Bahnhofstr. 1-3
25348 Glückstadt
Fahrradtour durch Glückstadt und Umgebung
Eine Radtour für Naturliebhaber und Entdecker
Entspannt anreisen und Leihräder bei den Vermietern vor Ort nutzen. Die Kapazitäten für die Fahrradmitnahme in den Züge sind begrenzt und eine Mitnahme des eigenen Rads kann je nach Auslastung nicht garantiert werden.
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Die Touristeninformation Glückstadt bietet neben Insidertipps auch Fahrräder zum Verleih an. Während der Saison ist es empfehlenswert, die Räder vorab zu reservieren. Zum Verleih gilt es, den Personalausweis mitzubringen.
Von der Touristinformation gilt es, zunächst ans Wasser zu gelangen. So wird einmal den gesamten Hafen entlang zum Elbufer geradelt und idealerweise noch ein kleiner Schlenker zur Glückstädter Mole eingelegt. Im Volksmund wird sie übrigens auch liebevoll als „Das Tor zur weiten Welt“ bezeichnet. Von hier aus ergibt sich bei guter Sicht die Chance, über die Elbe bis nach Niedersachsen zu blicken.
Die weitere Route führt über den Deich Richtung Kollmar, vorbei an unzähligen Schafen, die genüsslich den Deich abgrasen.
Nach rund zehn Kilometern ist die kleine Gemeinde Kollmar erreicht. Ebenso wie Glückstadt liegt sie direkt an der Elbe und hat sogar einen kleinen Strandabschnitt. Von dort aus können hervorragend die vorbeifahrenden Pötte beobachtet werden.
Für eine kleine Stärkung nach den ersten Kilometern bietet sich ein Besuch im Bistro Strandfloh Bielenberg (Hauptsaison April bis Oktober, tagesaktuelle Öffnungszeiten bei Google) – Kollmar direkt am Wasser an. Von hier aus ist das eigentliche Ziel nicht mehr fern: Direkt hinter dem Deich liegt die Dörpstuuv Kollmar.
Die Dörpstuuv in Kollmar befasst sich mit der Geschichte des kleinen Dorfes und seinem Umland. Schließlich war die Marschenlandschaft stets den Naturgewalten ausgesetzt, weshalb die Bevölkerung lernen musste, mit Sturmfluten und dem steigenden Meeresspiegel umzugehen. Die Ausstellung veranschaulicht die stetige Entwicklung der Deiche und späteren Sperrwerke als Schutzmaßnahmen gegen die Naturgewalten.
Außerdem dokumentiert sie die verheerenden Auswirkungen, wenn Deiche brachen und Menschen und Tiere in den Fluten ihr Leben verloren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Februarflut im Jahr 1962.
Auch die Besiedelung des Gebiets um Kollmar wird thematisiert und veranschaulicht durch verschiedene Artefakte, wie etwa eine Steinaxt, alte Kanonenkugeln und andere Fundstücke aus der Elbe.
Im Außenbereich der Dörpstuuv sind ein alter Segelschiffsanker sowie eine Nachbildung einer mittelalterlichen Hamburger Seetonne zu besichtigen.
Geöffnet von Mai bis September an jedem 1. und 3. Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr und für Gruppen nach Vereinbarung.
Weiter geht es durch die Engelbrechtsche Wildnis – vorbei an Feldern, Kühen und Hühnern, querfeldein durch wild wachsende Schleichwege und über die Hühnerbrücke. Diese trägt ihren Namen übrigens, so vermutet man, weil einst hölzerne Querleisten das Begehen der Brücke vereinfachen sollten. Sie hatte somit Ähnlichkeit mit einer Hühnerleiter.
Als nächstes Ziel wird die kleine Gemeinde Elskop, genauer gesagt der Hof Hochgenuss, angesteuert. Mit nicht einmal 200 Einwohner:innen ist Elskop sehr überschaubar und entschleunigend. Der Hof liegt direkt an der Ecke der Dorfstraße und eignet sich perfekt für eine kleine Genusspause.
Der Hof Hochgenuss ist ein familiengeführter landwirtschaftlicher Betrieb, auf dem neben Eiern, Milch, Geflügel- und Fleischerzeugnissen aus eigener Herstellung auch Eis in Handarbeit hergestellt wird. Alle Waren werden im eigenen Hofladen verkauft. Rund 30 verschiedene Eis- und Sorbetsorten stehen zur Auswahl.
Von Elskop geht es durch die Blomesche Wildnis zurück nach Glückstadt, immer der Straße „An der Chaussee“ und der Itzehoer Straße entlang, erneut zur Touristeninformation, um die Fahrräder abzugeben.
Bevor der Bahnhof erreicht wird, bietet sich auf dem Weg noch die Gelegenheit, am Marktplatz eine echte Delikatesse zu kosten. Glückstadt ist nämlich die Stadt des Matjes! Die Geschichte des salzigen Herings reicht dabei weit bis ins 19. Jahrhundert zurück. Da dienten die Fische praktisch als Arme-Leute-Essen, als sie auf hoher See gefangen und gesalzen wurden. Bis heute gehört der Matjes zur Glückstädter Tradition. So gibt es rund um den Marktplatz viele Restaurants, in dem er erhältlich ist.
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Glückstadt HbfBahnhofstr. 1-3
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