12437 Berlin
Entlang der Spree von Treptow bis Mitte
Ein Besuch bei Paul und Paula
Berlin
6 h
16 km
Entlang der Spree zwischen Treptow und Kreuzberg zeigt Berlin sein buntes, vielgestaltiges Gesicht: Dörfliche Idylle wechselt mit Industrieanlagen, historische Kieze mit attraktiven Neubauten am Wasser. Hier gibt es Begegnungen mit den Kapitänen der Ausflugsschiffe, mit den Filmlegenden Paul und Paula, dem Milieu von Heinrich Zille und den Visionen des Gartenkünstlers Peter Joseph Lenné. Möglichkeiten zur Rast bieten sich allenthalben an.
Eine Wandertour für Naturliebhaber und Entdecker
Start- und Endbahnhof
S-Bahnhof Baumschulenweg
16 km / 6 Stunden
S-Bahnhof Alexanderplatz
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Ablaufplan
Tourstart am S-Bahnhof Baumschulenweg
Wegbeschreibung
Das Eierhäuschen
Lange Zeit war das „Eierhäuschen“ eins der beliebtesten Ausflugsziele der Berliner, speziell der Bewohner der Mietskasernen im Osten der Stadt. Für sie gab es für wenige Pfennige neben Bier die für Berliner Kneipen typischen Soleier. Der stattliche Bau mit dem markanten Turm stammt aus den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts. Umfangreiche Sanierungsarbeiten waren erforderlich, um das Haus wieder für eine zeitgemäße Nutzung herzurichten. Seit Anfang 2024 dient es als Restaurant und Ort für Kunst-Events. Neben dem „Eierhäuschen“ erwartet der Biergarten „Zum Anleger“ Gäste mit frisch gezapftem Bier, Bratwürsten und geräuchertem Fisch.
12437
Berlin
- Freitag: 11:00 - 16:30 und 17:30 - 21:00 Uhr
- Samstag: 11:00 - 16:30 und 17:30 - 21:00 Uhr
- Sonntag: 11:00 - 16:30 Uhr
Wegbeschreibung
Der Uferweg führt nun im großen Bogen am ehemaligen Spreepark vorbei. 1969 als „Kulturpark“ eröffnet, war er der einzige Freizeitpark der DDR. Nach der Insolvenz des damaligen Betreibers und Jahren des Stillstands wird das Gelände nun schrittweise saniert. Das 45 Meter hohe Riesenrad soll wieder zum Wahrzeichen des Parks werden.
Passend zur wasserreichen Umgebung bittet eine besondere gastronomische Einrichtung zur Rast: das Restaurantschiff „Klipper“. Das Segelschiff wurde 1890 gebaut, um die friesischen Inseln vor der holländischen Küste zu versorgen. Seit 2001 dient der Zweimaster als Restaurant. Wenige Meter weiter folgt die geschwungene Fußgängerbrücke zur Insel der Jugend. Die Abteibrücke, die älteste Stahlverbundbrücke Deutschlands, ist der einzige Zugang zur Insel. Sie ist der perfekten Ort für ein romantisches Picknick direkt an der Spree. An der gegenüberliegenden Uferseite erstreckt sich das frühere Fischerdorf Alt-Stralau. Dann folgt das Haus „Zenner“ mit seinem im Sommer vielbesuchten Biergarten.
Das Restaurantschiff „Klipper“
Fest vertäut am Ufer der Spree liegt das Restaurantschiff „Klipper“. Das Segelschiff wurde 1890 gebaut, um die friesischen Inseln vor der holländischen Küste zu versorgen. Seit 2001 dient der Laderaum des Zweimasters als Restaurant. Bei schönem Wetter nimmt man an Deck Platz. Serviert werden Gerichte der internationalen Küche.
12435
Berlin
- Montag: 10:00 - 00:00 Uhr
- Dienstag: 10:00 - 00:00 Uhr
- Mittwoch: 10:00 - 00:00 Uhr
- Donnerstag: 10:00 - 00:00 Uhr
- Freitag: 10:00 - 00:00 Uhr
- Samstag: 10:00 - 00:00 Uhr
- Sonntag: 10:00 - 00:00 Uhr
Wegbeschreibung
Wenige Meter weiter folgt die geschwungene Fußgängerbrücke zur Insel der Jugend, ein Stück weiter ein Bootsverleih. Dann folgt das vielbesuchte „Haus Zenner“, wo an Wochenenden gern im Freien getanzt wird. Der Uferweg bieten einen Blick hinüber zur Halbinsel Stralau. Am üppig gestalteten Rosengarten endet er vorerst. Es beginnt das Gelände der Weissen Flotte Berlin, deren Fahrgastschiffe hier zu ihren Touren in die Umgebung von Berlin starten. Der Wanderweg führt nun geradewegs auf den S-Bahnhof Treptower Park zu. Hier besteht die Möglichkeit, die Wanderung abzukürzen.
