Keine zehn Minuten zu Fuß sind es vom Bahnhof auf der Berliner Straße zum Fahrradgeschäft Schäfer, das auch Räder verleiht.
Bahnhofsplatz 1c
16278 Angermünde
Eine Rundtour von Angermünde zu Badespaß und Besonderem
Eine Radtour für Naturliebhaber, Kulturliebhaber und Familien
Entspannt anreisen und Leihräder bei den Vermietern vor Ort nutzen. Die Kapazitäten für die Fahrradmitnahme in den Züge sind begrenzt und eine Mitnahme des eigenen Rads kann je nach Auslastung nicht garantiert werden.
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Keine zehn Minuten zu Fuß sind es vom Bahnhof auf der Berliner Straße zum Fahrradgeschäft Schäfer, das auch Räder verleiht.
Angermünde ist der ideale Standort für reizvolle Radtouren. Wer ein Fahrrad ausleihen möchte, dem bietet das Fahrradgeschäft Schäfer 15 Räder für Erwachsende sowie sechs E-Bikes zur Vermietung an. Die Räder können auch außerhalb der Öffnungszeiten des Geschäfts abgegeben werden. Bei Reparaturen steht mit der angeschlossenen Werkstatt ein kompetenter Service zur Verfügung. Räder und Fahrradausrüstung von Helm bis Gepäcktasche können erworben werden.
Durch Angermünde führen Radwege wie der Uckermärkische Radrundweg und der Radfernweg Berlin – Usedom sowie zahlreiche lokale Radwege. Für Radfahrer stehen damit eine große Auswahl an Tages- oder Mehrtagestouren zur Verfügung.
Der passende Drahtesel ist gefunden und schon geht’s los! Die Tour verläuft durch Angermünde Richtung Süden und folgt straßenbegleitenden Radwegen in den Ortsteil Herzsprung. Die Lindenstraße führt hinein in den Ort und direkt zur Dorfkirche. Im Dreißigjährigen Krieg komplett zerstört, wurde sie Ende des 17. Jahrhunderts wieder aufgebaut.
Lassen Sie sich einladen in die kleine Dorfkirche von Herzsprung und erfahren Sie hier Interessantes zur Geschichte unserer Region und des Dorfes Herzsprung. Gemeinsam werden wir in unserer schlichten Kirche Spuren der Kultur- und Bauschichte des uckermärkischen Gotteshäuser finden.
War einst die Kirche der prägnante Bau im Ort, ist im Jahre 2000 ein weiteres Wahrzeichen hinzugekommen: der Ameisenbrunnen. Er hat seinen Namen – richtig – von überdimensionalen, lustigen Ameisen, die sich um eine Waldquelle versammeln. Den Brunnen hat der Künstler Mecky Ferber gestaltet. Mit seinen krabbelnden Figuren wollte er eine Verbindung zur Natur und zur Welt der Ameisen schaffen. Das Kunstobjekt ist in der Lindenstraße an der Bus-Wendeschleife zu finden. Und dann geht’s zur kleinen Badestelle am Parsteiner See! Wer im Sommer Lust und Badesachen dabei hat, kann im klaren See plantschen oder schwimmen.
Badestelle mit Liegewiese am Nordzipfel des Parsteiner Sees.
Nach dem Badestopp geht es mit dem Rad ein kurzes Stück zurück auf den Uckermärkischen Radrundweg und weiter nach Gellmersdorf, ebenfalls ein Ortsteil von Angermünde. Neben der Dorfkirche von 1826 gibt es hier eine weitere Besonderheit zu entdecken: Am Rande des Dorfes in der Stolper Straße steht ein über 30 Meter langes Gebäude, das aussieht wie ein Flieger!
