Erlangens Geheimnissen auf der Spur

Fränkische Gastfreundschaft erleben

Start
Erlangen
Dauer
8 h
Länge
6 km
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Drohnenaufnahme Erlangen, Foto: ETM Florian Trykowski
Die Hugenottenkirche, Foto: ETM Florian Trykowski
Der Schlossgarten und das Schloss, Foto: Reinhold Möller, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org
Eingang zum Stadtmuseum, Foto: ETM Florian Trykowski
Erlanger Bergkirchweih, Foto: ETM Florian Trykowski
SIEMENS MedMuseum, Foto: Antonín Ryska, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org
Kitzmann BräuSchenke, Foto: Janericloebe, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org
Eckdaten zur Tour
Es wird Zeit für einen Besuch der Stadt Erlangen. Sie gehört mit Nürnberg und Fürth zur größten mittelfränkischen Metropolenregion, ist aber längst nicht so bekannt wie die beiden anderen Städte. Dabei hat Erlangen einiges zu bieten. Die Tour beantwortet Fragen, warum es hier einst ein Zentrum der Bierbrauerei gab, warum es hier eine Hugenottenkirche gibt, welche Rolle hier die Markgrafen von Bayreuth spielten und was der Name Siemens mit Erlangen zu tun hat. All das wird auf dem abwechslungsreichen Stadtrundgang beantwortet. Dazu gibt es Auskunft über die Erlanger Bergkirchweih und Einblicke in die fränkische Gastlichkeit. 
Ein Stadtrundgang für Geniesser, Kulturliebhaber und Entdecker

Start- und Endbahnhof

Startbahnhof
Bahnhof Erlangen
6 Tourstationen
6 km / 8 Stunden
Endbahnhof
Bahnhof Erlangen

Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.

Vorschau der App-Darstellung der Tour "SUP-Seeing in Potsdam" | © DB Regio Nordost

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Ablaufplan

Tourstart am Bahnhof Erlangen

Wegbeschreibung

Vom Bahnhofsvorplatz geht es zunächst nach links in die Goethestraße. Nach ein paar Schritten ist städtische Touristeninformation erreicht. Erlangen heißt seine Gäste mit dem Slogan „fränkisch und international“ willkommen. Die Tourist-Information bietet Stadtpläne und Stadtführer. Wer diesen Rundgang lieber mit dem Fahrrad zurücklegen möchte, erhält hier Informationen zum Fahrrad-Ausleihsystem der Stadt. 

Tourist-Information Erlangen
Goethestr. 21 a, 91054 Erlangen 
Tel. 09131 8951-0
tourist@etm-er.de
www.visit-erlangen.de

Anschließend geht wieder ein paar Meter zurück zur Richard-Wagner-Straße. Hier ist bereits der Turm der Hugenottenkirche zu sehen. Der Platz davor heißt Hugenottenplatz.

Die Hugenottenkirche

Im Mai 1686 kamen die ersten protestantischen Glaubensflüchtlinge aus Frankreich in Erlangen an. Bald waren es rund 1500 Hugenotten, die hier eine Zuflucht fanden. Markgraf Christian Ernst von Brandenburg-Beyreuth ließ für sie ein eigenes Stadtquartier anlegen, offiziell „Christian Erlangen“, von den Einheimischen „Neustadt“ genannt. Mit ihren breiten Straßen und den barocken Gebäuden gilt sie als eine der besterhaltenen barocken Planstädte in Deutschland. Bis 1812 blieb sie eine selbständige Gemeinde. Dort ließ der Markgraf auch eine eigene Kirche bauen. Sie wurde 1693 eingeweiht und war damit das erste reformierte Gotteshaus der Hugenotten außerhalb Frankreichs. Der Markgraf hatte in dem „Tempel“ eine eigene Loge. Der 52 Meter hohe Turm kam erst 1736 hinzu. Neben dem Filzhut- und dem Handschuhmacher-Handwerk brachten die Hugenotten auch die Strumpfwirkerei nach Erlangen, die bald zur wichtigsten Erwerbsquelle der Stadt wurde. In der nahen Holzgartenstraße stehen noch Häuser aus dem 18. Jahrhundert, die auf diese Handwerker zurückgehen.