Wer die Tour fortsetzen möchte, nutzt den Fußweg neben den Gleisen der Parkwegbrücke. Er führt zum Paul- und Paula-Ufer an der Rummelsberger Bucht. Der Name des Uferweges geht auf den gleichnamigen DEFA-Film um ein Berliner Liebespaar zurück. Traumsequenzen auf einem alten Dampfer wurden hier gedreht. Der Weg umrundet die Bucht und geht in die „Zillepromenade“ über. Hinter der Kita „Hoppetosse“ wendet sich die Route nach links in die Emma-Ihrer-Straße. Sie führt über die vielbefahrene Hauptstraße hinweg und unterquert die S-Bahn-Gleise.
Weiter geht es entlang der Schlichtallee zu der vom berühmten Architekten Max Taut errichteten Schule. Das Gebäude ist ein bedeutendes Beispiel für die Architektur des „Neuen Bauens“ Ende der 1920er-Jahre. Gegenüber der Schulaula entdeckt man ein kleines, bunt bemaltes Gebäude. Die Bilder erweisen sich als Zille-Motive. Auf diesem Gelände befand sich die erste Wohnung des Zeichners.
Über die Nöldnerstraße und die Stadthausstraße – erneut werden Bahngleise unterquert – geht es zum Tuchollaplatz, einem zentralen Ort in der zu Lichtenberg gehörenden Victoriastadt. Hier lohnt sich der Besuch des Museums Lichtenberg.
Haus Zenner
Seit rund 200 Jahren besteht das Gasthaus „Zenner“ um Spreeufer. Als Ziel des „Stralauer Fischzuges“, ein noch heute beliebtes Volksfest Ende August, zog es viele Besucher an. Nach Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg wurde es im Stil der damaligen Stalinallee wieder aufgebaut. Nach 1990 erlebte das Haus viele Veränderungen. Der Charakter als beliebtes Ausflugsziel blieb bestehen. Zum Komplex gehören ein Weingarten und eine Eisdiele. Sie öffnen bei schönem Wetter ab Ende März. Auf dem Speisezettel des Biergartens stehen hausgemachte Imbissspezialitäten wie Currywurst und Bulette. An Wochenenden wird gern nach Live-Musik im Freien getanzt. Im Winter verwandelt sich die Anlage in eine Eisbahn. Unmittelbar neben dem Biergarten lädt ein Bootsverleih zu einer Kahnpartie auf der Spree ein.
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Berlin
Wegbeschreibung
Weiter geht es auf einem Uferweg am Rand des Treptower Parks. Er ist einer der vier großen, im 19. Jahrhundert angelegten Parks, die der Berliner Bevölkerung Möglichkeiten der Naherholung boten. In der Nachkriegszeit sorgten zahlreiche Plastiken für eine Freiluft-Kunstausstellung. Einige der Kunstwerke sind bis heute erhalten. Am üppig gestalteten Rosengarten endet der Uferweg. Es beginnt das Gelände der Weissen Flotte Berlin, deren Fahrgastschiffe hier zu ihren Touren in die östliche Umgebung von Berlin starten. Die Wanderung führt nun auf den S-Bahnhof Treptower Park zu. Hier besteht die Möglichkeit, die Wanderung abzukürzen. Mehrere Imbiss-Angebote laden zur Stärkung ein.
Wer die Tour fortsetzen möchte, nutzt den Fußweg neben den Gleisen der Parkwegbrücke. Er führt zum Paul- und Paula-Ufer an der Rummelsburger Bucht. Der Name des Uferweges geht auf den gleichnamigen DEFA-Film um ein Berliner Liebespaar zurück. Traumsequenzen auf einem alten Dampfer wurden hier gedreht. Der Weg umrundet die von Neubauten gesäumte Bucht und geht in die „Zillepromenade“ über. Hinter der Kita „Hoppetosse“ wendet sich die Route nach links in die Emma-Ihrer-Straße. Sie führt über die vielbefahrene Hauptstraße hinweg und unterquert die S-Bahn-Gleise.
