Bahnhofstr. 46a
23972 Dorf Mecklenburg
Das Dorf Mecklenburg bietet spannende Geschichte – auch zum Anfassen
Ein Stadtrundgang für Familien und Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Die Dorfkirche wurde im 14.Jahrhundert erbaut. Es handelt sich um einen schlichten frühgotischen Backsteinbau mit quadratischem Turm. Dieser trägt einen romanischen Rautenhelm, welcher einmalig in Mecklenburg ist. Das Schiff hat eine Länge über drei Joche. Der Chor ist polygonal abgeschlossen. Im 17. und 19. Jahrhundert erfolgten mehrere bauliche Veränderungen, unter anderem die Umgestaltung der Luchten zu spitzbogigen Fenstern.Die Innenausstattung der Kirche zählt zu den wichtigsten Zeugnissen sakraler Baukunst in Mecklenburg. Sie wurde vom Mecklenburg-Schweriner Herzoghaus 17. Jahrhundert gestiftet.Südlich der Kirche lag die "Miklingburg" oder "Michelenburg", welche 995 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Heute befindet sich an ihrer Stelle der Friedhof.
Gleich daneben steht ein wahrer Hingucker: die reetgedeckte Pfarrscheune im Fachwerkstil, die bereits 1702 errichtet wurde.
Die Scheune ist das älteste profane Gebäude in Dorf Mecklenburg und bildet mit Kirche, Pfarrhaus und Pfarrwitwenhaus den historischen Dorfkern. Gemeinde und Kirchgemeinde wollen sie erhalten. Sie soll zu einem Veranstaltungs- und Begegnungsgebäude umgebaut werden.
Laufen Sie weiter auf der Pflasterstraße Am Burgwall, vorbei an schmucken Eigenheimen, die zum Teil auch Feriengästen ein schönes Quartier bieten, hoch zur einstigen Burg. Auf dem Hügel finden Sie auch den Findling, der auf den Standort der Burg Mecklenburg hinweist.
Die Mecklenburg (im Mittelalter Michilin-/Michelin-/Mikelinburg = „große Burg“), war der ursprüngliche Hauptsitz der von dem Fürsten Niklot und seinem Sohn Pribislaw abstammenden Fürsten und Herzöge von Mecklenburg und lag auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Dorf Mecklenburg südlich von Wismar. Von der nicht erhaltenen Burg zeugt heute noch ein Erdwall. Der erste Slawische Burgwall im Bereich der Mecklenburg wurde archäologischen Ausgrabungen zufolge in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts auf der Spitze einer Halbinsel errichtet. 1870 legte man den Friedhof des Dorfes in den noch deutlich erkennbaren, bis zu sieben Metern hohen Burgwall an. An die Burg erinnert heute der Straßenname Am Burgwall.
Auf gleichem Weg geht es nun zurück zur Bahnhofstraße, der Sie zur nächsten Station folgen: dem Kreisagrarmuseum. Das sind knapp 1,5 Kilometer Fußweg über die Schweriner Straße/B106 hinweg und rein in den Rambower Weg. Das Museum ist aber viel mehr als eine Ausstellung alter Dinge. Hier können sich Gruppen, auch Familien zu Mitmachangeboten anmelden: „Hüt i Waschdag“ – Wie wurde früher gewaschen? Wie kam die Kartoffel zu uns und wieso war sie eine Zierpflanze? Wie wird aus Milch Butter und aus Getreide Brot? Bei den unterhaltsamen Kursen lernt man nicht nur eine Menge, sie machen auch riesigen Spaß! Wer mag, kann hier auch verschiedene Führungen buchen, die auf der Webseite des Museums angeboten werden – ob nun zu landwirtschaftlichen Themen oder zur Geschichte Mecklenburgs.
Das Museum ist in Dorf Mecklenburg zu finden. Hier stand einst die slawische Burg, die dem Ort und schließlich dem Land den Namen gab. Großtechnik ist in der großzügigen Freiluftausstellung zu sehen. In der Museumshalle befinden sich eine ständige Ausstellung und Sonderausstellungen, ein Servicebereich und Sanitärräume. Ein Rundgang führt den Gast durch die Regionalgeschichte von 1820 (Aufhebung der Leibeigenschaft im Herzogtum Mecklenburg) bis in die jüngste Vergangenheit.
Haben Sie nach der Besichtigung Hunger bekommen? Kein Problem: Gleich neben dem Museum erwartet das Restaurant „Steaks & More“ seine Gäste. Oder aber, Sie gedulden sich noch gute zehn Minuten und laufen auf dem straßenbegleitenden Fuß- und Radweg der Schweriner Straße hoch zur Mühle. Schon von Weitem können Sie die Holländerwindmühle auf dem 43 Meter hohen Rugenberg sehen. Einst wurden hier jeden Tag drei Tonnen Getreide zu Mehl gemahlen und in der angeschlossenen Bäckerei zu Brot verarbeitet. Die Bewohner von 16 umliegenden Dörfern erhielten so ihr täglich Brot. Heute ist die sehenswerte Mühle Mittelpunkt einer Hotelanlage mit Restaurant.
Die Windmühle aus dem Jahr 1849 ist ihrer Bauform nach eine Erdholländermühle mit einem Backsteinunterbau, sie ist mit Reet gedeckt. Die Windkraftanlage ist erhalten, das Innere wird heute als gastronomische Einrichtung mit einem Angebot landestypischer Speisen genutzt. Im Restaurant stehen 50 Plätze zur Verfügung, in der Bauernstube 60 und in der Bar 40. Es gibt einen Fahrradverleih im Haus, Sauna, Whirlpool, Solarium und einen Fitnessraum.
Bestens gestärkt geht es nun wieder zum Zug. Von der Mühle zum Bahnhof ist es nur ein Kilometer Weg, der Sie mitten durch den Ort führt: Laufen Sie auf der Karl-Marx-Straße, vorbei am Dorfteich, und der Straße Am Wehberg auf die Bahnhofstraße – das letzte Stückchen kennen Sie ja schon. Und nun wissen Sie auch, wo Mecklenburgs Wiege stand.
Die Karte ist visuell optimiert und nicht barrierefrei. Als barrierefreie Alternative für alle Inhalte nutzen Sie die textbasierte Ansicht
Start/Ende
BahnhofBahnhofstr. 46a
23972 Dorf Mecklenburg