Hugenottenplatz 2
91054
Erlangen
Telefon: 09131 22164
E-Mail Adresse: buero@hugenottenkirche.de
Der Hugenottenbrunnen, Foto: ETM Florian Trykowski
Die Hugenottenkirche, Foto: ETM Florian Trykowski

Wegbeschreibung

Vom Hugenottenplatz führt die Universitätsstraße auf kurzem Weg zu einem Zugang zum Schlossgarten mit dem Schloss als markantesten Bau.

Der Schlossgarten und das Schloss

Das markgräfliche Schloss wurde 1700 bis 1704 im Barockstil unter dem Einfluss französischer Klassizistik erbaut. Zusammen mit Schlossgarten und Orangerie entstand so das erste in sich geschlossene barocke Bautenensemble Frankens. Erlangen wurde so zur Residenzstadt. 1814 brannte das Schloss vollständig aus und wurde erst 1825 für die Universität wieder aufgebaut. Heute ist in dem nüchternen Bau die Verwaltung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg untergebracht. Das Foyer des Schlosses ist zu den Bürozeiten der Universität begehbar.
Der Erlanger Schlossgarten mit seinen 7,5 Hektar ist eine der frühesten barocken Gartenanlagen Frankens. Der östliche Teil wurde allerdings im 19. Jahrhundert in einen englischen Landschaftsgarten umgewandelt. Er steht seit 1849 der Bevölkerung offen.
Besonderer Blickfang ist der Hugenottenbrunnen aus dem Jahr 1706. Auf unterster Ebene sind Mitglieder vornehmer Hugenottenfamilien dargestellt, in der Mitte antike Gottheiten und ganz oben Markgraf Christian Ernst. Die Orangerie von 1706 wurde nur bis 1755 als Pomeranzenhaus verwendet. Heute wird der prunkvolle Saal u. a. für Trauungen genutzt. Die Orangerie kann nur von außen besichtigt werden. Zugang nur bei Veranstaltungen.
Vor der Kulisse des Markgrafenschlosses findet auf dem Schlossplatz ein Wochenmarkt statt.

Schlossplatz 4
91054
Erlangen
01.05. - 30.09.
Montag: 06:00 - 21:00 Uhr
Dienstag: 06:00 - 21:00 Uhr
Mittwoch: 06:00 - 21:00 Uhr
Donnerstag: 06:00 - 21:00 Uhr
Freitag: 06:00 - 21:00 Uhr
Samstag: 06:00 - 21:00 Uhr
Sonntag: 06:00 - 21:00 Uhr
01.10. - 30.04.
Montag: 06:00 - 20:00 Uhr
Dienstag: 06:00 - 20:00 Uhr
Mittwoch: 06:00 - 20:00 Uhr
Donnerstag: 06:00 - 20:00 Uhr
Freitag: 06:00 - 20:00 Uhr
Samstag: 06:00 - 20:00 Uhr
Sonntag: 06:00 - 20:00 Uhr

Wegbeschreibung

Nach dem Besuch des Schlossgartens geht es zwischen Schloss und Orangerie wieder hinaus in die Stadt. Am Weg steht der Altstädter Wasserturm. Er wurde 1705 erbaut und versorgte die Fontänen im Schlossgarten mit Wasser. Im 19. Jahrhundert wurden einige Räume als Studentenkarzer genutzt. Später war das Heimatmuseum hier untergebracht, heute beherbergt er eine Musikschule. 
Der weitere Weg führt durch die Schiffstraße mitten durch die Altstadt. Sie bezaubert durch ein malerisches Ambiente. Hier reihen sich gut erhaltene Fachwerkhäuser aneinander, das Kopfsteinpflaster und Blumenkästen auf den Fensterbrettern verleihen der Straße ihren Charme. Sie ist gesäumt von Cafés und Bars. Kleine Ateliers und Kunstgalerien verleihen der Straße eine künstlerische Note. Besucher können lokale Kunstwerke bewundern und vielleicht sogar das eine oder andere Kunstwerk erwerben. 
Schifferstraße und Kirchenstraße führen zum Altstädter Kirchenplatz und von dort zum Martin-Luther-Platz und zum Stadtmuseum.

