Glas Pfälzer Riesling oder ein naturtrübes Bier aus hauseigener Brauerei – und Prost!
Das Weinlokal ist nach der Kurpfälzerin Kunigunde Kirchner benannt, die Neustadt während des Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688-1697) „gerettet“ haben soll. Als 1689 schon große Teile von Mannheim und Speyer zerstört waren, so will es die Legende, bat die schöne Kunigunde den zuständigen französischen General auf Knien um die Schonung der Stadt – mit nachweislichem Erfolg.
Gut genährt mit Pfälzer Kost und Geschichte(n) wird der Rückweg zum Hauptbahnhof Neustadt angetreten. Auf dessen Vorplatz findet übrigens jeden Herbst das Deutsche Weinlesefest statt, der Höhepunkt der Pfälzer Weinfestsaison.
Wer noch weiter zum Hambacher Schloss möchte, kann am Hauptbahnhof in den Bus 502 steigen. Er fährt im Halbstundentakt.
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Start/Ende
Hauptbahnhof Neustadt (Weinstr.)Bahnhofsplatz 6
67434 Neustadt