Am Bahnhof 3
39261 Zerbst
Rundwanderung von Zerbst/Anhalt zur Burg Lindau
Eine Wandertour für Naturliebhaber, Kulturliebhaber und Geniesser
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Der Naturpark Fläming in Sachsen-Anhalt ist ein Paradies für Ausflügler, die die Natur lieben und die Geschichte der Region entdecken möchten. Als jüngster Naturpark des Bundeslandes erstreckt sich das Großschutzgebiet über dünnbesiedelte Hügellandschaft des Höhenzugs Fläming zwischen dem Urstromtal der Elbe und dem benachbarten Brandenburger Naturpark Hoher Fläming. Das eiszeitlich geformte Gelände reicht von sanften Hügeln bis zum 185 Meter hohen Michelsberg und bietet einen Wechsel von naturnahen Wäldern, saftigen Wiesen, ausgedehnten Äckern und naturnahen Bächen.
Seinen Namen verdankt der Fläming den Flamen, die nach der Gründung der Mark Brandenburg 1157 und dem anschließenden Landesausbau den Höhenzug besiedelten.
Jahrhundertelang stellte der Fläming die Grenze zwischen Slawen und Deutschen und zwischen Kursachsen und Brandenburg dar. Jede Menge Burgen, Schlösser, Herrenhäuser sind steinerne Zeitzeugen dieser wechselvollen Geschichte im Naturpark. Flüsse und Bäche trieben zahlreiche Mühlen an, die heute teilweise unter Denkmalschutz stehen und Mühlengeschichte näherbringen.
Der Weg führt vorbei an der Zerbster Feuersäule – einem technischen Denkmal von 1913, in dessen Säule einst an jedem Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig ein Feuer entzündet wurde. Weiter geht’s zur Buschmühle, einer ehemaligen Wassermühle, die einst beliebtes Ausflugslokal war. Heute gibt es in der Nuthe an der Buschmühle ein neues Laichbett. In dem Fluss, der das Wasser vom Fläming in die Elbe führt, sind jetzt wieder Lachse und Forellen heimisch. Die Fischpopulation ist noch überschaubar und lässt sich beim Wandern entlang der Nuthe-Arme beobachten.
Ein Gourmet-Tipp in Naturidylle ist das Park-Restaurant „Vogelherd“ nach Voranmeldung.
In dem seit über 100 Jahren in Familienhand befindlichen Park-Restaurant „Vogelherd“ wird traditionelles Kochen zur Kunst. Der Name erinnert an vergangene Zeiten, als auf dem Gelände Rebhühner und Vögel für die fürstliche Küche gefangen wurden. Die Speisekarte lockt mit delikaten Gerichten wie Rosmarin-Pilzsuppe oder Rehspezialitäten. Mit frischen regionalen Zutaten und kreativer Küchenkunst hat sich das Restaurant über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Vom Restaurant-Ratgeber „Gault-Millau“ wurde die Küchenchefin Gabriele Erdmann mehrfach als beste Köchin Sachsen-Anhalts ausgezeichnet.
Im stilvoll rustikalen Ambiente des Familienbetriebs finden bis zu 90 Personen im Gastraum, Kaminzimmer und auf der Terrasse Platz. Die idyllische Lage im Grünen und die ausgezeichnete Küche machen das Parkrestaurant zu einem beliebten Ziel für Feinschmecker.
Wer rechtzeitig reserviert, kann sich von den Gaumenfreuden verzaubern lassen.
Die Wanderung führt weiter vom Zerbster Ortsteil Strinum nach Zernitz. An der Nuthe entlang geht es weiter nach Lindau.
Die Geschichte der Burg Lindau am Flüsschen Nuthe im Naturpark Fläming reicht zurück bis ins 9. Jahrhundert. Errichtet auf einem Sandhügel, der das umgebende, flache Sumpfgebiet deutlich überragt, beeindruckt ihre imposante Größe. Die Burganlage bestand aus einer Hauptburg mit Bergfried und einer tiefer gelegenen Vorburg. Beide waren durch einen tiefen Graben getrennt und über eine Zugbrücke verbunden. Noch während des 30-jährigen Krieges diente die Burg der Landbevölkerung als Zufluchtsort und Schutz vor Feinden.
Bis heute gut erhalten sind die aus Ziegelsteinen bestehende Ringmauer der Oberburg, die Doppeltoranlage, ein Stück des Bergfrieds und ein mehrere Meter hoher Vorwall im Westen. Von der Vorburg sind nur noch wenige Mauern und ein Teil eines Gebäudes zu sehen. Die neue Freilichtbühne wird heute für Kulturveranstaltungen und Volksfeste genutzt.
Der restaurierte Bergfried mit seinen 2,6 Meter dicken Mauern und der charakteristischen Kegelhaube von 1863 bietet einen großartigen Ausblick auf die Nuthe-Niederungen. Im Bergfried finden heute Trauungen und kleine Feste statt.
Die innere Burganlage und der Turm können nach Anmeldung beim Heimat- und Verkehrsverein sowie am Tag des offenen Denkmals und am Pfingstmontag erkundet werden.
Zur Stärkung können in Lindau leckere Produkte in der Schafmilchkäserei Jaare (Do, Fr, Sa und nach Vereinbarung, Tel. 039246 659927) erworben werden. Der Rückweg nach Zerbst mit verschiedenen Imbiss- und Einkehrmöglichkeiten kann wieder zu Fuß zurückgelegt werden oder von Montag bis Freitag kurz nach 17 Uhr mit Bus 450 oder Bus 452 ab Lindau/Schule.
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Start/Ende
Bahnhof Zerbst/AnhaltAm Bahnhof 3
39261 Zerbst