Bahnhofstr. 71
19258 Boizenburg (Elbe)
Mit dem Rad von Boizenburg nach Lauenburg/Elbe
Eine Radtour für Naturliebhaber und Kulturliebhaber
Entspannt anreisen und Leihräder bei den Vermietern vor Ort nutzen. Die Kapazitäten für die Fahrradmitnahme in den Züge sind begrenzt und eine Mitnahme des eigenen Rads kann je nach Auslastung nicht garantiert werden.
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Both-Motor ist ein Meisterfachbetrieb für Zweiräder in Boizenburg. Gäste finden hier zudem hochwertige Leihräder vom Cityrad bis zum E-Bike für spannende Touren in und um Boizenburg.
Mit dem Rad geht es nun auf dem straßenbegleitenden Weg von Bahnhof- und Markttorstraße Richtung City.
Sie passieren den historischen Wall mit seinem Wassergraben, der die Altstadt komplett umschließt. Rund 45 Brücken führen zu den Häusern, was Boizenburg den Beinamen „Venedig des Nordens“ bescherte.
Vorbei am Markt und dem Ersten Deutschen Fliesenmuseum biegen Sie rechter Hand in die Klingbergstraße ein. Sie führt zum kleinen Stadthafen mit Blick auf die Boize. Hoch auf der Straße am Elbberg gelangen Sie zum nächsten Stopp: zur kostenfreien Freiluftausstellung EinFlussReich des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe – MV.
Sie können erfahren, wie die Menschen das Hochwasser an der Elbe erlebt haben, wie effektiv Hochwasserschutz ist, und welche Hochwasserschutzprojekte bereits an der Elbe umgesetzt wurden. Werden Sie an unseren interaktiven Ausstellungselementen selbst zum Entscheider und sehen Sie, ob Ihre Hochwassermaßnahmen dazu beitragen Boizenburg vor einem Hochwasser zu schützen.Die Freiluftausstellung "EinFlussReich" befindet sich im Ortsteil Boizenburg-Vier, Am Elbberg 8-9, 300 Meter vom ehemaligen Checkpoint (Transitkontrollpunkt) Vier. Sie erreichen die Ausstellung gut über die B 5 oder über den Elberadweg (Abschnitt D).Parkplätze sind vor dem Ausstellungsgelände verfügbar, außerdem ausreichend Fahrradständer. EinFlussReich ist eine Freiluftausstellung und daher unabhängig von Öffnungszeiten und Eintrittspreisen!
Lediglich beim Besuch des Infopavillions mit dem multimedialen Biosphärenpad sind die Öffnungszeiten werktags von 8:00–16:00 Uhr zu beachten.
Bevor Sie weiterradeln, erklimmen Sie noch den hölzernen Aussichtsturm „Elwkieker“, der einen weiten Blick auf die Elblandschaft mit Boize und Sude freigibt. Der Radweg führt Sie nun durch ein Waldgebiet Richtung Lauenburg. Am Flüsschen Stecknitz passieren Sie die historische Palmschleuse.
Die Palmschleuse ist die älteste erhaltene Kammerschleuse Mitteleuropas und stammt ursprünglich aus dem Jahre 1398. Sie war eine von 17 Schleusen des mittelalterlichen Stecknitz-Delvenau-Kanals, der die Elbe mit Lübeck verband. Dabei musste ein eiszeitlicher Höhenrücken durchstochen und die Höhenunterschiede überwunden werden. Der Kanal wurde vor allem für den Transport von Salz genutzt. Wurden Schleusen früher aus Holz gebaut, die schnell verfielen, fasste man dieses Bauwerk 1724 mit Stein ein. Mit der Eröffnung des moderneren Elbe-Lübeck-Kanals im Jahre 1900 in unmittelbarer Nähe verlor die Palmschleuse jedoch ihre Bedeutung.
Überqueren Sie die Brücke und fahren Sie auf der Hafenstraße entlang, haben Sie linker Hand den Elbe-Lübeck-Kanal mit der Schleuse Lauenburg im Blick und gelangen in die untere Altstadt.
