Bahnstraße
16727 Velten
Mit dem Rad durch den "Krämer Forst" nordwestlich von Berlin
Eine Radtour für Familien, Naturliebhaber und Entdecker
Entspannt anreisen und Leihräder bei den Vermietern vor Ort nutzen. Die Kapazitäten für die Fahrradmitnahme in den Züge sind begrenzt und eine Mitnahme des eigenen Rads kann je nach Auslastung nicht garantiert werden.
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Das im Jahre 1905 gegründete Ofen- und Keramikmuseum Velten zeigt auf ca. 900 qm im Dachgeschoss der ehemaligen Ofenfabrik A. Schmidt, Lehmann & Co. die Kunst- und Technikgeschichte des Wärmespenders. Es gibt einen Einblick in die Keramik der Region mit Fokus auf das erste Drittel des 20. Jahrhunderts, u.a. Steingutfabriken Velten-Vordamm mit den Bauhäuslern Burri und Bogler, Hael, W. E. Schade u.a. sowie einer über 500 Objekte zählenden Sammlung an Hedwig Bollhagen Keramiken, vornehmlich Serienproduktion. Als Ausgangs- und Endpunkt der Deutschen Tonstraße bewahrt, erforscht und vermittelt das Veltener Ofen- und Keramikmuseum das keramische Erbe der Mark Brandenburg.
Das benachbarte Hedwig Bollhagen Museum zeigt in seiner Dauerausstellung einen ausgewählten Ausschnitt aus dem persönlichen keramischen Nachlass der Keramikerin Hedwig Bollhagen (geb. 10.11.1907 in Hannover; gest. 08.06.2001 in Marwitz), die unweit von Velten in den HB Werkstätten Marwitz mit ihren zeitlosen Geschirrformen und ganz charakteristischen Dekoren Keramikgeschichte geschrieben hat. Der keramische Nachlass umfasst ca. 1.600 Objekte, darunter vornehmlich Unikate, aber auch Muster- und Einzelstücke von der Hand HBs sowie ihrer Künstlerkollegen, Freunde und Schüler. Er ist dem Förderverein Ofen- und Keramikmuseum Velten e.V. als Leihgabe übergeben worden zur öffentlichen Präsentation in der eigens für diese Räumlichkeiten konzipierten Dauerausstellung im Obergeschoss der Remise neben der Ofenfabrik mit ca. 300 m2 Ausstellungsfläche.
Für Gruppen bietet das Museumsteam Führungen durch das Ofen- und Keramikmuseum Velten und Hedwig Bollhagen Museum an. Anfragen bitte direkt an das Museum.
Fahren Sie die Wilhelmstraße zurück und kreuzen Sie die Chausseestraße. Nach etwa 250 m biegen Sie nach links in die Lindenstraße ein und radeln diese etwa 500 bis nach Marwitz. Dort biegen Sie rechts in die Breite Straße ein und gelangen dann in der Dorfmitte auf den eigentlichen Tourenverlauf der Radroute „Krämer Forst“, die durchgehend mit dem "Krämer Forst"-Logo mit der roten Umrandung ausgeschildert ist.
Nun geht es nach Oberkrämer in den Ortsteil Vehlefanz, wo noch eine original erhaltene Bockwindmühle steht (zwecks Besichtigung am besten vorher telefonisch anfragen unter 03304-2061227).
Eine hölzerne Leiter führt hinauf, dicke Seile hängen von den mächtigen Holzbalken, der große Mahlstein thront im Zentrum der Mühle und leichter Getreidestaub hängt in der Luft. Man kann die Geschichte der 1815 erbauten Vehlefanzer Bockwindmühle förmlich riechen!
Doch gewerblich mahlen tut sie heute nicht mehr - nur zu Anschauungszwecken werden ihre Flügel mit 17,50 Meter Spannweite noch in Bewegung gesetzt. Denn als letzte Windmühle des Kreises Oranienburg wurde sie in den vergangenen Jahrzehnten zu einem interessanten, technischen Denkmal alter Handwerkskunst restauriert und damit der Nachwelt erhalten. Das Mühlenmuseum im Inneren der Mühle beschäftigt sich vor allem mit der Geschichte des Müllerhandwerks in der Region.
Denn das märkische Landschaftsbild wurde einst von Mühlen aller Art geprägt: Kaum zu glauben, dass man noch im Jahre 1852 allein in der Provinz Brandenburg 2198 Bock- und 139 Holländerwindmühlen zählte. Das große "Mühlensterben" setzte dann im 20. Jahrhundert ein.
Die Bockwindmühle in Vehlefanz wurde bis 1945 als Getreidemühle und noch bis 1965 als Schrotmühle genutzt, bevor sie 1977 als technisches Denkmal alter Handwerkskunst unter Denkmalschutz gestellt wurde. 1979 kaufte sie der Landkreis Oberhavel. Von 1982 bis 1991 wurde die Mühle durch den Mühlenbaumeister Hans-Jürgen Zecher aus Wittenberg/Mecklenburg restauriert. Von 1991 bis 2007 diente sie als Ausstellungsort zur Geschichte der Windmühlen unserer Region und unterstand dem Kreismuseum Oranienburg als Schauobjekt. Von 2007 bis 2010 fanden umfangreiche Sanierungsarbeiten statt.
Von Oberkrämer geht es nun über Bärenklau und Vehlefanz nach Schwante. Am Ortseingang lockt eine Erfrischung im Eispavillon an der Milchtankstelle (Dorfstraße 1b). Dann geht es weiter zum Schloss Schwante, ein liebevoll saniertes Gutshaus aus dem 18. Jahrhundert.
