Am Bahnhof 1
01983 Großräschen
Radtour zu feinen Reben am neu geschaffenen See
Eine Radtour für Kurztrip, Familien, Kulturliebhaber und Geniesser
Entspannt anreisen und Leihräder bei den Vermietern vor Ort nutzen. Die Kapazitäten für die Fahrradmitnahme in den Züge sind begrenzt und eine Mitnahme des eigenen Rads kann je nach Auslastung nicht garantiert werden.
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Das Besucherzentrum ist auf Grund von Sanierungsmaßnahmen derzeit geschlossen.
Die IBA-Terrassen sind eines von 30 Projekten, die aus der Internationen Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land, welche im Jahr 2004 eröffnet wurden. Die IBA war von 2000-2010 ein breit angelegtes Zukunftsprogramm für die Bergbauregion in Südbrandenburg. Sie war keine Ausstellung im herkömmlichen Sinne, sondern vielmehr ein jahrelanger Prozess, in dem bauliche Veränderungen vollzogen und landschaftliche Entwicklungs- und Umbauprozesse fachlich begleitet wurden.
Die IBA-Terrassen: minimalistische Architektur aus drei durch Terrassen verbundene Gebäudewürfel, modern gestaltet und eine Widerspiegelung der Verbindung von Natur, Kultur und Bergbau in der Region. Diese liegen eingebettet zwischen der aus einem ehemaligen Tagebaugroßgerät gebauten Seebrücke, einem angelegten Weinberg und dem Aussichtspunkt Victoriahöhe.
Im Besucherzentrum im Haus 1 wird in einer Ausstellung "12 Fragen - 12 Antworten" erzählt eine Bilderausstellung über Vergangenheit und Zukunft. Bergbau- und Klinkertradition Großräschen, Gerettete Bauwerke, vom Ilse-Ledigenheim zum Seehotel, Vom Tagebau-Großgerätereparaturplatz zum Hafen, von der ehemaligen Tagebauböschung zum Weinberg, Planung neuer Wohngebiete. All das und noch mehr Interessantes, Wissenswertes können Besucher in der Ausstellung entdecken.
Ein Bistro lädt zum Verweilen oberhalb des Weinberges ein. Von hier aus kann ein wunderschöner Blick über den Großräschener See genossen werden.
Gleich nebenan finden Sie auch die Fahrradvermietung, wo Sie Ihre vorab reservierten Räder in Empfang nehmen.
Der große Fahrradstützpunkt von iba-aktiv-tours oberhalb des Stadthafens in Großräschen vermietet Tourenräder für Erwachsene und Kinder, E-Bikes, Hundeanhänger und Kinderanhänger. Auch Zubehör wie Fahrradhelme, Fahrradtaschen, Körbe und Schlösser können ausgeliehen werden.
Weitere Angebote: Als umfassender Anbieter für Aktiv-Urlaub organisiert iba-aktiv-tours auch geführte Wanderungen, Rad- und Bustouren, einen Radlershuttle-Service, geführte Tandemtouren für Blinde und Sehbehinderte, Fahrten mit der Kleinbahn Seeschlange, Familien- und Firmenausflüge mit Führungen, Besichtigungen des aktiven Tagebaus, Mittagessen und Co.
Fahrräder können online gebucht oder per Telefon reserviert werden.
Fahren Sie ein kleines Stück die Seestraße zurück bis zum Kreisverkehr und biegen Sie dort rechts ab, um dem Seerundweg um den Großräschener See zu folgen. Er trägt die Rundkursnummer 12 und ist bestens ausgeschildert.
Am südlichen Ende des Sees treffen Sie nahe dem Bahnhof Sedlitz-Ost auf den Gedenkstein an den ehemaligen Ortsteil Anna Mathilde. Die Bergbausiedlung verschwand, als der Tagebau Meuro vorrückte.
An weitere abgebaggerte Orte erinnert der Aussichtspunkt Reppister Höhe.
Der Aussichtspunkt Reppister Höhe am Südufer des Großräschener Sees eröffnet einen weiten Blick über die Lausitzer Landschaft, mit der Stadt Senftenberg im Süden und Großräschen am gegenüberliegenden Seeufer im Norden. An die sieben für den Tagebau Meuro abgebaggerten Orte erinnern ihre Umrisse im Maßstab 1:150 sowie Stelen mit den Ortsnamen: Bückgen, Großräschen-Süd, Anna-Mathilde, Rauno, Reppist, Sauo und Birkenhain.
