Bahnhof
90574 Roßtal
Kultur trifft auf Natur in der Städteregion Nürnberg
Eine Wandertour für Naturliebhaber, Kulturliebhaber und Entdecker
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Nach einer Besichtigung der evangelisch-lutherischen Kirche St. Laurentius und des Kirchhofs ist der benachbarte Museumshof Roßtal ein lohnendes Ziel: Bestehend aus einem historischen Gebäude aus dem 16. Jahrhundert und einem Klostergarten, bietet der Museumshof einen Einblick in die Sammlung archäologischer Funde sowie heimatkundlicher Ausstellungsstücke.
Nur wenige Meter sind es zum Marktplatz Roßtal. Hier stehen geschichtsträchtige Fachwerkhäuser Schulter an Schulter und laden zu einem kleinen Bummel über den Marktplatz ein. Roßtal hat eine lange und bewegte Geschichte. Erstmals 953 urkundlich erwähnt, verfügte der Markt bereits im Mittelalter über eine Burg von über 5 Hektar Größe, die heute archäologisch gut untersucht ist und zu den hochrangigen Bodendenkmälern Deutschlands zählt. Modelle und Ansichten der stadtähnlichen Anlage sowie archäologische Funde können im Heimatmuseum und an den ehemaligen Grabungsstätten besichtigt werden.
Nun geht es der Wandermarkierung Rangau-Ostweg aus dem Ort hinaus, durch Feld und Wiesen.
Die nächste Ortschaft ist Stöckach. Auch hier finden sich einige Baudenkmäler, darunter historische Wohnstallhäuser mit teils spätgotischen Anlagen und Fachwerk aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Die Wandermarkierung führt einmal längs durch den Ort hindurch. Es geht noch ein Stück weiter über Acker- und Grünland, bis die Wandernden schließlich in den Wald eintauchen. Kurz vor der Kernmühle verlassen wir diesen und die Route führt Sie direkt an dem Seminarhaus & Eventscheune Kernmühle vorbei.
Neben Seminar- und Konferenzräumen bietet die Kernmühle auch urige Erfahrungen an – etwa Brotbackkurse. Sehenswert ist aber auch einfach die Anlage selbst. In Ansbacher Büchern ist die Kernmühle erstmals 1464 als Gishuebelmühle erwähnt. Ganze 150 Jahre lang, bis zum Dreißigjährigen Krieg, bewirtschaftete die Familie Kern die Mühle.
An der Kernmühle wird die Bibert über einen pittoresken Steg und Staudamm überquert. Und weiter geht es auf dem Rangau-Ostweg gen Norden. Die Route passiert Ammerndorf und zwischen weiten Ackerflächen und dichten Waldrändern geht es weiter.
Am Wanderparkplatz Pleikershof können historisch Interessierte einen kurzen Abstecher nach rechts zum Pleikershof machen. Das historisch bewegte Fachwerk-Ensemble lohnt den kleinen Umweg allemal. Wieder zurück auf der Route, kommt man am Steinbacher Bächl vorbei und wandert entlang der typischen Ackerflächen. Vor sich sieht man schon in der Ferne das letzte Ziel der heutigen Tour: den Markt Cadolzburg.
Der wohlbekannte Rangau-Ostweg führt Sie nach Cadolzburg hinein. Der Marktplatz war früher Schauplatz regelmäßiger Wochenmärkte und ist noch heute gesäumt von repräsentativen Anwesen, die vom Wohlstand der Bierbrauer, Gastwirte und Händler zeugen. Im Sommer lohnt sich hier nach dem mühsamen Anstieg ein kulinarischer Stopp im beliebten Eiscafé „Loisl’s Eis“. Ein weiteres historisches Highlight: die Puchtastraße. Sie ist von Häusern aus der Zeit um 1670 gesäumt. Beeindruckend ist auch das Obere Tor „Brusela“, das auf den Burghof führt, mit dem landesherrlichen Zollernschild von den Markgrafen zeugend.
