Bahnhofstr. 17
01855 Sebnitz
Weite Blicke und besondere Bauten auf dem Panoramaweg
Eine Wandertour für Naturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Umgebindehäuser verbinden die Blockbau-, Fachwerk- und Massivbauweise miteinander. Sie sind heute vor allem von Niederschlesien über die Oberlausitz und Nordböhmen bis ins Elbsandsteingebirge zu finden. Charakteristisch für ein Umgebindehaus ist, dass das Erdgeschoss baulich von dem darüberliegenden Geschoss oder Dach getrennt ist. Ein Stützgerüst aus Holzständern, genannt Umgebindejochen, läuft um das Haus herum und zeigt außen meist die typischen Rundbögen. Darin eingebaut ist die Blockstube. Gibt es ein Obergeschoss, so lastet es statisch unabhängig auf den Umgebindejochen.
In diesem Gebäudetyp zeigt sich die Vereinigung kulturell unterschiedlicher Bautraditionen in dieser Grenzregion. Die Slawen hatten in ihrem regionalen Klima die Blockhausbauweise entwickelt. Die deutschen Siedler brachten aus Franken und Thüringen das holzsparende Fachwerk mit, das auch mehrstöckige Gebäude ermöglichte. Beide Prinzipien wurden kombiniert und bis zum Ende des 18. Jahrhunderts entstanden die stabilen und schönen Umgebindehäuser.
Weiter geht es auf dem Albrecht-Kunze-Weg. Sie folgen der Markierung mit dem gelben Strich.
Nach etwa einem Kilometer endet der Asphalt und der Alfred-Kunze-Weg biegt nach rechts ab. Der Markierung weiter folgend wandern Sie auf dem Ottendorfer Weg, bis Sie an seinem Ende den Panoramaweg erreichen.
Der Panoramaweg ist mit einem gelben Punkt gekennzeichnet und wird Sie mit kurzen Abstechern bis an Ihr Ziel bringen.
Sie wenden sich hier nach rechts. Auf den nächsten vier Kilometern wandern Sie bergauf in den Wald hinein und später wieder bergab durch die offene Flur der Hochfläche.
An den Waldrändern haben Sie eine schöne Weitsicht und im Wald können Sie nach dem Anstieg am Rastplatz neben der Forsthütte verschnaufen.
Sie durchqueren Lichtenhain und passieren dabei auch die nicht unbedeutende Kirche des Dorfs, danach am westlichen Ortsausgang den Friedhof. Von hier geht es noch einmal sanft bergan zum Pfarrberg.
Der Pfarrberg ist 385 Meter hoch und bietet eine fantastische Rundumsicht. Er ist westlich des Örtchens Lichtenhain gelegen und sein Name leitet sich von dessen Ortsgeschichte ab. Das Dorf hatte schon im Jahr 1500 eine Pfarrkirche, der sogar die Bad Schandauer St.-Johannis-Kirche als Filialkirche zugeordnet war.
Nun geht es zurück zum Friedhof und auf dem Panoramaweg nach Mittelndorf.
Haben Sie inzwischen Hunger? Dann haben Sie in Mittelndorf die Gelegenheit, in der Gaststätte am Weinberg einzukehren, die Ihnen regionale Köstlichkeiten serviert und auch Obstler, Liköre und Bier aus eigener Herstellung anbietet. (Schandauer Straße 7, 01855 Mittelndorf, Tel. 035022 42810)
Von Mittelndorf ist es nicht weit bis Altendorf, das auch Station des Malerwegs ist. Westlich vom Dorf erwandern Sie sich Ihren zweiten „Höhepunkt“, den Adamsberg.
Der Adamsberg ist Teil der Lausitzer Verwerfung, der Grenzlinie zwischen dem Granit der Oberlausitz und dem kreidigen Elbsandstein Nordböhmens. Der etwa 410 Meter hohe Berg besteht vorwiegend aus Vulkangestein. Er gilt als einer der schönsten Aussichtspunkte in der Sächsischen Schweiz und war schon im 19. Jahrhundert Anziehungspunkt für die Kurgäste aus Bad Schandau. Bei guter Sicht geht der Blick bis ins Erzgebirge. Auch die Affensteine und die Festung Königsstein sind von hier aus gut zu sehen.
Die letzte Wanderetappe führt durch Felder und hinab ins Goldgrundtal.
Hier soll früher Gold gefunden worden sein – wenn auch nur in kleinsten Mengen. Mit seinem Bächlein und einer malerischen kleinen Brücke ist das Tal eine willkommene Abwechslung zur Weite der Hochfläche.
Sie wandern weiter nach Bad Schandau. Bevor Sie zum Elbkai hinabsteigen, erreichen Sie oberhalb des Orts die Burgruine Schomberg auf dem Schandauer Schlossberg
Die Burgwarte Schomberg spielte im 14. und 15. Jahrhundert eine wichtige Rolle beim Schutz der aus der Lausitz kommenden Hohen Straße und half, den Handelsplatz Schandau zu sichern. In Schandau wurde vor allem Salz, Getreide und Holz verschifft. Nachdem die Burg über Jahrhunderte verfallen war, wurde 1883 dem Zeitgeist entsprechend ein kleiner Turm in Teilen wiederaufgebaut. Künstliche Ruinen galten als romantisch und zogen auch damals schon Touristen an.
Eine ganz handfeste historische Verbindung zur ursprünglichen Burg hat die künstliche Ruine: Sie wurde aus deren alten Steinen gebaut.
Nun führt der Weg bergab nach Bad Schandau und hinunter zum Elbkai, wo Sie mit einer Fähre zum Bahnhof am Südufer übersetzen.
Wenn Sie vor Ihrer Rückfahrt noch einmal die Eindrücke bei einem Abendessen Revue passieren lassen wollen, haben Sie in Bad Schandau viele Möglichkeiten. Frische und abwechslungsreiche Hausmannskost etwa bekommen Sie im Restaurant "Zum Franz" direkt am Marktplatz 10. (Tel. 035022 / 51 94 99)
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