Bahnhofstraße
39104 Magdeburg
Eine Kanutour für Familien, Naturliebhaber und Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Bootsverleih: Die Einsatzstelle für Kanus auf der Elbe in Magdeburg liegt am Bootshaus „Schweizer Haus“ auf der Elbinsel. Biber-Kanutouristik hat 1er und 2er Kajaks sowie 3er und 4er Kanadier im Verleih, die jeweils für 3 oder 8 Stunden, für ein Wochenende oder eine Woche ausgeliehen werden können. Das Schlauchboot für 12 Personen wird tageweise vermietet.
Biber-Kanutouristik bietet geführte Touren in und um Magdeburg an wie z. B. die Stadttour oder die Moonlight-Tour. Besondere Erlebnisse sind das Befahren der Niedrigwasserschleuse im neuen Hansehafen, ein Erkunden der Biberspuren am Mönchsgraben im Naturschutzgebiet oder ein Ausflug zur größten Kanalbrücke Europas in Hohenwarthe. Biber-Kanutouristik bietet keinen Personentransfer an, ist aber behilflich bei der Organisation der Rückreise.
SUP: Beim SUP-Verleih können Supboards ausgeliehen werden. Wer Stand-Up-Paddeln erst einmal ausprobieren möchte, kann einen Einsteigerkurs auf der Alten Elbe buchen, der auch mit einer City-Tour verknüpft werden kann. Als besondere Übung für das Gleichgewicht bietet Yoga auf dem Paddelbrett. Geführte Touren über die Stromschnellen am Domfelsen sind ebenfalls Teil des SUP-Angebots.
Ihre Altstadttour startet in der Nähe des Wasserfalls am über 100 Jahre alten „Schweizer Haus“ auf der Elbinsel. Von dort paddeln Sie ein kurzes Stück die alte Elbe hinauf bis zur Südspitze der Insel. Hier treffen Sie auf die Elbe, die Sie mit ihrer Strömung mitnimmt zwischen Elbinsel und Altstadt. Nach nicht einmal einem Kilometer sehen Sie linker Hand unter großen Bäumen den beliebten Biergarten des Mückenwirts. Vor der Sternbrücke genießen Sie die grünen Ufer zu beiden Seiten der Elbe. Sie fahren unter der Sternbrücke hindurch und sehen rechts den Elbeseitenradschleppdampfer „Württemberg“ von 1909, der heute auf dem Trockenen liegt und ein Museum ist. Gleich dahinter erhebt sich die Stadthalle Magdeburg. Nun geht es durch die Hubbrücke hindurch direkt auf das Wahrzeichen der Stadt zu – den Magdeburger Dom. Eine Besichtigung können Sie gern für die Rücktour zu Fuß einplanen.
Der Magdeburger Dom gehört zu den größten und ältesten Kirchenbauten Deutschlands. Seine Ursprünge gehen zurück auf das Jahr 937. Otto I. stiftete ein Kloster zu Ehren des Heiligen Mauritius und ließ dessen Kirche 968 zur Kathedrale erheben – sie war damit Sitz eines kirchlichen Erzbischofs. Für die Ausstattung ließ Otto I. antike Kostbarkeiten aus Italien herbeischaffen, darunter Säulen aus Kaiserporphyr, Marmor und Granit. Nach seinem Tod im Jahr 973 wurde Kaiser Otto I. im Dom in einem Steinsarkophag beigesetzt.
Nach einem Stadtbrand im Jahr 1207 ließ Erzbischof Albrecht II. für seine Gemeinde einen modernen Neubau errichten, einen gotischen Kathedralbau, der erst 1362 geweiht wurde. Die bis zu 104 Meter hohen Westtürme konnten sogar erst 1520 vollendet worden.
Bis heute sind originale Ausstattungsstücke des Doms aus nahezu allen Kunstepochen erhalten: Reste aus der ottonischen Zeit, die originale Grablege Kaiser Ottos I. und seiner ersten Gemahlin Editha, romanische Bronzegrabplatten, frühgotische Sandsteinskulpturen – wie die berühmten Portalfiguren der klugen und törichten Jungfrauen –, das Chorgestühl aus dem 14. Jahrhundert, Renaissancebilder und Werke des 20. Jahrhunderts, wie das Anti-Kriegs-Denkmal Ernst Barlachs.
Am Dom vorbei passieren Sie das Ensemble des ehemaligen Klosters Unser lieben Frauen.
Das Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen verbindet eindrucksvoll zeitgenössische Kunst und mittelalterliche Architektur. Es liegt in einer Klosteranlage aus dem 11. bis 13. Jahrhundert, die zur „Straße der Romanik“ gehört.
Auf fünf Etagen wird eine große Auswahl internationaler Kunst nach 1960 präsentiert, hinzu kommen historische Skulpturen von der Antike bis ins 20. Jahrhundert sowie wechselnde Ausstellungen internationaler Gegenwartskunst.
Der bis heute im Kern erhaltene Gebäudekomplex entstand größtenteils in der Epoche der Romanik um 1063/64 und wurde ab 1129 fertiggestellt. Der Magdeburger Erzbischof Norbert von Xanten überschrieb das Kloster Unser Lieben Frauen dem von ihm gegründeten Orden der Prämonstratenser, dessen Mitglieder die Räume bis 1632 bewohnten. Die romanische Marienkirche des Klosters wurde im 13. Jahrhundert frühgotisch eingewölbt. Bis heute faszinieren die markante Turmgruppe, der Kreuzgang mit Tonsur, die Tonnengewölbe im Nordflügel, die Kapitelle im Kreuzgang und weitere architektonische Besonderheiten.
Wieder geht es unter einer Brücke hindurch, über die Sie bei der Anreise mit der Tram gefahren sind. Gleich dahinter ragen linker Hand noch einmal Kirchtürme auf. Sie gehören zur St.-Johanniskirche, die seit 1999 als Festsaal und Konzerthalle genutzt wird. Nach diesen imposanten Bauten entdecken Sie den kleinen Holzbau der Schiffmühle am Petriförder. Es ist der funktionsfähige Nachbau einer Schiffmühle aus dem Jahre 1874, wie es sie früher nicht wenige auf der Elbe in Magdeburg gab. Vorbei am Strandbad und einem Platz für Wohnmobile unterqueren Sie noch die doppelte Jerusalembrücke und die Herrenkrug-Eisenbahnbrücke und erreichen schließlich die Einfahrt zum Wissenschaftshafen mit der kleinen Hubbrücke. Halten Sie sich hier links und paddeln Sie bis zum Anfang des Hafens. Werfen Sie noch einen Blick auf den historischen Kettendampfer „Gustav Zeuner“ und die Hafenanlagen, bevor Sie am Steg von Biber-Kanutouristik in Höhe der Denkfabrik, die in einem sanierten Getreidespeicher nun innovativen Unternehmen Raum bietet, anlegen.
Noch nicht genug vom Wasser? Dann laufen Sie auf dem Rückweg einfach den Uferweg entlang. Er führt Sie elbaufwärts vorbei an der Rückseite des Max-Planck-Instituts und unter der Jerusalembrücke hindurch bis zur historischen Schiffmühle am Petriförder. Sie überqueren die Straße Schleinufer und wenden sich an der Magdalenenkapelle links, um durch die Grünanlage zur Johanniskirche zu spazieren. Entlang der Ernst-Reuter-Allee gelangen Sie auf dem kürzesten Weg zum Hauptbahnhof. Und wenn Sie noch etwas Zeit haben, bis der Zug fährt, dann laufen Sie weiter das Schleinufer entlang und hoch zu Kloster und Dom.
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