Bergstraße
54332 Wasserliesch
Moselblick, Orchideenpracht … und ein geheimnisvolles Römerlager
Eine Wandertour für Naturliebhaber, Kulturliebhaber und Geniesser
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Das Grana-Denkmal erinnert an den kaiserlichen General Otto Heinrich Marchese de Grana (1629-1685), der aus dem norditalienischen Genua stammte. Er schlug am 11. August 1675 in der Schlacht an der Konzer Brücke mit seinem deutschen Heer erfolgreich die französischen Truppen. Das Denkmal mit dem mächtigen Reichsadler und Inschriften oberhalb des Kampffeldes wurde 1892 errichtet.
Nun verläuft der Steig unterhalb markanter Felsen aus Buntsandstein und passiert eine in den Felsen gehauene Höhle. Im Zweiten Weltkrieg suchte hier die Bevölkerung Schutz vor den tödlichen Bomben. Vor einem historischen Steinbruch lädt ein schöner Platz zum Rasten mit Fernblick auf die malerische Silhouette von Trier ein. Schon nimmt ein Wald mit hohen Buchen die Wandernden auf. Hier befindet sich Deutschlands erster ausgewiesener Shinrin-Yoku-Waldbadeplatz – ein Ort, um in die beruhigende Atmosphäre des Waldes einzutauchen und die Natur ganz bewusst mit allen Sinnen wahrzunehmen, wie es die Japaner vormachten.
Auf 338 Metern ist der höchste Punkt des Panoramasteiges erreicht – mit atemberaubender Weitsicht ins Trierer Moseltal und weit nach Luxemburg. Und hier steht eine kleine, weiß getünchte Kapelle.
Das rund 300 Jahre alte Kulturdenkmal ist ein beliebter Marienwallfahrtsort und Endpunkt des Kreuzweges mit 14 Stationen. Der Ursprung der Kapelle soll auf einen Einsiedler zurückgehen.
Weiter geht es auf dem Hochplateau zum Naturschutzgebiet „Perfeist“ mit seinen Orchideen. Im Frühling und Sommer zeigen Orchideen auf den weiten Wiesen ihre zarten Blüten im schönsten Farbenrausch – Momente zum stillen Genießen, tief Durchatmen und Runterkommen.
Auf einem Plateau des Liescher Bergs, der zur Gemeinde Wasserliesch gehört, wurde 1986 das Naturschutzgebiet „Perfeist“ ausgewiesen. Denn das rund 22 Hektar große Areal ist ein wichtiger Lebensraum für selten gewordene und geschützte Tier- und Pflanzenarten. So wachsen hier Orchideen in 28 Arten wie zum Beispiel Knabenkräuter, Bocksriemenzunge, Türkenbund und Gelber Enzian – eines der bedeutendsten Orchideenvorkommen Deutschlands. Auf einem gekennzeichneten Weg können sich Wandernde das ansonsten nicht zugängliche Naturschutzgebiet mit den Orchideenwiesen erschließen.
Nach diesem Naturschauspiel führt die Route noch ein gutes Stück über das Hochplateau, bis plötzlich mystische Mauerreste neugierig machen …
Vermutlich errichteten Römer zum Ende des 3. Jahrhunderts nach Christi auf dem Hochplateau des Liescher Berges eine Befestigungsanlage. Im Jahre 1853 wurden Mauerreste eines Gebäudes freigelegt und bei Grabungen römische Dachziegel und grautonige Scherben entdeckt. Die als „Altes Lager“ bezeichnete Anlage wurde offenbar als Schutzposten oder zur Kontrolle genutzt. Die wenigen Gegenstände, die bei den Grabungen gefunden wurden, deuten darauf hin, dass das Lager nicht lange besiedelt wurde. Heute noch sind die Umrisse des Lagers zu erkennen.
Die nächsten Kilometer geht es im schönsten Auf und Ab in mehreren Schleifen durch den Wald. Wo er endet, eröffnen sich tolle Sichten auf den kleinen Weinort Fellerich. Bei Kilometer elf befindet sich mitten im Weinberg, rund 150 Meter abseits vom Weg, die Raststation „Elli’s und Rosi’s Kleine Jause“. Hier gibt es Snacks, leckere Weine und eine traumhafte Aussicht auf die Weinberge rund um Fellerich. Der Weg führt auf einem kurzen Stück weiter durch die Weinberge und schlängelt sich dann durch den Wald und das Albachtal. Wir folgen dem Rauschen des Baches hinunter ins Tal, passieren eine Pumpstation, die Alte Mühle und erreichen schließlich das Waldhotel Albachmühle mit den „Albacher Stuben“. Wer mag, kann sich hier für die letzte Etappe stärken.
Das in dritter Generation familiengeführte Haus lädt zum Urlauben und aktiven Erholen im Landschaftsschutzgebiet Albachtal ein. Für die Gäste stehen 32 Zimmer – vom Einzel- bis zum Familienzimmer – zur Verfügung. Zum Service gehören Fön, TV, Pflegeprodukte, elektronische Gästemappe mit vielen Informationen, WLAN in den Zimmern sowie ein Getränkeautomat im Haus.
Im Restaurant Albacher Stuben werden Gerichte mit Fleisch und Fisch sowie vegetarische und vegane Speisen gereicht. Es gibt eine Kinderkarte, Desserts sowie saisonale Angebote. Die Produkte kommen überwiegend aus der Region.
Mit neuer Wanderlust wird der letzte Abschnitt in Angriff genommen: An einstigen Steinbrüchen vorbei geht es steil hinauf zum Aussichtspunkt Römerstraße. Er bietet einen letzten zauberhaften Blick über den kleinen Ort Wasserliesch und den Zusammenfluss von Mosel und Saar bis nach Konz. Jetzt heißt es Abschied nehmen. Die tief eingeschnittene Schlangengracht, ein alter Weg der Steinhauer, führt direkt zum Bahnhof.
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Start/Ende
Bahnhof WasserlieschBergstraße
54332 Wasserliesch