Eine Radtour im Havelland
Schloss Ribbeck, Foto: Tourismusverband Havelland e.V., Lizenz: Tourismusverband Havelland e.V.
Landgut Stober - Gebäude-Ensemble mit Gutsverwalterhaus, Kornspeicher und im Hintergrund die Brennerei, Foto: Darek Gontarski, Lizenz: Landgut Stober

Mit Ribbeck’s Birne auf Du und Du

Radtour im Havelland

Start
Nauen
Dauer
4 h
Länge
28 km
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Eckdaten zur Tour
„Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“, wer kennt nicht Fontanes berühmtes Gedicht über den spendablen Gutsherrn? Das Schloss, die Kirche mit dem Stumpf des legendären Birnbaums, der einem Sturm vor über 100 Jahren zum Opfer fiel, die Alte Schule – Ribbecks Dorfensemble mutet heute noch so an wie einst. In der Alten Schule, die 1841 vom damaligen Herrn von Ribbeck errichtet wurde, wird in einem „historischen Klassenzimmer“ Schulgeschichte erlebbar. Touristisches und kulturelles Zentrum ist das restaurierte neobarocke Schloss. Vor dem Schloss, im Deutschen Birnengarten, wachsen gleich 16 Birnbäume – mit einer charakteristischen Birnensorte aus jedem deutschen Bundesland. 

Nicht weniger spannend sind die Geschichten über das fünf Kilometer entfernte Landgut in Groß Behnitz. Der Lokfabrikant Albert Borsig hatte hier im 19. Jahrhundert ein Mustergut aufgebaut, das heute als Ausflugsziel dient. Idyllisch am Groß Behnitzer See mit weitläufigem Park gelegen, bietet das Areal des Landgutes Stober Konzertveranstaltungen der Havelländischen Musikfestspiele, Kulinarisches und sogar ein Biohotel.

Die Geschichte der Stadt Nauen, Start- und Endpunkt dieser Radtour, reicht weit ins Mittelalter zurück. Der historische Stadtgrundriss und zahlreiche erhaltene Gebäude, vor allem die imposante St. Jacobi-Kirche, zeugen vom Leben in früheren Zeiten. Überregionale Bekanntheit errang Nauen im Jahr 1906, als hier die erste Funkstation der Welt in Betrieb ging.

Geschichte und Legenden, dazu viel Natur sind auf dem Radrundweg „Nauener Dreieck“ zu erleben. Für die 28 km lange Tour sollten Sie etwa 3 Stunden einplanen. Derzeit gibt es in Nauen leider keinen Radverleih. Wenn Sie mit eigenen Rädern anreisen, beachten Sie bitte, dass im Regionalverkehr kein Anspruch auf Fahrradmitnahme besteht.
Eine Radtour für Familien, Naturliebhaber, Kulturliebhaber und Geniesser

Entspannt anreisen und Leihräder bei den Vermietern vor Ort nutzen. Die Kapazitäten für die Fahrradmitnahme in den Züge sind begrenzt und eine Mitnahme des eigenen Rads kann je nach Auslastung nicht garantiert werden.

Start- und Endbahnhof

Startbahnhof
Bahnhof Nauen
2 Tourstationen
28 km / 4 Stunden
Endbahnhof
Bahnhof Nauen

Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.

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Ablaufplan

Tourstart am Bahnhof Nauen

Wegbeschreibung

Folgen Sie am Bahnhofsvorplatz dem Logo der Radroute „Nauener Dreieck“ (rotes Quadrat mit grünem Dreieck und blauem Fisch) oder einfach den Zahlen der Knotenpunktwegweisung: Von Punkt 14 in Nauen geht es zu Punkt 90 auf einem alten Bahndamm, auf dem heute der Havellandradweg verläuft, ins knapp 10 km entfernte Ribbeck. 

Wenn Sie mit Kindern unterwegs sind, biegen Sie kurz vor dem Ortseingang Ribbeck am Knotenpunkt 90 nach rechts und fahren etwa 1 km zum Kinderbauernhof Marienhof. Hier können die Kleinen reiten, Esel, Kaninchen, Schafe und Ziegen streicheln und Trecker fahren. 

Nach links geht es in den Ort. Lassen Sie die Räder stehen und wandeln Sie auf den Spuren Fontanes durch Ribbeck zur Alten Schule, zur Alten Brennerei, zum Alten Waschhaus (unbedingt die legendäre Birnentorte probieren), zur Kirche und zum Schloss. 

