Vom Bahnhof sind es 1,6 Kilometer auf der L280 – vorbei am Forstamt Unterlüß der Niedersächsischen Landesforsten – zum Wanderparkplatz „Lüßwald“. Hier starten die Touren durch die hügelige Waldlandschaft.
Müdener Str. 1
29345 Südheide, OT Unterlüß
Eine Wanderung von Unterlüß in den Naturpark Südheide
Eine Wandertour für Naturliebhaber und Familien
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Vom Bahnhof sind es 1,6 Kilometer auf der L280 – vorbei am Forstamt Unterlüß der Niedersächsischen Landesforsten – zum Wanderparkplatz „Lüßwald“. Hier starten die Touren durch die hügelige Waldlandschaft.
Die 7,2 Kilometer lange Rundwanderung bietet neben Entspannung und Entschleunigung auch viele Einblicke in die Entwicklung des Lüßwaldes. Auf dem Wald-Erlebnis-Pfad können die Wandernden auf illustrierten Infotafeln allerlei Wissenswertes über den Wald und seine Bewohner erfahren. Der Pfad führt zum Lüßberg und weiter zum Naturwaldreservat, das nicht bewirtschaftet und sich selbst überlassen wird.
Bänke und Tisch am Lüßberg laden ein zum Verschnaufen und zum Picknicken. Und hier klärt sich auch, was es mit dem Stein in der Hosentasche auf sich hat …
Der 130 Meter hohe Lüßberg ist der höchste Punkt des Naturparks Südheide, allerdings ohne besondere Aussicht. Ein Gedenkstein erinnert an den 13. November 1972, als der schwere Orkan namens „Quimburga“ in Norddeutschland auch den Wald stark verwüstete. Mittlerweile konnte er erfolgreich wiederaufgeforstet werden. Neben dem Gedenkstein türmen sich kleine Steinhaufen, die Wandersleut hier mit mitgebrachten Steinen aufgereiht haben. Dieses Ritual soll Glück bringen und einen Wunsch erfüllen.
Nun geht es zum Naturwaldreservat mit seinen jahrhundertealten Buchen, durch einen kleinen Eichenmischwald und zu einem Forschungsstandort, an dem der Klimawandel und der künftige Holzertrag untersucht werden. Und hast du nicht gesehen, ist wieder der Wanderparkplatz erreicht. Auf gleichem Weg geht es nun zum Bahnhof zurück. Wer noch Zeit hat für einen kleinen Exkurs, findet keine 700 Meter vom Bahnhof entfernt in Unterlüß ein interessantes Kunstmuseum.
Das Museum widmet sich dem Leben und Wirken des Malers und Grafikers Albert König (1881-1944). Seine Witwe hatte verfügt, dass das Wohnhaus, das Atelier und der gesamte künstlerische Nachlass in den Besitz der Gemeinde Unterlüß geht und hier ein Kunstmuseum mit seinem Namen entsteht.
In der Südheide in Eschede geboren, ließ sich Albert König ab 1901 an verschiedenen Orten künstlerisch ausbilden und arbeitete ab 1911 als freischaffender Künstler. Er machte sich mit Holzschnitten und Gemälden schnell einen Namen und konnte seine Werke erfolgreich in Berlin, Hamburg, Hannover, München und Dresden ausstellen. 1927 zog er nach Unterlüß, lebte dort sehr zurückgezogen und fand seine Themen vor allem in der Natur. So sind Bäume ein immer wiederkehrendes Motiv sowie die Kieselgur-Gruben. Kieselgur, ein mineralisches Sedimentgestein, wurde in Unterlüß abgebaut und verarbeitet.
Neben den Werken Albert Königs zeigt das Museum regelmäßig Ausstellungen weiterer Künstler und Künstlerinnen aus der Region. Auch zu Konzerten, Lesungen, Theatervorstellungen und Comedyabenden wird eingeladen, und wer sich im besonderen Ambiente des Museums das Ja-Wort geben möchte, kann hier heiraten. Eine Besonderheit ist die interaktive Dauerausstellung „Kieselgur – Die Erlebnisausstellung“, die sich mit dem Bodenschatz beschäftigt.
Während der Öffnungszeiten können die Gäste auch Kaffee und Kuchen im Museumsfoyer genießen.
Nach so viel interessantem Neuen aus Natur und Kunst geht es jetzt auf der Straße Wildbahn zurück zum Zug.
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