Der Brandenburgische Markgraf erhob Potzlow 1288 zur Stadt, im Jahre 1305 bekam sie die Marktgerechtigkeit. So erhielt der Ort auch eine große Kirche, die zugleich als Wehranlage gebaut wurde, ein Straßennetz und einen Marktplatz mit Roland. Solche Rolandstatuen symbolisierten im Mittelalter die städtische Eigenständigkeit, eigene Gerichtsbarkeit und das Recht, Märkte abzuhalten. Der Sage nach soll die steinerne Figur jedoch von Neidern aus dem nahen Prenzlau gestohlen worden sein. Aus Geldmangel reichte es dann wohl nur noch für einen neuen Roland aus Eichenholz. Doch im Laufe der Jahre faulte die Figur, stürzte um und wurde vergessen. Der heutige hölzerne Roland ist eine rund zwei Meter hohe Nachbildung, die 1991 an historischem Platz aufgestellt wurde. Die Reste der ursprünglichen Rolandfigur werden geschützt im Kirchturm aufbewahrt. Die Sagen um den hölzernen Roland machte Potzlow über seine Grenzen hinaus bekannt.