Am Bahnhof
04924 Bad Liebenwerda
Radtour zu Elbe und Elster
Eine Radtour für Familien, Kulturliebhaber und Entdecker
Entspannt anreisen und Leihräder bei den Vermietern vor Ort nutzen. Die Kapazitäten für die Fahrradmitnahme in den Züge sind begrenzt und eine Mitnahme des eigenen Rads kann je nach Auslastung nicht garantiert werden.
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Kaspers Herkunft wird hier geklärt: Tanzte er als Narr dem Teufel des Mittelalters auf der Nase herum oder kroch er aus einem Ei? In vier Kapiteln blättert das Museum die Kaspergeschichte auf und lädt zum Ausprobieren und Mitmachen ein. Ergänzt werden die Ausstellungskapitel durch Film- und Hörstationen, die die Ausstellungsinhalte vertiefen und weiterführen. Originale Marionetten, historische Bühnen, asiatische Ahnenfiguren und lebensgroße Haudegen erzählen vom Spiel auf dem Jahrmarkt, im Kinder zimmer und auf großenTheaterbühnen. Besonders faszinieren: Ein 1,50 großer sizilianischer "Pupo" und Kasperfiguren aus Ost- und Mitteleuropa. Ein Museum, das Kulturgeschichte greifbar macht - mit Witz, Tiefe und Spiel-Faszination.
Folgen Sie der Hauptstraße zum Marktplatz, dem ältesten Platz des Ortes mit ins Pflaster eingelassenem Richtkreuz und Rathaus von 1800, drum herum Bäckereien und Cafés. Im Haus des Gastes ist die Tourist Information untergebracht, wo man Ihnen gern Fahrräder oder E-Bikes verleiht. Um sicherzugehen, dass ausreichend Räder vorrätig sind, melden Sie sich am besten vorab telefonisch an.
Rauf auf den Sattel und los! Ob Tourenrad oder E-Bike, an der Tourist Information können sich Gäste ein passendes Fahrrad ausleihen. Neben normalen Tourenrädern stehen auch zehn E-Bikes für Erwachsene sowie zwei Mountain-E-Bikes für Jugendliche zur Ausleihe bereit. Auch Kindersitze und ein Fahrradanhänger können gemietet werden.
Die Region um Bad Liebenwerda ist mit einem sehr guten Radwegenetz ausgestattet. So kann zum Beispiel auf dem Elster-Radweg der gleichnamige Fluss erkundet werden. Die 250 Kilometer lange ”Kohle-Wind & Wasser-Tour“ nimmt die Radfahrer mit auf eine Reise durch die Natur- und Industriegeschichte im Elbe-Elster-Gebiet. Insbesondere das Thema Energiegewinnung wird auf dieser Tour erfahrbar gemacht.
Werfen Sie noch einen Blick auf die spätgotische Stadtkirche St. Nikolai, um 1515 nach einem Brand wieder aufgebaut und damit ein eindrucksvolles Zeugnis der Reformationszeit. An der Nordseite erinnert eine 1917 angebrachte Büste Luthers an seine Besuche in Liebenwerda in den Jahren 1519 und 1544. Eine Stele vor der Kirche und eine weitere im Innenhof des Gemeindezentrums gegenüber berichten von den Umbrüchen der Reformation und dem Streit Luthers mit dem päpstlichen Abgesandten Karl von Miltitz in Bad Liebenwerda.
Wenden Sie sich zurück zum Burgplatz und fahren Sie am Lubwartturm vorbei auf die Dresdener Straße. Am anderen Ufer der Schwarzen Elster biegen Sie gleich rechts auf den Radweg nach Mühlberg/Elbe ab. Unterwegs kommen Sie am Burgwall bei Kosilenzien vorbei, wo vor 2500 bis 3000 Jahren ein germanischer Stamm eine Befestigung für Notzeiten unterhielt. Hier soll ein sagenhafter Schatz vergraben sein und ein gieriger Herrscher als Reiter ohne Kopf sein Unwesen treiben.
