Zum Bahnhof 2
06667 Weißenfels
Die Geheimnisse der Saale per Rad entdecken
Eine Radtour für Familien, Naturliebhaber und Kulturliebhaber
Entspannt anreisen und Leihräder bei den Vermietern vor Ort nutzen. Die Kapazitäten für die Fahrradmitnahme in den Züge sind begrenzt und eine Mitnahme des eigenen Rads kann je nach Auslastung nicht garantiert werden.
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Der Radverleih am südlichen Saale-Ufer bietet neben Wasserfahrzeugen auch Leihräder in verschiedenen Zoll-Größen sowie E-Bikes an. Ein Leihrad kostet aktuell 12 Euro pro Tag, ein E-Bike 17 Euro. Hinzu kommt eine Kaution von 50 Euro.
Kontakt
Montag – Donnerstag: 01633 663555
Freitag – Sonntag: 03443 2198344
Öffnungszeiten
April bis Oktober
Freitag – Sonntag & Feiertage
ab 11 Uhr geöffnet
(Schließzeiten richten sich nach den Witterungsverhältnissen)
Die Tour führt Sie hinter der Pfennigbrücke nach links in die Dammstraße Richtung Osten. Fahren Sie auf der Dammstraße und anschließend auf der Promenade und Schlossgasse weiter geradeaus. Anschließend radeln Sie nach rechts in die Zeitzer Straße. Das Schloss Neu-Augustusburg sehen Sie bereits auf der rechten Seite.
Hier wurde Händels musikalisches Talent entdeckt: Schloss Neu-Augustusburg galt in Zeiten des Barock als kulturelle Hochburg der Region. Ende des 17. Jahrhunderts im Auftrag der Herzöge von Sachsen-Weißenfels als dreiflügelige Anlage erbaut, gingen in der prunkvollen Schlossresidenz über Jahrzehnte Künstler wie Komponisten ein und aus. So brachte Georg Händel, Leibarzt des Weißenfelser Herzogs Johann Adolf I. (1649-97), eines Tages seinen Sohn mit. Der kleine Georg Friedrich beeindruckte den Herzog mit seinem Orgelspiel so sehr, dass sein Vater ihn daraufhin musikalisch ausbilden ließ. Auch Johann Sebastian Bach brachte es auf Neu-Augustusburg zu Ruhm. Als „Weißenfelser Hofkapellmeisters von Hause aus“ komponierte er für Herzog Christian seine weltbekannten Jagd- und Schäferkantaten. Die Orgel, an der die Musikvirtuosen gewirkt haben, ist in Teilen rekonstruiert worden und kann in der frühbarocken Schlosskirche Sankt Trinitatis besichtigt werden. Für die Innenausstattung der Kirche ließ man Fresko-Maler und Stuckateure aus Italien kommen, sie gehört zu den schönsten ihrer Art in Mitteldeutschland. Einmal im Monat ist die Fürstengruft der Herzöge zu Sachsen-Weißenfels unterhalb des Altarraums für Publikum geöffnet. Der Schlossbau selbst diente in seiner wechselvollen Geschichte bereits als Kriegslazarett, Preußenkaserne und Flüchtlingsunterkunft – heute beherbergt er das Museum Weißenfels. Neben Wissenswertem zur Stadt und der Region ist es vor allem die einzigartige Sammlung an Schuhen von der Antike bis heute, die das Museum bekannt gemacht hat.
Sie radeln weiter auf der Zeitzer Straße Richtung Westen und biegen in die Große Burgstraße und dann an der dritten Kreuzung links zum Markt ab. Fahren Sie am Marktplatz vorbei in die Kleine Kalandstraße bis auf die Große Kalandstraße, und biegen Sie rechts und gleich wieder links in An der Pforte ein. Nach rund 40 Metern gelangen Sie zur Dammstraße. Von hier aus radeln Sie zum Saaleufer und folgen der Beschilderung des Saaleradwegs D11 Richtung Naumburg/Schönburg/Leißling.
Biegen Sie hinter dem Leißlinger Bahnhof links ab und folgen Sie der Beschilderung des Radwegs D11 Richtung Naumburg/Schönburg. Auf Höhe von Schloss Goseck kommen Sie an der denkmalgeschützten Schönburger Oeblitzschleuse vorbei. Die dortige Gaststätte lädt zu einer Radelpause mit reizendem Schlossblick ein (Mi – So, Tel. +49160 97070668). Rund 50 Meter weiter südlich macht der Saaleradweg einen Schlenker zur Burg Schönburg.
Majestätisch thront die alte Schönburg 40 Meter über der Saale. Der Sage nach waren es amouröse Absichten, die den Thüringer Grafen Ludwig der Springer im 12. Jahrhundert dazu veranlassten, eine Festung mit Blick über den Fluss zu bauen. Dort weilte auf Schloss Goseck seine Angebetete Adelheid mit Ihrem Gatten Pfalzgraf Friedrich von Sachsen. Ob der plötzliche Tod des Pfalzgrafen seinem Nebenbuhler Ludwig zuzuschreiben ist, und ob dieser tatsächlich von einem Gefängnisturm in die Saale sprang, bleibt ein Mysterium. Fakt ist, dass die imposante Schönburg mit ihren über 3 Metern dicken Mauern zu den ältesten Beispielen spätromanischer Saaleburgen gehört. Wer die 137 Stufen bis zur Aussichtsplattform des 32 Meter hohen Bergfried-Turms nicht scheut, genießt einen grandiosen Panoramaausblick auf Schloss Goseck, die Saale-Weinhänge und die Naumburger Domtürme. Die ehemalige Försterei neben dem Vorburg-Tor ist im Stil der Renaissance erbaut und beherbergt eine Gaststätte. In der „Burgschänke“ können hungrige Burgbesucher stilechte Ritteressen erleben.
