Bahnhofstr. 13
76726 Germersheim
Eine Genusstour von Germersheim zu Hofläden der Südpfalz
Eine Radtour für Geniesser
Entspannt anreisen und Leihräder bei den Vermietern vor Ort nutzen. Die Kapazitäten für die Fahrradmitnahme in den Züge sind begrenzt und eine Mitnahme des eigenen Rads kann je nach Auslastung nicht garantiert werden.
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Zum Rundum-Wohlfühlservice für Gäste der Festungsstadt Germersheim gehören neben ausführliche Infos und Hilfe bei der Suche nach dem passenden Quartier auch kurzweilige Führungen, Nachenfahrten auf dem Altrhein sowie Ticketservice für Veranstaltungen.
Für Radtouren ab Germersheim, zum Beispiel auf dem Rhein-Radweg, der Rheinland-Pfalz-Route oder auf dem Queich-Radweg können im Besucherzentrum auch Fahrräder ausgeliehen werden.
Mit dem fahrbaren Untersatz geht’s nun die August-Keiler-Straße entlang zum Kreisel Mitte/Rhein mit Wasserspiel und weiter Am Unkenfunk zum Rheinuferpark und dem Rheinradweg. Mit schönstem Blick auf den imposanten Rhein und seine Schifffahrt, vorbei am Ziegeleimuseum Sondernheim, sind bald das Schleusenhaus, die Schleuse am Altrhein und das Schöpfwerk erreicht. Am Rastplatz Hörter Rheinaue folgt die Tour nun rechts dem Klingbach-Radweg, ausgewiesen mit einem grünen Schild und Glocke. Wo das Waldgebiet endet, beginnt das Bauerndorf Hördt, in dem mehrere Spargelhöfe beheimatet sind. Jährlich im Mai wird an den Spargeltagen das königliche Gemüse gefeiert – mit Betriebsführungen, großem Spargelstechen und natürlich Kulinarischem rund um die weißen Stangen. Direkt an der Route am Mühlweg liegt der Spargelhof Böhm. Auf dem straßenbegleitenden Radweg an der L552, über Wörthstraße, Grünwaldstraße, Hinterstraße und vorbei an Feldern geht’s hin.
Der Hofladen auf dem Spargelhof Böhm bietet in der Saison weißen und grünen Spargel aus eigener Produktion, dazu passende Saucen und Weine sowie feine Spargelpralinen. Regionale Anbieter präsentieren zudem Erdbeeren, saisonales Gemüse, Honig und Essigkreationen. Auch kleine Geschenke können im Hofladen erworben werden.
Weiter geht’s auf dem Mühlweg, unter der A9 hindurch, nach Rülzheim. Huberweg, Gartenstraße, Lachgasse, die Mittlere Ortsstraße führen wieder hinaus aus dem Ort. Die Radelnden passieren die Gleisanlagen und fahren auf dem asphaltierten Weg Richtung Bellheim. Die Route folgt nun der Tabaktour mit dem Tabakpflanzen-Logo. Nur ein paar Schritte vom Feldkreuz Jesu Christus am Wegesrand sind es zur kleinen Marienkapelle am Almosenberg. Die Kapelle mitten im Feld ließ 1880 ein dankbarer Vater errichten, als seine schwerkranke Tochter plötzlich wieder gesund wurde. Nun reiht sich Feld an Feld, schnurgerade zieht sich der Weg hindurch. Kurz vor Bellheim heißt es, rechts abbiegen. Ein Mini-Abstecher führt zum nächsten Stopp auf der Genuss-Radtour, dem Kartoffelhof Böhm – am Friedhof vorbei und der Straße Im Vogelgesang folgen.
In bereits fünfter Generation betreibt Familie Böhm Landwirtschaft und baut auf ihren Feldern vor allem Kartoffeln, aber auch Spargel, Zwiebeln Paprika, Tomaten, Auberginen und Kürbisse sowie Erdbeeren, Brombeeren und Himbeeren an. Was frisch vom Feld kommt, wird auch im kleinen Hofladen verkauft.
Zurück auf der Hauptroute geht’s an der Friedhofstraße, Ecke Karl-Silbernagel-Straße vorbei an der Bellheimer Brauerei, die regionale Biersorten anbietet. Nach Querung der Hauptstraße fahren die Radelnden rechts in die Hintere Straße und dann gleich links in die Mittelmühlstraße. Hier passiert man gleich zwei Sehenswürdigkeiten von Bellheim: das Museum Altes Sägewerk Mittelmühle kurz vor der Brücke über den Spiegelbach und die Schanze der Queichlinie am Ende der Straße.
In der Ortsmitte von Bellheim befindet sich eine restaurierte Schanze aus dem 18. Jahrhundert. Die Relikte der Befestigungsanlage gehörten zur sogenannten Queichlinie, die aus der Zeit des Österreichischen Erbfolgekrieges stammt. Die Franzosen hatten hier von 1743 bis 1820 eine Verteidigungslinie auf dem Gebiet der verbündeten Wittelsbacher errichtet. Damit wollten sie ihre lothringischen und elsässischen Regionen im Hinterland gegen die verfeindeten Habsburger schützen. Die Verteidigungslinie erstreckte sich entlang des Flusses Queich zwischen Landau und Hördt. Um die gegnerischen Truppen zurückzuhalten, wurde das Wasser der Queich und ihrer Nebengewässer wie dem Spiegel- und Mühlbach in Bellheim durch Wehre rasch angestaut. Damit waren die überfluteten Gebiete für die Truppen und ihr schweres Kriegsgerät unpassierbar. Zusätzlich bauten die Franzosen noch Schanzen und Erdwälle. Über die Geschichte der Queichlinie und ihrer Befestigungen berichtet das benachbarte Museum im Alten Sägewerk Bellheim.