Weiter geht es entlang der Schlichtallee zu der vom berühmten Architekten Max Taut errichteten Schule. Das Gebäude ist ein bedeutendes Beispiel für die Architektur des „Neuen Bauens“ Ende der 1920er-Jahre. Gegenüber der Schulaula entdeckt man ein kleines, bunt bemaltes Gebäude. Die Bilder erweisen sich als Zille-Motive. Auf diesem Gelände befand sich die erste Wohnung des Zeichners. Über die Nöldnerstraße und die Stadthausstraße – erneut werden Bahngleise unterquert – geht es zum Tuchollaplatz, einem zentralen Ort in der zu Lichtenberg gehörenden Victoriastadt. Hier lohnt sich der Besuch des Museums Lichtenberg.
Das Museum Lichtenberg
Das Museum Lichtenberg befindet sich im früheren Rathaus von Boxhagen-Rummelsburg. Das Museum zeigt in einer Dauerausstellung, wie der Bezirk Lichtenberg zu dem wurde, was er heute ist. Hier erfährt man auch, dass Heinrich Zille mit seiner Familie von 1873 bis 1892 in der Victoriastadt wohnte. Seine verschiedenen Wohnungen sind durch Gedenktafeln gekennzeichnet. Hier entstanden seine ersten Milieu-Zeichnungen, denn er fand alles, was typisch für die Berliner Arbeiterbezirke war: die Mietskasernen, Kaschemmen und Hinterhöfe. Passend dazu gibt es seit 100 Jahren ein paar Häuser neben dem Museum die täglich geöffnete „Kleine Kneipe“.
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Berlin
- Dienstag: 11:00 - 18:00 Uhr
- Mittwoch: 11:00 - 18:00 Uhr
- Donnerstag: 11:00 - 18:00 Uhr
- Freitag: 11:00 - 18:00 Uhr
- Sonntag: 11:00 - 18:00 Uhr
- Samstag: geschlossen
Wegbeschreibung
An der Ecke zur Geusenstraße Nr. 16 weist ein Bronzeschild darauf hin, dass sich in diesem Haus Zilles letzte Wohnung in der Victoriastadt befand, bevor er nach Charlottenburg umzog. Weiter führt der Weg zur Pfarrstraße. Vor der Nummer 134 gibt es erneut eine Spur von Heinrich Zille. Eine kleine Reliefplastik weist darauf hin, dass der „Pinselheinrich“ in den Jahren 1887/88 hier wohnte. Rechts um die Ecke bittet in der Kaskelstr. Nr. 15 die SchokoLadenEis Manufaktur zur Kostprobe (Samstag geschlossen). Durch die Marktstraße führt der Weg zum Bahnhof Ostkreuz, wo erneut die Möglichkeit besteht, die Wanderung abzukürzen.
Nun geht es dem Markgrafendamm entlang zurück zur Spree. Dort ist auf dem Gelände des früheren Osthafens ein moderner Standort für Medien- und Kreativunternehmen entstanden. Im Wasser zieht die 30 Meter hohe Metallskulptur „Molecule Men“ die Blicke auf sich. Auf der gegenüberliegenden Uferseite der Spree ist die Einmündung des Landwehrkanals mit der Oberschleuse zu erkennen. Die Reihe der Gebäude mit experimenteller Architektur wird abgeschlossen vom historischen Getreidespeicher, heute Ort für Veranstaltungen, und vom ehemaligen Eierspeicher, der zum Sitz eines Musikkonzerns umfunktioniert wurde.
Die Wanderroute stößt nun auf die Oberbaumbrücke, die markanteste Spreeüberführung in der Innenstadt. Sie entstand um 1900 im Stil der märkischen Backsteingotik. Zwischen den Stadtbezirken Kreuzberg und Friedrichshain gelegen, war sie zu Zeiten der Berliner Mauer ein Grenzort. Seit 1995 ist sie wieder für den Straßenverkehr und die U-Bahn geöffnet. Weiter geht es am Nordufer der Spree mit dem längsten noch existierenden Stück der Berliner Mauer.
Das The Wall Museum
Im früheren Mühlenspeicher an der Oberbaumbrücke wurde 2016 das privat betriebene The Wall Museum Berlin eröffnet. In 13 Themenräumen wird die Geschichte der Berliner Mauer, des Kalten Krieges sowie die Ära der deutschen Teilung von 1961 bis 1990 dargestellt. Die Ausstellung erzählt, wie Menschen versuchten, die Mauer zu überwinden und die Spree zu durchschwimmen und dabei häufig erschossen wurden; sie erklärt die ausgeklügelte “Todeszone” entlang der Mauer und stellt die unterschiedlichen Perspektiven aus Ost und West anhand von authentischen Nachrichtenbildern aus den 1960er-Jahren dar.
