Bahnhofstr. 1
01829 Stadt Wehlen
Wanderung am Tor zum Elbsandsteingebirge
Eine Wandertour für Familien, Naturliebhaber und Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
So manches prunkvolle Bauwerk in Dresden und Umgebung geht auf den baufreudigen absolutistischen Kurfürsten August den Starken zurück. Und auch den Steinernen Tisch ließ er errichten – für einen einmaligen Anlass. Wo heute jeden Tag Ausflügler rasten, nahm er 1710 mit seiner Jagdgesellschaft ein kurfürstliches Essen ein. Davon profitieren die wanderlustigen Gäste des Elbsandsteingebirges auch 300 Jahre später noch.
Sind Sie bereit für den meistbesuchten Anziehungspunkt in der Sächsischen Schweiz? Es ist nicht mehr weit.
Folgen Sie dem Fremdenweg für etwa einen Kilometer und Sie erreichen die berühmte Basteibrücke.
Die wohl bekannteste Brücke Deutschlands in der als Bastei bezeichneten Felsformation ragt knapp 200 Meter senkrecht über der Elbe auf. Früher war das zerklüftete Felsriff mit einer Holzbrücke zugänglich. Im Jahr 1851 wurde die steinerne Brücke gebaut. Von der Brücke und den umliegenden Aussichten schweift der Panoramablick durch die Landschaft, tief ins Elbtal und über das Elbsandsteingebirge.
Hinter der Basteibrücke erreichen Sie in wenigen Schritten auch schon Ihr nächstes Ziel: die Felsenburg Neurathen.
Die größte Felsenburg der Sächsisch-Böhmischen Schweiz und eine der ältesten Wehranlagen der Gegend wurde 1289 erstmals urkundlich erwähnt und war ab Mitte des 15. Jahrhunderts endgültig im Besitz der sächsischen Kurfürsten. Wie die meisten Felsenburgen im Elbsandsteingebirge war sie größtenteils aus Holz gebaut.
In den 1980er Jahren wurde das große Areal der ehemaligen Burg zum Freilichtmuseum. Dort sind heute Spuren der Burg, ihrer Behausungen und Verteidigungsanlagen zu sehen. Auf einem Rundgang sind Aufleger für die Holzbalken, die Zisterne und manche aus dem Fels gehauene Räume und Durchgänge zu entdecken, zudem Steinkugeln mittelalterlicher Katapulte und eine für das Freilichtmuseum rekonstruierte Steinschleuder. Ausgrabungen haben Keramik und andere Funde zu Tage gefördert.
Nach der Besichtigung der Felsenburg steigen Sie den Basteiweg mit seinen Stufen hinab in den Amselgrund und folgen dem Grünbach linksherum zum Amselsee.
Der etwa 540 Meter lange und bis zu vier Meter tiefe See ist in den 1930er-Jahren entstanden. Eine rund fünf Meter hohe Talsperre staut hier den Grünbach. Die ihn umgebenden Kletterfelsen bieten eine zauberhafte Kulisse für eine kleine Bootsfahrt.
Folgen Sie zum Abschluss dem Grünbach zurück durch den Amselgrund und am Mühlteich vorbei in den Kurort Rathen. Wenn Sie mögen, dann kehren Sie doch in eines der zahlreichen Restaurants des Kurorts ein.
Ihre Tour endet, wie sie begonnen hat. Sie setzen mit der Gierseilfähre über zum Bahnhof auf der linken Elbseite.
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