Das Stadtmuseum

Das Stadtmuseum von Erlangen befindet sich im historischen Altstädter Rathaus. Das wurde errichtet zwischen 1733 und 1740 nach Entwürfen von Johann Georg Weiß, der mit weiteren Bauten das Gesicht der Stadt prägte. Bis zum Jahr 1812, als sich Alt- und Neustadt vereinigten, diente es als Sitz des Erlanger Magistrats. Seit 1964 ist hier das Stadtmuseum untergebracht.
Die Dauerausstellung dokumentiert die Stadtgeschichte von der Vorgeschichte bis ins 20. Jahrhundert. Der Schwerpunkt liegt auf der Barockzeit. In diese Epoche fielen die planmäßige Errichtung der Neustadt, die Etablierung von hugenottischen Gewerben, der Ausbau zur markgräflichen Residenz und die Gründung der Universität, der zweitgrößten Hochschule Bayerns. Weitere Bereiche sind der Wandel der Stadt im Industriezeitalter zur Groß- und „Siemensstadt“ nach dem Zweiten Weltkrieg.

Martin-Luther-Platz 9
91054
Erlangen
Telefon: 09131 86-2300
Dienstag: 09:00 - 17:00 Uhr
Mittwoch: 09:00 - 17:00 Uhr
Freitag: 09:00 - 17:00 Uhr
Donnerstag: 09:00 - 20:00 Uhr
Samstag: 11:00 - 17:00 Uhr
Sonntag: 11:00 - 17:00 Uhr
Stadtmuseum mit Altstaedter Kirche, Foto: ETM Florian Trykowski

Wegbeschreibung

Nun geht es entlang der Hauptstraße weiter nach Norden. Der Weg kreuzt die Nördliche Stadtmauerstraße, wo sich noch ein Rest der mittelalterlichen Stadtmauer befindet. Bald geht die Hauptstraße in die Bayreuther Straße über und führt leicht aufwärts. Man befindet sich am Fuß des Burgberges, der die Stadt um ca. 50 Meter überragt. Auf seiner Spitze steht ein Wasserturm, der seit 1905 in Betrieb ist und jederzeit zugänglich ist. Vom Burgberg aus bietet sich ein eindrucksvoller Blick über die Stadt.
Von der Bayreuther Straße zweigt die Straße An den Kellern ab. Sie führt zu einer besonderen Sehenswürdigkeit Erlangens: den Bierkellern. Wohl keine Stadt in Deutschland besitzt eine Straße mit so vielen Biergärten.

Die Bierkeller

Der Erlanger Burgberg (eine Burg hat es hier wohl nie gegeben) erlangte seine besondere Bedeutung für die Stadt, als nach 1650 die Erlanger Bürger mit Braurechten begannen, an seiner Südseite Felsenkeller in den Berg zu treiben. Im Laufe der folgenden 150 Jahre entstanden so 16 Felsenkeller, die noch heute eine Höhle von mehr als 21 Kilometern Länge bilden. In diesen Kellern herrschten mit Hilfe von Natureis optimale Bedingungen für die Lagerung des damals nur im Winter gebrauten untergärigen Bieres. Dieses Kellersystem machte Erlangen im 19. Jahrhundert zu einer der führenden Bierexportstädte Deutschlands. Erst mit Erfindung der Kältemaschine von Linde verlor Erlangen diesen Vorteil. Als Bierlager hatten sie ausgedient. 
Einige der Keller sind heute als Biergärten Anziehungspunkte. Das zeigt sich besonders alljährlich zu Pfingsten, wenn es heißt: "Der Berg ruft!". Denn dann findet hier seit 1755 eines der ältesten Volksfeste der Welt statt. Die Erlanger „Bergkirchweih“ zieht jährlich rund eine Million Besucher an und verwandelt das Gelände rund um den Burgberg in ein fröhliches Beisammensein mit Musik, Bier, Tanz, Spaß und Spiel. Ausgeschenkt wird dann das Festmärzenbier. Den Besuchern wird eine Tischreservierung empfohlen.