Kartenausschnitt Bahnhof Nauen

Schloss Ribbeck

Theodor Fontanes Gedicht über den „Birnbaum“ hat den kleinen Ort Ribbeck und damit das ganze Havelland berühmt gemacht. „Es spiegeln sich in deinem Strome Wahrzeichen, Burgen, Schlösser, Dome“, schrieb er über das Havelland. Der Landschaft und den Orten entlang der Havel hat er umfangreiche Texte gewidmet, nicht zuletzt das berühmte Gedicht über den Herrn von Ribbeck und seine Birnen.

Seit Generationen gehört es zum Schulstoff und machte damit das kleine Dörfchen bekannt. Fontane war nie selber in Ribbeck und der berühmte Birnbaum fiel schon 1911 einem Sturm zum Opfer. Hans-Georg von Ribbeck, der zwischen 1689 und 1759 hier lebte und den Kindern im Ort süße Birnen schenkte, hat Fontane zu seinem Gedicht inspiriert. Bei einem Spaziergang vorbei am Schloß, dem Alten Waschhaus, der Kirche und dem historischen Schulhaus wird man feststellen, dass sich im beschaulichen Ribbeck noch heute fast alles um die Birne dreht.

So bestimmt das imposante, neobarocke Schloss den historischen Dorfkern. Einst Wohnsitz der Familie von Ribbeck beherbergt das Gebäude heute ein vielfach ausgezeichnetes Restaurant, einen Cafégarten sowie elegante Veranstaltungsräume für rauschende Feste und hochkarätige Kammerkonzerte.

Anlässlich des 200. Geburtstages von Theodor Fontane wurde am 01.Mai 2019 im Schloss Ribbeck das Fontane-Museum eröffnet. Die Zusammenhänge zwischen Fontane, seinem Jahrhundert, Ribbeck und der Schlossbaugeschichte werden hier mittels modernster Museumstechnik dargestellt. Das Schloss hat sich damit zu einer touristischen Attraktion im Havelland entwickelt.

Gleichzeitig fungiert das Schloss Ribbeck auch als Touristischer Info-Punkt. Besucher des Hauses können sich hier über die Reiseregion Havelland informieren.
 

Theodor-Fontane-Straße 10
14641
Nauen OT Ribbeck

Telefon: 033237-8590-0
Fax: 033237-859028
E-Mail Adresse: info@schlossribbeck.de


Preisliste
Erwachsene: 5,00 €
Schloss Ribbeck - Schlosseingang, Foto: Tourismusverband Havelland e.V.
Schloss Ribbeck, Foto: Tourismusverband Havelland e.V.

Wegbeschreibung

Am Schloss vorbei geht es nun auf einer ruhigen Landstraße durch ein Waldstück in südliche Richtung ins 5 km entfernte Groß Behnitz zum Knotenpunkt 90. Auf der linken Seite befindet sich das Landgut Stober, das ehemalige Mustergut der Industriellenfamilie Borsig, das idyllisch am Groß Behnitzer See liegt. Im Restaurant "Seeterrassen" können Sie sich eine kulinarische Verschnaufpause mit Seeblick gönnen.  

Kartenausschnitt Schloss Ribbeck

Landgut Stober in Groß Behnitz

Klimatisierter Kuhstall, Kartoffelgarautomat, dampfbetriebene Feldmaschinen: Der Fabrikant Albert Borsig verwirklichte im 19. Jahrhundert auf einem Landgut im Havelland eine futuristische Vision von der Landwirtschaft der Zukunft.

Wer durch das imposante rote Backsteinportal mit alten Sandsteinskulpturen geht, betritt einen besonderen Ort. Das alte Logierhaus, die Ställe, die Brennerei, der Kornspeicher, hohe alte Bäume am Seeufer. Es ist ein Ort voller Atmosphäre und Geist. Das Landgut Stober ist ein malerisches Kleinod am Groß Behnitzer See im Havelland, 40 Kilometer westlich von Berlin. Seine Vergangenheit als Landsitz der Unternehmerdynastie Borsig ist ebenso spannend wie seine Gegenwart.

Der Name Borsig stand im 19. Jahrhundert vor allem für eines: Eisenbahnen. August Borsig (1804-1854) wurde mit seiner Fabrik für das in Mode kommende Verkehrsmittel ein reicher Mann. Sein Sohn Albert schrieb die Erfolgsgeschichte fort. 1866 kaufte er für sich und seine Familie einen darniederliegenden Gutshof am Groß Behnitzer See, um seine Werkskantinen mit selbst hergestellten Essen aus seinem agrarischen Musterbetrieb mit modernsten Technologien zu versorgen. Dafür errichtete er ein umfangreiches Ensemble von Ziegelbauwerken. Bis 1945 blieb das Gut in Familienhand. Mit der Enteignung begann der Verfall. Fünfzig Jahre später war das Landgut nicht viel mehr als eine Ruine.