Direkt am Uckermärkischen Radrundweg befindet sich das Flugsportinformationszentrum, das der Pilot und Schriftsteller Wilfried Brgholz 2012 aus einem ehemaligen Schweinestall errichtete. Diese Erlebnisstätte mit kleiner Ausstellung ist einem Flugzeug im Maßstab 1:1 mit einer Länge von 31,40 Metern nachempfunden und erinnert an die Baade 152. Sie war das erste deutsche Düsenflugzeug für Passagiere. Im Jahr 1958 in Dresden als ingenieurtechnische Meisterleistung damaliger Zeit gebaut, wurde das Düsenflugzeug nach seinem Konstrukteur Brunolf Baade benannt. In der DDR entstanden damals 12 Maschinen, bevor die Produktion 1961 aus Kostengrünen und fehlenden Absatzmöglichkeiten eingestellt werden musste. Im FIZ ist eine Ausstellung zu sehen mit zahlreichen Flugzeugmodellen aus den 1950er-Jahren und einem Originalrumpfteil der 152-Srienmaschine 008. Interessierte können sich nach Voranmeldung von Mai bis Oktober in einem rund 60-minütigen Vortrag zum Thema informieren und sich Fotos und Videos über die Baade 152 anschauen.
Weiter geht es durch Feld und Flur nach Crussow. Hier bietet der Jugend-Landhof Crussow Frisches aus eigener Produktion. Auf dem Hof lernen Kinder und Jugendliche, wie gute Lebensmittel hergestellt werden. Ein Highlight ist der fahrbare Hühnerstall, wo Gäste selbst Eier aus dem Nest sammeln und das Hühnermobil besichtigen können.
Saisonales Gemüse aus eigenem Anbau, Eier, Apfelsaft, Honig und Rindfleisch aus eigener Produktion, auf Bestellung.
Hofbesichtigung während der Öffnungszeiten, Herstellung von Säften aus eigenen Äpfeln zum Mitnehmen im September und Oktober.
Vorbei am Flugplatz Crussow rollen die Radelnden jetzt durch Henriettenhof und dann auf dem Radweg entlang der B2 durch Dobberzin nach Angermünde hinein. Noch ein kleiner Bummel über den Marktplatz mit seinen historischen Gebäuden und Möglichkeiten zur Einkehr, bevor das Leihrad bei Fahrrad Schäfer wieder abgegeben wird.
Die Ratswaage, ein kleines Fachwerkhaus, bot vor 300 Jahren den Bauern aus der Umgebung die Möglichkeit, ihre Waren zu wiegen und damit zu einem reellen Preis zu verkaufen. Der Angermünder Markt ist weitläufig – ein Indiz für den einstigen umfangreichen und lebhaften Handel. Gesäumt wird er von teils historischen Fachwerkbauten, teils Geschäftshäusern aus den Gründerjahren. Blickfang ist ein eindrucksvolles Fachwerk-Bürgerhaus. Es ist über 250 Jahre alt und dient – nach der Sanierung – noch immer als Wohn- und Geschäftshaus.
Mitten auf dem Marktplatz steht das Rathaus von Angermünde. Es ist dem Templiner und dem Lychener ähnlich, so hatten preußische Rathäuser im 18. Jahrhundert eben auszusehen: frei auf dem Markt stehend und ein Türmchen mit goldener Krone an der Spitze. Neben der Eingangstür steht ein hölzerner Esel. Der uckermärkische Holzkünstler Karl Rätsch hat hier einen historischen Pranger-Esel nachgestaltet. Auf ihn mussten sich Betrüger und Fälscher zur Strafe setzen. Der Esel ersetzte den sonst üblichen pfahlförmigen Pranger. 1851 soll letztmalig ein Mann auf diesem Esel "geritten" sein.
Heute bietet der Markt Platz für eine mehrteilige Brunnenanlage, die seit 1999 immer mehr zu einem Wahrzeichen der Stadt wird. Es handelt sich dabei um eine Figurengruppe, die aus sechs Teilen besteht. Sie erzählen mit Humor Geschichten aus dem Leben Angermündes. Da ist der Stuhl, der zum Ausruhen einlädt, aber schon mit Gemüse belegt ist; eine Katze, die in aller Ruhe ihre Mäuse zählt; die Fische und Gewichte; die prall gefüllte Werkzeugkiste in einer Mauerecke; dann die Frau und der Mann, die fragend umherschauen. Das eigentliche Brunnenbecken ist ein alter, gestrandeter Kahn. Aus seinen Löchern fließt das Wasser. Ausgedacht hat ihn sich der uckermärkische Bildhauer Christian Uhlig.
Auf der Berliner Straße geht es nun zum Bahnhof zurück – auch hier gibt es noch ein paar Angebote, um sich nach der Strampelei zu stärken oder vor der Zugfahrt einen Kaffee zu genießen.
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Bahnhof AngermündeBahnhofsplatz 1c
16278 Angermünde