Biegen Sie dazu im alten Dorfkern nach links ein in den Schlossweg. Das Restaurant im Backsteinhaus auf dem Schlossgut Schwante lockt mit hausgemachten Speisen und Kuchen. Oder wie wäre es mit einem Picknick im Schlosspark? Das besondere Highlight ist hier der Skulpturenpark, dessen Kunstwerke sich harmonisch in die Natur einfügen. Unbedingt anschauen!
Das Restaurant am Backsteinhaus ist das Herzstück des Schlossgut Schwante. Hier wird gegessen, getanzt, gefeiert. Hier können Gäste nach einem Spaziergang durch den Park in der Nachmittagssonne einen Aperol trinken und die Kinder können Federball, “Mensch ärgere Dich nicht” oder Verstecken spielen.
Die Karte ist klein, aber fein. Es gibt Salate, etwas Warmes und Kuchen – in den Sommermonaten in Selbstbedienung aus der Gartenküche, im Herbst à la carte im Restaurant. Alles hausgemacht und jedes Gericht mit einem kleinen ‚Twist‘. Die Cocktails sind mit Zutaten aus dem Garten gemixt, und die Schnäpse und Weine werden von befreundeten Manufakturen bezogen.
Noch mehr Gartenarchitektur erwartet Sie im Schaugarten in Neu-Schwante im Gartenweg 56. Hier gibt es neben einem Rosengarten sogar einen Englischen Garten und einen Renaissancegarten zu bewundern. Dann geht es über Neu-Ziethen im Zick-Zack-Kurs vorbei an den Sumpfwiesen des Klein Ziethener Luchs Richtung Schloss Ziethen. Sie radeln gemütlich weiter nach Staffelde.
Von Staffelde geht es nun über die Felder durch die Gliendörfer Flatow, Tietzow, Börnicke, Grünefeld nach Paaren-Glien. Zwischen Tietzow und Grünfeld führt die Strecke auch teilweise durch den Krämer Forst. Das Märkische Ausstellungs- und Freizeitzentrum (MAFZ) in Paaren-Glien ist besonders für Familien mit Kindern die Attraktion an der Route, können sich die Kleinen auf den Spielplätzen doch so richtig austoben oder im Arche-Haustierpark alte Nutztierrassen kennen lernen. Ein El Dorado für Kleingärtner und Kräuterfreunde ist ein 3,5 ha großer Schau- und Demonstrationsgarten und auch sonst gibt es hier jede Menge Spannendes rund um die landwirtschaftliche Kultur der Region zu entdecken.
Auf dem rund 23 Hektar großen und weitläufigen Gelände werden Erlebnisse und Veranstaltungen der besonderen Art für Groß und Klein angeboten. Neben dem Marktplatz mit seiner Brauereischänke mit Biergarten, der Festschmiede sowie der „Historischen Braumanufaktur von 1834” erwarten Sie der einzige „Arche-Haustierpark” Brandenburgs, ein Erlebnisbauernhof, die großzügige Wasserspielewelt, eine Floßanlage, Fahrspaß mit Kinderelektroautos sowie weitere Spiel- und Tobemöglichkeiten.
Wandeln Sie auf den vielen Spazierwegen, entspannen Sie auf den Relaxliegen am Wegesrand, genießen Sie die Natur und lassen Sie mal wieder „die Seele baumeln”.
An den Wochenenden und Feiertagen stehen größtenteils Veranstaltungen auf dem Programm. Ob Hobby, Tiere, Traditionelles, Musik oder Pferdesport, haben sich viele Veranstaltungsreihen zu Höhepunkten im Jahreskalender des Erlebnisparks Paaren entwickelt und locken Tausende Besucher in das Havelland, so auch die Brandenburgische Landwirtschaftsausstellung (BraLa), die jährlich am 2. Wochenende im Mai stattfindet.
Für Tagungen, Vorträge und Diskussionsrunden, Hochzeiten und sonstige Familienfeiern im großen Stil oder locker im kleinen Kreis, Vereins- und Betriebsfeste sowie für Ausflüge aller Art finden Sie im Erlebnispark die passenden Räumlichkeiten.
Egal, ob Sie die „Historische Braumanufaktur von 1834” mit Biergarten, die „Historische Festschmiede”, das Restaurant „Havelland”, den Panoramapavillon, den Grillpavillon oder einen der Seminar- und Tagungsräume mieten: Der rundum Service im Erlebnispark-Paaren lässt jede Veranstaltung zu einem unvergesslichen Event werden!
Tipp: Auf Anmeldung werden verschiedene Führungen über das Gelände und korrespondierende Speisenangebote in den gastronomischen Einrichtungen angeboten.
Über Perwenitz geht es nach Pausin, wo Sie sich im wunderschön sanierten Bauernhof der „Waldschule“ am Anger eine weitere Pause gönnen können. Über Wansdorf und Bötzow fahren Sie nun auf der Schlussetappe zurück nach Marwitz, dem Ausgangspunkt der Tour. Von hier geht es über die Zubringerroute durch die Linden- und die Rosa-Luxemburg-Straße nach Velten zurück. Nachdem Sie die Bahngleise überquert haben, biegen Sie wieder nach links in die Bahnstraße, auf der Sie zurück zum Bahnhof gelangen.
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Start/Ende
Bahnhof Velten (Mark)Bahnstraße
16727 Velten