Am Bahnhof
03238 Rückersdorf
Familienradtour durch die Niederlausitzer Heidelandschaft
Eine Radtour für Familien, Naturliebhaber und Kulturliebhaber
Entspannt anreisen und Leihräder bei den Vermietern vor Ort nutzen. Die Kapazitäten für die Fahrradmitnahme in den Züge sind begrenzt und eine Mitnahme des eigenen Rads kann je nach Auslastung nicht garantiert werden.
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Die Paltrockwindmühle ist heute das Wahrzeichen des Ortes. Die Mühle stand baufällig in Grassau und wären die Oppelhainer Mühlenfreunde nicht gewesen, so wäre sie schon in sich zusammengesunken. So ist die Mühle in Oppelhain neu errichtet worden. Ursprünglich kam sie als Bockwindmühle 1832 aus Königsberg in der Neumark nach Grassau. Dort hat sie Müllermeister Neumann 1933 zu einer Paltrockwindmühle umbauen lassen. Seit 1958 stand sie still.
Alt ist der metallene Zahnkranz, auf dem sich der hölzerne Mühlenbau dreht. Alt ist die Kette hinauf zum Windrad und alt ist auch die Technik im Inneren: der Mahlgang, die beiden Schrotgänge, der Walzenstuhl, die Quetsche und ein Sechskantsichter. Die Produktion von Futterschrot wurde 1958 eingestellt.
Im Innenraum befindet sich eine Schauanlage mit Gefäßen, Erzeugnissen und Handwerkszeug aus dem Alltag des Mühlenbetriebes. Im Mühlenhof wurde ein Pechofen errichtet. In diesen Pechöfen wurde früher das Pech hergestellt, welches zum Schmieren der Holzachsen an Fuhrwerken benötigt wurde.
Seit dem Frühjahr 2011 steht die Mühle ohne ihre beachtlichen Flügel am Standort. Während eines Sturms sind die Flügel abgeknickt und konnten bisher noch nicht wieder anmontiert werden. Die Paltrockwindmühle Oppelhain ist eine Station an der Kohle-Wind & Wasser-Tour.
Durch ein Waldstück und über Felder radeln Sie gemütlich weiter Richtung Gorden, wo die Tour im Zick-Zack-Kurs über die Hauptstraße verläuft. An Gorden vorbei geht es nun wenige Kilometer in südöstlicher Richtung nach Staupitz. An den Tschischerascher Bergen vorbei erreichen Sie den Grünewalder Lauch, einen ehemaligen Tagebausee, der heute zum Baden einlädt. Nach der Erfrischung im See lockt vielleicht ein Imbiss zur Stärkung in der Strandgaststätte Lollipop.
Von dort sind es etwa 9 km bis Plessa. Die Route führt am Ufer des Seewaldsees entlang und durch das Naturschutzgebiet "Der Loben" mit seinen Wäldern und Mooren. In Plessa verläuft die Route direkt am ältesten, vollständig erhaltenen Braunkohlekraftwerk Europas vorbei. Leider kann das beeindruckende Industriedenkmal derzeit nicht besichtigt werden.
Von Plessa geht es ins etwa 2 km entfernte Döllingen, wo ein weiteres Highlight wartet: der Pomologische Schau- und Lehrgarten mit seinen großflächigen Streuobstwiesen. Wie zu Urgroßmutters Zeiten werden alte Obstsorten hier liebevoll angebaut und bleiben damit auch nachfolgenden Generationen erhalten. Für einen Besuch ist allerdings eine vorherige telefonische Anmeldung unter 035341-61512 erforderlich.