Die Elbstraße, älteste Straße der Stadt, ist mit ihren bunten Fachwerkhäusern aus dem 16. bis 19. Jahrhundert eine wunderschöne Flaniermeile. Achtung: Radfahren ist hier durch das Kopfsteinpflaster mühevoll – und es geht auch steil bergauf, wenn Sie zum Schloss möchten. Schließen Sie das Rad also besser an und erkunden Sie das wunderschöne Städtchen zu Fuß. Fahrradbügel finden Sie entlang der Elbstraße, vor dem Restaurant „Zum Alten Schifferhaus“, am Ruferplatz mit der Bronzestatur „Der Rufer“ und bei der Tourist-Information.
Der Standort der einstigen Burg konnte nicht besser gewählt sein: Hoch über der Elbe hatten die Burgherren die Schifffahrt auf dem Fluss und das Umland immer im Blick. Errichtet wurde die Anlage von Bernhard von Askanien ab dem Jahre 1182. Nach einem Brand 1616 und schwerem Beschuss im Schwedisch-Polnischen Krieg 1656 stehen vom einstigen Schloss jedoch nur noch der Ostflügel und der Turm. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts entstand auf dem Areal ein Amtshaus, „Schloss“ genannt, das einst als Rathaus und Amtsgericht diente und heute Sitz der Stadtverwaltung ist.
Der Schlossturm, ein mächtiger Wehrturm, wurde im Jahre 1477 nach 20-jähriger Bauzeit fertiggestellt. Mit seinen bis zu zwei Meter dicken Mauern diente er u. a. als Pulverkammer, Gefängnis und Archiv für wichtige Dokumente. Der Turm kann kostenfrei besichtigt werden. Über Treppen, Stufen und Leitern geht es hoch auf eine Plattform, die einen grandiosen Blick über Lauenburg und die Elblandschaft freigibt.
Wieder unten in der Elbstraße angekommen, laufen Sie nun zum Kirchplatz. Hier erhebt sich der imposante Kirchturm der Maria-Magdalenen-Kirche. Gegenüber lädt das Elbschifffahrtsmuseum zur Besichtigung ein, das bereits seit 1926 über die Entwicklung dieses wichtigen Erwerbszweiges der Stadt erzählt. In dem historischen Gebäudekomplex hat auch die Tourist-Info ihr Domizil.
„Mensch – Modell – Maschine“ ist das Motto der interaktiven Ausstellung im Elbschifffahrtsmuseum. Das denkmalgeschützte Museumsgebäude, einst Rathaus der Stadt, berichtet anhand von Modellen und Originalen sowie in informativen Filmen über die tausendjährige Geschichte der Schifffahrt auf der Elbe – vom Einbaum bis zum Tankschiff. Interessante Menschen kommen zu Wort, die die Maschinen und Schiffe erdacht, gebaut und bedient haben. Herzstück ist die „Schatzkammer der Schiffsantriebe“, die in blaues Licht getaucht Schiffsmaschinen von 1850 bis heute, vom Dampfkessel bis zum Dieselmotor, präsentiert. Diese Sammlung ist einzigartig in Deutschland. Im gleichen Haus befindet sich die Tourist-Information Lauenburg/Elbe.
Zum Museum gehört auch der Raddampfer „Kaiser Wilhelm“, der als schwimmendes Exponat nur wenige Meter entfernt auf der Elbe liegt. Gebaut im Jahre 1900, startet das historische Schiff in der Saison zu Touren auf der Elbe, zum Beispiel nach Hitzacker oder durch den Hamburger Hafen.
Nur wenige Schritte sind es auf der Elbstraße zur Nummer 49. Hier ist das nach seinem Besitzer benannte Mensingsche Haus Blickfang. Das wunderschön sanierte Gebäude aus dem 16. Jahrhundert gilt als das älteste Haus der Stadt. Heute lädt hier eine Eisdiele zum Schlemmen ein. Überhaupt – Lauenburg hat zauberhafte kleine Läden, Cafés und Lokale.
Hier können Sie sich wunderbar stärken, bevor es mit dem Rad auf gleichem Weg rund 15 Kilometer wieder zurück geht – nun aber nicht durch die historische Innenstadt von Boizenburg, sondern weiter auf der Hamburger Straße, Schwartower Straße, Mühlenteich und An der Boize Richtung Bahnhof. Wenn Sie Ihr Rad bei Both-Motor wieder abgegeben haben, geht’s entspannt mit dem Zug zurück.
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Start/Ende
Bahnhof Boizenburg (Elbe)Bahnhofstr. 71
19258 Boizenburg (Elbe)