In den beiden Untergeschossen befindet sich das Restaurant „Pirates Berlin“. Es bietet u.a. typisch Berliner Gerichte. Im Sommer nehmen die Gäste auf der Außenterrasse mit Blick auf die Spree Platz.
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Berlin
- Montag: 10:00 - 19:00 Uhr
- Dienstag: 10:00 - 19:00 Uhr
- Mittwoch: 10:00 - 19:00 Uhr
- Donnerstag: 10:00 - 19:00 Uhr
- Freitag: 10:00 - 19:00 Uhr
- Samstag: 10:00 - 19:00 Uhr
- Sonntag: 10:00 - 19:00 Uhr
Wegbeschreibung
Der Wanderweg folgt weiter dem Uferweg zwischen Mauersegmenten und Spreeufer, bis er durch Neubauten verstellt ist. Hier geht es auf der Mühlenstraße gegenüber dem Ostbahnhof weiter, der eine Möglichkeit bietet, die Tour abzukürzen und in die S-Bahn einzusteigen. Über die Schillingbrücke geht es auf die andere Seite des Flusses. Dort beginnt der Engeldamm, ein Stück Grün mitten in der Stadt. Er führt zum Engelbecken.
Die quadratische Wasserfläche ist ein Rest des 1926 zugeschütteten Luisenstädtischen Kanals, einer 2,3 Kilometer langen Verbindung zwischen dem Landwehrkanal und der Spree. Dieser 1855 eröffnete Wasserweg wurde, wie auch der gesamte Landwehrkanal, vom Landschaftsgestalter Peter Joseph Lenné geplant. Der wurde dafür von den Berlinern mit dem Spitznamen „Buddel-Peter“ bedacht. Der ehemalige Verlauf des Kanals bis zum Urbanhafen wurde in den vergangenen Jahren zu einer attraktiven Grünanlage umgestaltet.
Pirates Berlin
Tel. 030 9700 2414 (Reservierungshotline)
Piratesberlin.com
Das Café am Engelbecken
Am nördlichen Ende des Engelbeckens ist das „Café am Engelbecken“ eine Oase der Ruhe. Von einer Terrasse direkt am Wasser aus hat man eine Sicht auf die 16 wiederhergestellten Fontänen und viele Wasservögel.
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Berlin
- Montag: 10:00 - 00:00 Uhr
- Dienstag: 10:00 - 00:00 Uhr
- Mittwoch: 10:00 - 00:00 Uhr
- Donnerstag: 10:00 - 00:00 Uhr
- Freitag: 10:00 - 00:00 Uhr
- Samstag: 10:00 - 00:00 Uhr
- Sonntag: 10:00 - 00:00 Uhr
Tourende am S-Bahnhof Alexanderplatz
Wegbeschreibung
Vom Engelbecken führt die Annenstraße zur Heinrich-Heine-Straße, die bald in die Brückenstraße übergeht. Der Name dieser Straße bezieht sich auf die Jannowitzbrücke, über die es wieder ans nördliche Ufer der Spree, durch ein Stück des alten Berlins, geht. Vom Rolandufer aus überrascht der Blick hinüber zum Märkischen Museum und zu den Oldtimer-Schiffen im Historischen Hafen.
An der Botschaft der Niederlande verlässt die Wanderroute die Spree und folgt der Klosterstraße. Hier steht die barocke Parochialkirche, die vor allem wegen ihres Glockenspiels Berühmtheit erlangte. Es erklingt in der Regel täglich um 9, 12, 15 und 18 Uhr sowie zu den Gebetszeiten.
Von der Kirche aus führt der Weg in die Parochialstraße zur „Letzten Instanz“, dem ältesten Restaurant Berlins. Hier gibt es außer sonntags täglich ab 12 Uhr alles, was die Berliner Küche auszeichnet.
Auf der Rückseite der „Letzten Instanz“ ist noch ein Stück der mittelalterlichen Stadtmauer zu besichtigen. Entlang der Littenstraße, vorbei an der Ruine des Franziskaner-Klosters sowie dem Berliner Amtsgericht, geht es schließlich zum Alexanderplatz mit dem S-Bahnhof.
Tourenkarte
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Start
S-Bahnhof Baumschulenweg