Dollahner Str.
18609 Binz
Eine Wandertour für Familien, Naturliebhaber und Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Die erste Binzer Seebrücke entstand 1902 als 560 Meter langes Bauwerk. 1905 bereits wurde die Brücke bei einem Sturmhochwasser zerstört. Nach dem Wiederaufbau der Seebrücke erhielt sie den Namen Prinz-Heinrich-Brücke. Am 28. Juli 1912 brach unter der Last der zahlreichen Besucher beim Anlegen eines Dampfers ein Balkon und riss 50 Menschen in das Wasser, 17 Menschen kamen dabei ums Leben. Im Winter 1942 wurde die verwitterte Brücke durch Eisgang, Wind und Wellen zerstört. Im Winter 1942 wurde die verwitterte Brücke durch Eisgang, Wind und Wellen zerstört.
Im Jahr 1994 wurde eine neue, 370 Meter lange Seebrücke errichtet und eingeweiht. Von der Binzer Seebrücke aus sind Schiffsfahrten entlang der Kreideküste möglich, die einen einzigartigen Blick auf Rügens Wahrzeichen ermöglichen. Je nach Jahreszeit variieren die Abfahrtszeiten und die Häufigkeit der Schiffsfahrten. Sehr empfehlenswert ist eine Schiffsfahrt in den Vormittagsstunden entlang der Kreideküste. Circa 2,5 Stunden dauert die Fahrt von der Binzer Seebrücke aus.
Weiter geht es auf der Strandpromenade in Richtung Fischerstrand. Am Ende der Promenade führt eine steile Treppe das Hochufer hinauf. Sie können aber noch ein paar Minuten weiter am Strand entlang laufen und erreichen den Hochuferweg dann durch die verwunschene Teufelsschlucht. An ihrem Ende lädt ein überdachter Rastplatz zu einer kleinen Pause ein.
Folgen Sie dem Wanderweg Richtung Sellin bis zur Wegkreuzung an der Kreuzeiche. Dem Wegweiser zum Jagdschloss Granitz folgend kommen Sie am Grab des Finnischen Kriegers von 1806 vorbei, aus der Zeit der napoleonischen Kriege, das bis heute gepflegt wird.
Wiederum dem Wegweiser nach gelangen Sie auf die Zufahrt, die steil hinauf zum Jagdschloss Granitz führt.
Wie ein Wahrzeichen krönt das Jagdschloss Granitz den Tempelberg inmitten des 1.000 Hektar großen Waldgebiets auf der Ostseeinsel Rügen. Wo 1726 bereits ein kleines Jagdhaus der Fürsten zu Putbus stand, ließ sich Wilhelm Malte I. zwischen 1837 und 1846 ein großes Jagdschloss errichten. Die fünf zinnenbekrönten Türme verleihen dem Gebäude den Charakter einer mittelalterlichen Burg. Sein Markenzeichen – den 38 Meter hohen Mittelturm – erhielt das Schloss aber erst durch den preußischen Staats-und Stararchitekten Karl Friedrich Schinkel, der eine Idee des preußischen Kronprinzen Wilhelm umsetzte.
Der Schlossturm beherbergt eine architektonische Besonderheit, deren Begehung einer Mutprobe gleichkommt: Eine gusseiserne Treppe mit 154 durchbrochen gearbeiteten Stufen windet sich an den Mauern empor. Der Nervenkitzel beim Erklimmen dieses Aufgangs wird mit einem der schönsten Panoramablicke Rügens belohnt.
Entspannter, aber nicht weniger interessant geht es in den eleganten Salons der Fürstenfamilie zu. Dass bereits Wilhelm Malte von einem „Luxusbau“ sprach, findet sich in den umfassend restaurierten und wertvoll ausgestatteten Räumen bestätigt. Schon im 19. Jahrhundert, als der Bäderund Ausflugstourismus begann, zog das Schloss zahlreiche Besucher in seinen Bann. Heute präsentiert eine moderne Ausstellung gleichermaßen informativ und unterhaltsam die Geschichte des Hauses sowie der Putbuser Fürstenfamilie.
Auf der Wanderung auf den Spuren der Vergangenheit lassen sich spannende Geschichten von der Jagd entdecken und mit zahlreichen Jagdtrophäen wird an den Glanz früherer Zeiten erinnert. Im Speisezimmer erinnert die lange Festtafel heute an reiche Bankette, die einst häufig von Fürst Wilhelm und seiner Gemahlin Wanda Marie ausgerichtet wurden. Mit schmackhaften Speisen und erfrischenden Getränken warten nach dem Museumsbesuch das Wirtshaus im Kellergewölbe und der Waldbiergarten auf.
Nach der Besichtigung des Jagdschlosses ergänzt ein Besuch im gegenüberliegenden Granitzhaus den Einblick in Geschichte und Besonderheiten der Region.
Das Granitzhaus auf der Insel Rügen ist ein ehemaliges Forst- und Gasthaus von 1901, welches heute das Informationszentrum für das Biosphärenreservat Südost-Rügen beherbergt. Es steht direkt gegenüber dem Jagdschloss Granitz nahe Binz. 1726 ließ der damalige Fürst zu Putbus Moritz Ulrich I. ein Jagdhaus auf dem freien Platz vor dem heutigen Granitzhaus errichten. Dieses bestand aus einem Haupthaus und zwei seitlichen Pavillons. Vier geweihte Hirschköpfe an der Vorderfront des Haupthauses wiesen auf den Zweck des Gebäudes hin: die Jagd. Im Haupthaus nahm die fürstliche Jagdgesellschaft während der Jagdzeit jeweils Quartier.Die aktuelle Ausstellung im Granitzhaus ist interaktiv gestaltet, sie macht neugierig und regt zum Nachdenken an. Die Besucherinnen und Besucher erwartet u. a. eine „Schatzkammer“ mit ganz besonderen Schätzen aus der Region. Daneben gibt es eine Animation zur nacheiszeitlichen Entwicklung der Region auf einem 3-d-Modell, die auch die Siedlungsgeschichte Südost-Rügens sowie die Entwicklung der Ostsee anschaulich darstellt.Der Eintritt in die Ausstellung ist Kostenfrei.
Zurück zur Seebrücke in Binz bringt Sie von Mai bis September der „Jagdschloss-Express“. Laufen Sie über die Hauptstraße, über die Jasmunder Straße in die Schmachterseestraße und folgen Sie rechts der Promenade am Schmachter See. An der Wegkreuzung auf Höhe der Tankstelle rechts die Promenade verlassen, die Proraer Straße queren, nach links wenden und gleich wieder rechts auf den Fußweg zur Dollahner Straße. Wieder links kommen Sie zum Bahnhofseingang.
Außerhalb der Saison erfolgt der Rückweg zu Fuß: Nehmen Sie die Zufahrt zum Jagdschloss auf der anderen Seite des „Berges“ hinunter zur Granitzer Straße, biegen Sie rechts in den Eichenweg, der in einen Wanderweg übergeht, der zunächst steil bergauf und wieder hinab führt. Von dort aus rechts auf den Fußweg neben der Straße Klünderberg, links in die Putbuser Straße, die Bahnhofstraße überqueren und links in die Schmachterseestraße biegen. So kommen Sie ebenfalls über die Promenade zurück zum Bahnhof.
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