Zum krönenden Abschluss wird man mit Weitblicken und imposanter Historie belohnt. Im Burghof befindet sich ein weiterer Marker, der mit der App ErlebnisRadweg Hohenzollern Geschichte via Augmented Reality erlebbar macht. Die Tour kann dann am Bahnhof Cadolzburg beendet werden.
Der Burghof ist eine Augenweide mit seinen historischen Gebäuden, der imposanten Burganlage und dem weiten Rundumblick – und natürlich dem zu jeder Jahreszeit sehenswerten Burggarten, der je nach Jahreszeit die ganze Kräuter- und Wildblumenvielfalt vergangener Zeiten in blühender und duftender Pracht zeigt.
Die imposante Burg liegt auf einer steilen Felsnase und besitzt eine Ringmauer, die wie das Haupttor und der sogenannte Palas – ein Teil des Neuen Schlosses – aus dem 13. Jahrhundert stammt. Der Kernburg vorgelagert ist eine geräumige Vorburg, in der die Sitze der Burgmannen und in der Renaissance ein Garten lagen. Innerhalb der Kernburg schließen an die hochmittelalterliche Ringmauer die beiden Komplexe des Alten und des Neuen Schlosses an, verbunden durch den Kapellentrakt. Der an den Kapellentrakt anschließende Teil des sogenannten Neuen Schlosses gehört zum ältesten Teil des Burgareals und datiert zurück auf die Jahre um 1250. Um 1600 wurde das Neue Schloss erheblich erweitert. Das Alte Schloss wurde im 15. Jahrhundert unter Kurfürst Friedrich I. errichtet. 1933 bis 1945 wurde das Neue Schloss von der Hitlerjugend als Gebietsführerschule genutzt. Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs ging die Burg in Flammen auf und blieb jahrzehntelang in Trümmern liegen. Seit 1979 ist die Bayerische Schlösserverwaltung gemeinsam mit dem Staatlichen Bauamt Erlangen-Nürnberg mit dem Wiederaufbau betraut. Im Jahr 2007 fand der Wiederaufbau seinen vorläufigen Abschluss. 2013 fiel dann die Entscheidung für den vollständigen Ausbau des Alten Schlosses und eines Gebäudes der Vorburg zum Erlebnismuseum. Im Juli 2017 wurde das neue Museum „HerrschaftsZeiten!“ Erlebnis Cadolzburg eröffnet.
Wie wäre es ab der Burg Cadolzburg noch mit einem Abstecher in den Ortsteil Gonnersdorf? Hier erwartet alle Nussfans eine besondere Überraschung: Franken GeNuss! Der Weg führt über die Burgstraße zur Connersdorfer Straße. Am Wanderparkplatz gehts zum Cadolzburger Malerwinkel mit tollstem Blick auf die Burg und weiter auf einen Wanderweg durch Feld, Wald und Flur auf die Gonnersdorfer Straße und hinein in den Ort bis zum Hof Nummer 6.
Im Familienbetrieb dreht sich alles um Haselnüsse und die Vielfalt kulinarischer Köstlichkeiten, die man aus diesen herstellen kann. Vom Haselnussschnaps bis zum Haselnuss-Aufstrich ist hier eine reiche Vielfalt an köstlichen Produkten im dazugehörigen Hofladen zu erstehen. Es werden außerdem Führungen angeboten.
Zurück zum Bahnhof Cadolzburg gehts auf gleichem Wege die 4 Kilometer zurück. Ab Gonnersdorf kann man aber auch ein Anruftaxi nutzen. Die Bestellung sollte mindestens 1 Stunde vorher unter Tel. 0911 27075-99 (Servicetelefon 24/7) erfolgen.
Ab Gonnersdorf fährt das Anrufsammeltaxi A130 zurück nach Cadolzburg RB 11 und zu den dortigen Anschlüssen nach Fürth/Nürnberg und in die Region. Infos unter www.vgn.de/ast
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