2000 begann ein neues Kapitel. Michael Stober kaufte das Gut, sanierte die als „nicht mehr restaurierbar“ eingestuften historischen Gebäude und entwickelte sie zu Deutschlands nachhaltigstem Tagungshotel. Heute ist das Landgut eines der touristischen Highlights im Havelland. Es gibt ein Hotel, das Restaurant "Seeterrassen", eine Weinstube, sowie 30 Salons für Tagungen, Hochzeiten und Events.

Zwei Dauerausstellungen gewähren Einblicke in die Vergangenheit des Landgutes von 1173 bis heute, inklusive der geheimen Treffen des Kreisauer Kreises auf dem Anwesen während der Zeit des Nationalsozialismus.

Tipps:

Tagungen, Seminare, Kongresse, Meetings in 30 individuellen Tagungsräumen sowie Hotelkapazitäten mit bis zu 300 Zimmern - alles nahe der Stadt und doch mitten in der Natur - an einem exzellenten Lernort mit „spirit“
Heiraten am Seeufer: Traumhochzeit in stilvollem historischem Ambiente, inmitten der Parklandschaft am Groß Behnitzer See
E-Tankstelle am Verwaltergebäude auf dem historischen Hof

Behnitzer Dorfstraße 27-31
14641
Nauen OT Groß Behnitz

Telefon: 033239-20440
Fax: 033239-204468
E-Mail Adresse: info@landgut-stober.de
Landgut Stober - Gebäude-Ensemble mit Brennerei und Kornspeicher, Foto: Landgut Stober, Lizenz: Landgut Stober
Landgut Stober - Dampfmaschine, Foto: Landgut Stober, Lizenz: Landgut Stober
Landgut Stober - Hofansicht, Foto: Landgut Stober, Lizenz: Landgut Stober
Landgut Stober - Blick vom Hof auf den Gross Behnitzer See, Foto: Peter Stumpf, Lizenz: Landgut Stober
Landgut Stober - Außenansicht, Foto: Landgut Stober, Lizenz: Landgut Stober
Landgut Stober - Eingang Restaurant Seeterrassen, Foto: Timo Schwemer, Lizenz: Landgut Stober
Landgut Stober - Restaurant Seeterrassen, Foto: Peter Stumpf, Lizenz: Landgut Stober
Landgut Stober - Fassade, Foto: Landgut Stober, Lizenz: Landgut Stober
Landgut Stober Borsig Dampfmaschine "Dicke Bertha", Foto: Peter Stumpf, Lizenz: Landgut Stober
Landgut Stober - saniertes Logierhaus der Fa. Borsig, Foto: Peter Stumpf , Lizenz: Landgut Stober
Landgut Stober - Weinkeller in der alten Brennerei, Foto: Peter Stumpf , Lizenz: Landgut Stober
Landgut Stober - Kornspeicher, Foto: Gontarski, Lizenz: Landgut Stober
Landgut Stober - Tagen im Salon Panorama, Foto: Landgut Stober, Lizenz: Landgut Stober
Landgut Stober - Feierliche Stimmung im Salon August, Foto: Landgut Stober, Lizenz: Landgut Stober

Tourende am Bahnhof Nauen

Wegbeschreibung

Direkt gegenüber dem Landgut liegt die architektonisch sehenswerte Dorfkirche, an der sich auch das Mausoleum der Familie Borsig befindet.

Zurück bis nach Nauen sind es nun noch 12 km. Biegen Sie in die Straße links von der Kirche ein, die über Felder nach Quermathen verläuft. Von dort geht es auf einem straßenbegleitenden Radweg nach Nauen bis zum Kreisel, an dem Sie auf der linken Seite das historische Rathausgebäude aus dem späten 19. Jahrhundert erblicken können.

Für die reizvolle Altstadt sollten Sie sich unbedingt noch etwas Zeit nehmen und die imposante St. Jacobi-Kirche besichtigen.

Um zum Bahnhof Nauen zurück zu gelangen, fahren Sie nach rechts bis ans Ende der Marktstraße, biegen nach links in die Baderstraße und nach ca. 50 m rechts in die Dammstraße ein. Am nördlichen Altstadtkreisel fahren Sie weiter geradeaus entlang der B 273 und erreichen nach ca. 300 m wieder den Bahnhof Nauen.

Kartenausschnitt Landgut Stober in Groß Behnitz

Tourenkarte

Start/Ende

Bahnhof Nauen

Bahnhof

14641 Nauen

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