Die Forststraße führt schnurgerade raus aus Bellheim zum Wald mit Abenteuerspielplatz und Gaststätte Schützenhaus. Immer am Waldrand entlang kommt die Landstraße L540 in Sicht. Hier geht’s rechts auf den Kraut- und Rüben-Radweg, gut zu erkennen an der „Möhre“. Vorbei am Reit- und Fahrverein Zeiskam passieren die Fahrenden schließlich den Fluss Queich und die Queichwiesen. Zweimal im Jahr werden die Wiesen – wie schon seit Jahrhunderten – durch Überfluten mit Queichwasser bewässert. Das sorgt für eine besondere Flora und Fauna. Das Wissen um diese traditionelle Wiesenbewässerung, die Technik und Organisation hat die UNESCO 2023 zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt. Mit diesen interessanten Fakten im Kopf geht’s weiter auf dem Kraut- und Rüben-Radweg nach Zeiskam. Nur wenige Meter sind es zum nächsten Hofladen in der Hauptstraße.
Familie Braun bietet in ihrem Hofladen nach ökologischen Richtlinien selbst angebaute Erzeugnisse an wie Salate, Kürbisse, Karotten, Radieschen, Kartoffeln, Tomaten, Gurken und Paprika. Besonderheiten des landwirtschaftlichen Betriebes, der seit 1872 als Familienunternehmen existiert, sind blühende Artischocken und wohlschmeckende Physalis. Obendrein gibt es im Hofladen auch konventionelle und biologische Produkte von weiteren Erzeugern der Region wie Eier von freilaufenden Hühnern und saisonal Erdbeeren und Spargel.
Unbedingt vorbeischauen sollte man auch in der Markthalle der Familie Schick ein paar Meter von der Route entfernt. Hier können sich Genussmenschen zum Wochenende hin auch kulinarisch verwöhnen lassen.
Im Hofladen verkauft Familie Schick als Selbstvermarkter feldfrische und saisonale Produkte aus eigenem Anbau: Obst, Gemüse, Spargel, Erdbeeren, Kräuter. Im Angebot sind auch hausgemachte Feinkostsalate und feine Dressings sowie Produkte anderer Erzeuger der Region wie Weine, Marmeladen, Chutneys und Nudeln.
Dem Hofladen angeschlossen sind ein Café, das donnerstags bis samstags geöffnet hat, und ein kleiner Dekoladen für ein nettes Mitbringsel oder Geschenk.
Raiffeisen- und Austraße führen hinaus aus Zeiskam. Dann folgt der Kraut- und Rüben-Radweg den alten Bahngleisen nach Lustadt. Holzgasse und Lindenstraße bringen die Gäste entlang von Feldern weiter nach Weingarten. Auf Hauptstraße, Bahnhofstraße und Am Gartenweg geht’s durch den Ort und dann am Hainbach entlang nach Schwegenheim. Hier laden wieder jede Menge Hofläden ein, je nach Saison frischen Spargel, Kartoffeln und Gemüse zu erwerben. Hinter dem Fußballplatz wird der Kraut- und Rüben-Radweg „links liegengelassen“, es geht rechts ab entlang der Straße Am Jahnplatz bis zur Hauptstraße. Bei Nummer 77 liegt Ackermann’s Landlädchen, wo man sich noch einmal einen Vitaminstoß für die letzte Etappe der Rundtour holen kann.
Seit mehr als 20 Jahren bietet der Hofladen von Familie Ackermann eigene Produkte frisch vom Feld wie zum Beispiel Kartoffeln, Erdbeeren, Äpfel sowie verschiedene Kohlsorten an, auf Bestellung auch küchenfertig gehobelt. Ganzjährig stehen der eigene Apfelsaft in verschiedenen Variationen, Ackermann’s Fruchtaufstriche sowie edle Brände und Liköre in den Regalen.
Je nach Wunsch werden vom Hofladen-Team individuelle Geschenkekörbe mit Kulinarischem arrangiert. Im Landlädchen gibt’s auch Bauernhandkäse „Pfälzer Art“.
Zurück zur Riedgasse führt die Route jetzt auf einer Brücke über die B272 entlang von Feldern und der B9 Richtung Westheim (Pfalz). Die Bahnhofstraße bringt die Radfahrenden in den Ort. Doch auf dem Weg parallel zur Draisinenstrecke und über die A9 geht es gleich wieder hinaus weiter nach Lingenfeld. Die Route folgt Lauxengarten, Wörthweg, Berliner Straße, Friedrich-Ebert-Straße, Kirschenallee und Erlenweg. Es geht parallel zu den Bahngleisen und dem Lingenfelder Altrhein. Hier führt der Rheinradweg mit blauem Schild mit Radfahrer und Euroflagge nach Germersheim. Am Kreisel Mitte/Rhein schließt sich der Kreis. Rasch das Leihrad in der Tourist-Info abgeben und auf bekanntem Weg zurück zum Bahnhof Germersheim. Genügend knackig-frisches und leckeres Proviant für die Zugfahrt ist garantiert noch im Rucksack!
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