Als weiteres Symbol der Bergbauregion steht am Aussichtspunkt ein Stahlgestell des Lauchhammerwerks inklusive Baggereimer.
Folgen Sie dem Rundweg auf der Westseite des Sees weiter bis zu Ihrem Ausgangspunkt an den IBA-Terrassen. Kurz davor lohnt noch ein kleiner Abstecher zur Victoriahöhe für einen weiteren wunderbaren Blick über den See.
Der Aussichtspunkt Victoriahöhe gibt den Blick frei auf den Großräschener See, die IBA-Terrassen, die Seebrücke, den Weinberg, den Großräschener Stadthafen und die Allee der Steine. Die Victoriahöhe ist eine Aufhaldung aus Verkippmassen des ehemaligen Tagebau Meuro auf dem Standort der ehemaligen Brikettfabrik Victoria I. Gekrönt wird der kleine Hügel durch eine, einem Schiff nachempfundene, stählerne Aussichtsplattform ca. 138 Meter über dem Meeresspiegel. Informationstafeln erklären, was in der Ferne zu sehen ist und erinnern an die im Tagebau verschwundenen Orte. Unter anderem kann man bei guter Sicht die Tribüne des Lausitzrings und die Kraftwerke in Schwarze Pumpe und Jänschwalde erkennen. Den markanten Aussichtspunkt zieren von innen Illustrationen der Kampagne "Vom Bergmann zum Seemann". Sie zeigen neue Häfen, Förderbrücken, schwimmende Häuser, Bergbaugeräte, Leuchttürme, Bergmänner, Schiffe und Urlauber, die Radfahrer, Badegäste oder Menschen die Boot fahren.
Bald sind Sie wieder an der Fahrradvermietung und können die Räder abgeben. Schauen Sie vor der Rückfahrt unbedingt noch am Weingut der Familie Wobar vorbei, um zu erfahren, was mittlerweile auf dem ehemaligen Tagebaugelände wächst und gedeiht.
„Der Weinberg der Zukunft wird aus pilzwiderstandsfähigen Reben gemacht“, davon ist Winzerfamilie Wobar überzeugt und pflanzte 2012 mit viel Mut robuste Neuzüchtungen (PIWIS) auf den natürlich gewachsenen Boden des stehengebliebenen Steilhangs am ehemaligen Tagebau Meuro. Durch den Anbau von PIWIS können bis zu 80 % Pflanzenschutzmittel gegenüber dem Anbau traditioneller Sorten eingespart werden.
Besucher können sich zu vereinbarten Terminen direkt im Weinberg mit der Winzerfamilie von Qualität und Genuss der national und international prämierten Weine überzeugen. In Weinbergführungen und bei Weinproben können interessierte Weinfreunde im Dialog mit dem Winzer alles über die Geschichte und Zukunft des Weinanbaus in der Niederlausitz erfahren.
Durch das besondere Mikroklima im Einflussbereich des Großräschener Sees mit 2018 Sonnenscheinstunden und durch die UV-Licht-Reflektionen ist die Aromeneinlagerung ausgesprochen intensiv. Der Geschiebemergelboden, die Tag-Nacht-Temperaturunterschiede und die Ertragsreduzierung lassen aromatische, reintönige Weine entstehen. Diese werden ausgebaut im sächsischen Weinhaus Prinz zur Lippe. Der Weinberg direkt am See hat eine Hangneigung von 30 – 33 % Gefälle und lässt die Sonne intensiv einstrahlen.
Das Sortiment von WeinWobar bestehend aus drei Weißweinen, einem Rosé, einem Rotwein und einem Sekt in traditioneller Flaschengärung wird ergänzt durch saisonal erhältliche Produkte wie Winzerglühwein und Balsamicoessig.
Eine Gelegenheit zur Stärkung vor der Rückfahrt bietet zum Beispiel das Bistro an den IBA-Terrassen oder das Restaurant des Seehotels Großräschen. Dort finden Sie übrigens auch das Fälschermuseum mit Kopien von 80 weltbekannten Gemälden.
Ihre Räder haben Sie ja bereits abgegeben – so geht es noch einmal zu Fuß zurück zum Bahnhof über Seestraße, Calauer Straße, rechts in die Gärtnerstraße und die Bahnhofstraße.
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