Erlanger Bergkirchweih, Foto: ETM Florian Trykowski

Wegbeschreibung

Von der Straße An den Kellern lohnt sich ein Abstecher zum Heinrich-Kirchner-Skulpturengarten. Der Bildhauer wurde 1902 in Erlangen geboren und lebte bis 1984. Am Burgberg sind 17 bronzene Großplastiken ausgestellt. Durch den Papellierweg und die Kussmaulallee, die Palmsanlage, die Bismarckstraße, die Schillerstraße, die Max-Busch-Straße führt der ca. 2,5 Kilometer lange Weg zum Siemens Healthineers Museum. Eine Alternative ist die Fahrt mit dem Bus von der Haltestelle Rathsberger Straße zur Haltestelle Siemens Healthineers MedMuseum.

Das Siemens Healthineers MedMuseum

Die Siemens Healthineers AG ist ein Hersteller von Medizintechnik und umfasst die Aktivitäten von Siemens in diesem Bereich. Der Name „Healthineers“ ist ein Kofferwort aus „healthcare“, „engineer“ und „pioneer“. In Erlangen spielt die Medizintechnik seit Langem eine bedeutende Rolle. Das Museum zeigt ausgesuchte Exponate zur Entwicklung dieser Technologien von den Anfängen bis zur Gegenwart. 
Das Siemens MedMuseum ist eng mit der Geschichte der medizinischen Instrumente in Erlangen verbunden. Bereits im Jahre 1877 wurden mechanische und optische Geräte für die Medizin hergestellt. Auch das Museumsgebäude ist eng mit der Firma Siemens verbunden. 1892 wurde das Gebäude als Fabrikhalle der Firma  Reiniger, Gebbert & Schall (RGS) gebaut. Die Firma RGS ist eine der Vorgängerfirmen von Siemens Healthineers. Das Museum wurde 2014 eröffnet und zeigt vor allem historische Diagnostik-Geräte. Mehr als 200 Exponate – das älteste aus dem Jahr 1890 – und eine neue App machen den Besuch zu einem besonderen Erlebnis.

Der Eintritt ist kostenfrei.

Gebbertstraße 1
91052
Erlangen
Telefon: 09131-845 442
E-Mail Adresse: medmuseum.team@siemens-healthineers.com
Montag: 10:00 - 17:00 Uhr
Dienstag: 10:00 - 17:00 Uhr
Mittwoch: 10:00 - 17:00 Uhr
Donnerstag: 10:00 - 17:00 Uhr
Freitag: 10:00 - 17:00 Uhr
SIEMENS MedMuseum, Foto: Antonín Ryska, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org

Wegbeschreibung

Spätestens nach dem Museumsbesuch wird es Zeit zur ausgiebigen Rast in einem typisch fränkischen Restaurant. Empfehlung: Kitzmann BräuSchenke.

Kitzmann BräuSchenke

Die Kitzmann BräuSchenke ist ein Traditionsgasthaus, das auf ein 1712 gegründetes Brauhaus zurückgeht, das bis 2018 bestand. Auf den Tisch kommen hier in uriger Atmosphäre das typisch fränkische Schäufele, ein gefülltes Braumeisterschnitzel oder die viel gelobten Käsespätzle. Auch Haxen und fränkische Bratwürste fehlen nicht. Dazu natürlich – wenn es sein soll – ein frisch gezapftes Bier (inzwischen aus dem fränkischen Kulmbach). Und zum Nachtisch warmer Apfelstrudel.

Südliche Stadtmauerstraße 25
91054
Erlangen
Telefon: 09131 810833
E-Mail Adresse: reservierung@braeuschaenke.com
Montag: 11:30 - 23:00 Uhr
Dienstag: 11:30 - 23:00 Uhr
Mittwoch: 11:30 - 23:00 Uhr
Donnerstag: 11:30 - 23:00 Uhr
Freitag: 11:30 - 23:00 Uhr
Samstag: 11:30 - 23:00 Uhr
Sonntag: 11:30 - 23:00 Uhr

Tourende am Bahnhof Erlangen

Wegbeschreibung

Weniger als 10 Minuten Fußweg sind es durch die Friedrichstraße bis zum Bahnhof von Erlangen.

Tourenkarte

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Start/Ende

Bahnhof Erlangen

Bahnhofsplatz 7

91054 Erlangen

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