Wenn Sie am Fuß der Schönburg nach rechts radeln, stoßen Sie wieder auf den Saaleradweg D11 Richtung Naumburg. Rund 350 Meter weiter liegt vor den Toren Naumburgs das Ausflugslokal „Alter Felsenkeller“. Mit einem Biergarten direkt am Fluss lädt der idyllische Gasthof zum Verweilen ein. Ein Schmankerl-Tipp: die Kräuterseitlinge aus hauseigener Zucht (Wer möchte, kann hier auch übernachten, DZ ab 45 Euro pro Person/DZ, Tel. 03445 261254, www.alterfelsenkeller.de)
Setzen Sie die Tour für etwa 400 Meter Richtung Naumburg fort und verlassen Sie dann den ausgeschilderten Saaleradweg, in dem Sie leicht links in die Sorbenstraße einbiegen. Nach der Kurve halten Sie sich rechts und fahren die Badstraße und anschließende Grochlitzer Straße bis zum Marienring/Curt-Becker-Platz. Nach der Überquerung des Curt-Becker-Platzes geht die Radtour weiter geradeaus auf der Jakobsstraße durch die Altstadt bis zum Marktplatz.
Mit seinem prächtigen Rathaus, den reich verzierten Bürgerhäusern, dem Wenzelsbrunnen – Schutzheiliger der Stadt – und der imposanten Stadtkirche St. Wenzel gehört der Naumburger Marktplatz zu den schönsten Marktensembles Deutschlands. Das Rathaus wurde 1517 bis 1528 erbaut und erhielt 1853 einen großen Ratssaal für festliche Veranstaltungen. Besonders auffällig ist das farbenprächtige Renaissance-Portal des Rathauses und beliebt der Ratskeller. Seit jeher wird der Platz für Märkte (montags, mittwochs, samstags) und Feste genutzt und ist ein beliebter Treffpunkt der Naumburger und ihrer Gäste. In den Bürgerhäusern am Markt laden kleine Geschäfte und Cafés zum Shoppen und zum Genießen ein, auch die Tourist-Information der Stadt hat hier ihr Domizil.
Biegen Sie nördlich vom Marktplatz in die Herrenstraße ein und folgen Sie deren Verlauf bis zum „Mohrencafé am Domplatz“. Gegenüber vom Café radeln Sie die leicht schräg rechts abzweigende Straße „Domplatz“ ein Stück weiter hoch.
Der Naumburger Dom St. Peter und St. Paul zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern des europäischen Hochmittelalters und ist der Besuchermagnet an der „Straße der Romanik“. Als Meisterwerk menschlicher Schöpferkraft und einzigartiges Zeugnis der Kunst und Kultur des 13. Jahrhunderts wurde er 2018 in das UNESCO-Welterbe aufgenommen. Die größte Anziehungskraft übt der Westchor mit dem Lettner und den zwölf Stifterfiguren aus. Überraschend lebendig zeugen sie von der Schaffenskraft eines großen, jedoch unbekannten Künstlers: des Naumburger Meisters. Speziell die Stifterfigur Uta zieht die Menschen seit Jahrhunderten in ihren Bann, gilt sie doch als die „schönste Frau des Mittelalters“. Tiefere Einblicke in ihre Welt verspricht das Domschatzgewölbe, das die sakralen Kostbarkeiten des Doms beherbergt. Legenden ranken sich um die dort ausgestellten Kunstwerke wie den von Lucas Cranach geschaffenen Maria-Magdalena-Altar oder die Naumburger Pietà. Im malerisch angelegten Domgarten zeigt sich eindrucksvoll das Wechselspiel von Kunst und Natur. Hier gedeihen Pflanzen der Saale-Unstrut-Region, die bereits den Bildhauern als Vorlage für das filigrane Blattwerk an Kapitellen und Schlusssteinen dienten. In der KinderDomBauhütte können Kinder und Erwachsene die faszinierende Welt einer mittelalterlichen Bauhütte kennenlernen. In vielfältigen Projekten schlüpfen die Besucher in die Rolle eines Dombaumeisters und schaffen durch traditionelle Handwerkskunst ganz eigene Domschätze.
Vom Domplatz aus radeln Sie einmal links um den Dom herum und biegen wiederum links in die Straße namens Hinter dem Dom ein. Folgen Sie dieser bis auf den Moritzplatz/B180, wo Sie rechts abbiegen. Hinter dem Kreisel nehmen Sie die dritte Ausfahrt Rossbacher Straße und radeln gleich rechts in den Markgrafenweg. Von dort sind es noch rund 400 Meter geradeaus bis zum Hauptbahnhof.
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