Über Altenau mit seiner denkmalgeschützten Kirche aus dem 13. Jahrhundert und Fichtenberg/Elbe kommen Sie nach Mühlberg. Rund um die Frauenkirche und das Klostergelände informieren mehrere Stelen über die Mühlberger Reformationsgeschichte. Das Museum „Mühlberg 1547“ in der ehemaligen Propstei des Klosters Marienstern, ein Renaissancebau aus den 1530er Jahren, stellt die Schlacht zwischen Gegnern und Unterstützern der Reformation aus verschiedenen Perspektiven vor.
Zwischen Elbe und Klostermauer, Marktplatz und Probstei liegt ein Ort, der Geschichte mit offenen Türen präsentiert. Museum Mühlberg 1547. Das Museum erzählt von einer Schlacht, die Europa veränderte. Aber auch von einem Ort, der sich im Sturm der Zeit behauptet hat. Die Ausstellung führt durch Reformation und Reichpolitik, beleuchtet Protagonisten bwie Karl V. und Johann Friedrich, macht Geschichte durch Originalobjekte, Klang und Raum neu erlebbar. Auch Mühlbergs eigene Stadtgeschichte entfaltet sich in stillen Details: wechselnde Herrschaften, Handwerkerleben, Glaube und Gemeinschaft. Die alten Mauern erzählen nicht nur von früher - sie fragen auch, was heute für uns kostbar bleibt. Was in Mühlberg geschah, prägte Mitteleuropa und gibt Elbe-Elster ein geschichtliches Gewicht.
Über die Wagnergasse verlässt der Radweg den Stadtkern von Mühlberg und führt in den Ortsteil Martinskirchen mit dem 1755 im Auftrag des Grafen Friedrich Wilhelm von Brühl erbauten Jagd- und Lustschloss. Der Förderverein bietet auf Voranmeldung Führungen an (Tel. 01577 5747722). Es geht dicht an der Elbe vorbei und kurz vor dem 150-Seelen-Dorf Stehla hinüber nach Sachsen.
Dort passieren Sie das ehemalige Rittergut von Adelwitz und das schlichte Herrenhaus in Nichtewitz, bevor Sie wieder nach Brandenburg kommen und am Bahnhof Rehfeld entlang nach Falkenberg/Elster rollen, das nach der Eröffnung der Strecke Jüterbog–Röderau (Riesa) 1848 zum bedeutenden Eisenbahnknotenpunkt avancierte. 1930 arbeiteten hier bis zu 1.200 Eisenbahner, verzweigte Gleisanlagen, Stellwerke, Lokschuppen und Wassertürme wurden gebaut. Im Eisenbahnmuseum nahe dem Bahnhof erzählen ehemalige Eisenbahner nach Voranmeldung von der Entwicklung der Eisenbahn, zeigen historische Fundstücke und das Schmuckstück der Sammlung, eine Dampflok der Baureihe 52.
Das Eisenbahnmuseum am Bahnhof Falkenberg/Elster führt den Besucher ein Stück in der Geschichte zurück. Ausgestellt sind unter anderem Modelleisenbahnen, Gleisstellwerke, Uniformen der Reichsbahn, viele Bilder, alte Waggons und eine Sammlung historischer Telefone. Wer möchte, erhält vom alten Fahrkartendrucker eine Fahrkarte von Calau nach Leipzig im Wert von ”5 Mark“. Selbst einen Fernschreiber kann man im Eisenbahnmuseum noch bestaunen. Diese Geräte wurden damals genutzt, um auf schnellem Weg Nachrichten zu übermitteln. Nach vorheriger Anmeldung können Besucher auch eine Dampflok der Baureihe 52 auf dem Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerkes besuchen.
Wenn Sie vor der Rückfahrt noch Zeit haben, lohnt besonders bei gutem Wetter ein Abstecher zum drei Kilometer entfernten Erholungsgebiet Kiebitz. Hier gibt es ein Strandbad an der ehemaligen Kiesgrube, einen dendrologischen Lehrpfad, einen Irrgarten und anderes mehr. Anschließend radeln Sie zum Bahnhof zurück und lassen sich entweder vom Regional-Express nach Hause bringen oder von der Regionalbahn zurück zum Fahrradverleih in Bad Liebenwerda.
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