In der Streuobstregion Hohenleipisch-Döllingen liegt der Pomologische Schau- und Lehrgarten. Seit seiner Entstehung im Jahr 2000 wachsen auf dem drei Hektar großen Gelände über 400 verschiedene Obstgehölze aus Urgroßmutters Zeiten. Allein Namen wie „Rotgestreifte gelbe Schafnase“ legen Zeugnis davon ab, dass viele dieser Sorten heute aus den Gärten verschwunden sind. Neben den Hauptobstarten Apfel, Kirsche und Pflaume findet man im Pomologischen Garten auch so genanntes Beiobst wie Nüsse, Quitten oder Pfirsich. Diese Vielfalt an altbewährten und lokalen Obstsorten ist einzigartig. Im Frühling erlebt der Besucher ein buntes Blütenmeer, im Herbst können verschiedene Früchte probiert werden. Das Anliegen des Pomologischen Gartens ist es, dem Verlust an Vielfalt entgegenzuwirken und die alten Sorten für die Nachwelt zu erhalten. Dabei wird viel Wert auf die regionalen Sorten gelegt. Im Pomologischen Garten wird dargestellt, wie einstmals landwirtschaftliche Flächen als "Obstäcker" genutzt wurden. So wird sichtbar, wie früher auch im Streuobstgebiet um Döllingen, Hohenleipisch und Kraupa gewirtschaftet wurde. Naturschutz verbindet sich auf diese Weise mit umweltpädagogischen und kulturhistorischen Aspekten. Und nicht zuletzt ist der "Pomo-Garten" als ein touristischer Anlaufpunkt gedacht, der gleichzeitig für die regionalen Streuobsterzeugnisse in Bio-Qualität wirbt. Durch eine Baumpatenschaft kann man den Erhalt des Pomologischen Schau- und Lehrgartens unterstützen. Der Besuch des Pomologischen Schau- und Lehrgartens ist bei Anmeldung und bei Veranstaltungen möglich.
Zwischen Döllingen und Hohenleipisch streifen Sie erneut den reizvollen Loben, aber bereits nach wenigen Kilometern erreichen Sie Hohenleipisch, wo Sie sich im „Goldenen Löwen“ mit der Lausitzer Küche kulinarisch vertraut machen können. Hier stehen leckere Fisch- und Wildspezialitäten auf der Speisekarte.
Der Landgasthof „Zum goldenen Löwen“ ist ein familiengeführter Betrieb in vierter Generation und bietet seit über 100 Jahren regionale Gastlichkeit mit einem gemütlichen Biergarten und köstlicher Lausitzer Küche. Ob ihr einfach nur entspannen oder das Elbe-Elster-Land erkunden möchtet – das Haus ist der perfekte Ort dafür.
Direkt neben dem Wirtshaus befindet sich die komfortable Heidepension „Anja“, die fünf geräumige, liebevoll eingerichtete Gästezimmer mit modernen Annehmlichkeiten wie Flachbild-TV, Dusche/Badewanne, WLAN und kostenfreien Parkplätzen bietet. Für Radfahrer und Biker steht eine abschließbare Garage kostenfrei zur Verfügung. Kommt vorbei und erlebt eine entspannte Auszeit in einer wunderschönen Umgebung!
Frisch gestärkt geht es nun auf die vorletzte Etappe. Die Route verläuft in nördlicher Richtung weiter ins ca. 10 km entfernte Friedersdorf mitten durch die Niederlausitzer Heidelandschaft im Naturschutzgebiet „Forsthaus Prösa“. Im Spätsommer steht die Heide in voller Blüte. Am Ortsausgang Richtung Rückerdorf befindet sich ein Aussichtsturm, von dem aus Sie eine tolle Aussicht ins Becken der Kleinen Elster genießen.
Der Aussichtsturm steht an der Straße zwischen Rückersdorf und Friedersdorf auf einer kleinen Anhöhe. Von hier aus können Naturfreunde die schöne Landschaft genießen und haben von dem acht Meter hohen Holzturm einen einmaligen Blick in das Becken der Kleinen Elster.
Nach nicht einmal 2 km sind Sie wieder zurück in Rückersdorf, wo die Tour endet. Über die Bahnhofstraße erreichen Sie den Bahnhof.
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