Grissheimerstr. 1
79426 Buggingen
Unterwegs in sonnenverwöhntem Land
Eine für
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Das Weingut Rieger befindet sich in Buggingen-Betberg, im Norden des Markgräflerlandes. Hier verspricht man sonnigsten Wein aus den südlichsten Lagen Deutschlands. Das Gut hat sich dem biologisch-dynamischen Weinbau verschrieben und damit das Ziel gesetzt, in allen Bereichen der Weingewinnung respektvoll mit der Natur umzugehen. Hier werden viele Sorten angebaut, darunter eine der weltweit ältesten Rebsorten, der „Gutedel“. In der Vinothek kann man die Weine verkosten und kaufen.
In Richtung Norden geht es an der Kirche vorbei, aus Buggingen hinaus und immer geradeaus die Malteserstraße und dann den Mühlerain entlang zum Sulzbach. Die Tour verläuft nun durch die Stadt Heitersheim. Am Sportplatz vorbei und über die Johanniterstraße hinweg, ist es nun nicht mehr weit zum Römermuseum villa urbana.
An der Stelle des heutigen Römerparks befand sich zu römischer Zeit der herrschaftliche Wohnsitz eines Gutsherrn, eine sogenannte Villa urbana. Dort, wo das römische Hauptwohnhaus stand, wurde das heutige Römermuseum erbaut. Der moderne Museumsbau lässt viele Spuren des früheren Wohnhauses erkennen. Hier kann man unter anderem ein 18 Meter langes Zierwasserbecken mit Brunnenfigur, Teile eines Mosaikbodens und buntes Fensterglas besichtigen. Auch Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs sind ausgestellt. So erhalten Besucher einen umfassenden Einblick in das Landleben der römischen Oberschicht.
Vom Römermuseum sind es nur wenige Schritte zum Schloss Heitersheim.
Schloss Heitersheim gilt als eines der schönsten Schlösser im Markgräflerland. Es war über Jahrhunderte Residenz eines Reichsfürsten und zugleich Sitz des deutschen Großpriorats des Johanniter- und des Malteserordens. Als Sitz mächtiger Fürsten und Kanzler strahlte es weit in die Region. Der Johanniterorden besaß im Mittelalter eine selbstständige Justiz, ein eigenes Rechtswesen und eine eigene Verwaltung. Damit war der Orden in Heitersheim und seinen Gebieten eine Art Staat im Staate und avancierte mit seinen dazugehörenden Dörfern zu einem Fürstentum innerhalb des Heiligen Römischen Reiches. Das Franziskanerkloster wurde 1612 durch den damals regierenden Großprior gestiftet.
Im Jahre 1803 wurde das Franziskanerkloster aufgehoben, das Fürstentum Heitersheim aufgelöst und in das Großherzogtum Baden eingegliedert. Somit endete die Herrschaft des Malteserordens im Schloss von Heitersheim. 1826 wurden am Schloss massive Umbautätigkeiten vorgenommen, viel wurde abgerissen, die restlichen Gebäude an verschiedene Besitzer verkauft. Das Schloss befindet sich heute Besitz der Stadt Heitersheim, ist bewohnt und kann daher nur von außen besichtigt werden. Gärten, Schlosshöfe und Schlosspark sind frei zugänglich. Vom Schlosspark aus bietet sich eine grandiose Aussicht auf die Höhen des Schwarzwaldes.
Über Jahrzehnte hinweg war in den Kellergewölben des ehemaligen Kanzleigebäudes das Johanniter-Malteser-Museum untergebracht. Momentan ist das Museum geschlossen, denn es findet eine Neustrukturierung zum Museum im Malteserschloss statt. Dokumentiert wird hier die reiche Geschichte von der Wasserburg bis zum glanzvollen Schloss der Fürst-Großpriore.
Kostenlose Führungen durch die äußere Schlossanlage und eine Besichtigung des Kanzleigebäudes werden zu einem festen Führungstermin angeboten. Die finden vom Mai bis Oktober jeweils am zweiten Sonntag im Monat statt. Treffpunkt ist um 11 Uhr im hinteren Schlosshof neben der Gerichtslinde.
Weiter geht es durch die Anne-Frank-Straße und die Johanniterstraße zum Restaurant Ox für eine inzwischen fällige Rast.
Die Speisekarte lässt rasch erkennen, dass man sich im Dreiländereck zwischen Deutschland, der Schweiz und Frankreich befindet. Es gibt Käsespätzle, Zürcher Geschnetzeltes und Flammekuchen. Im Sommer nehmen die Gäste im Freien Platz, serviert wird auch der kühle „Oxler“ – ein Weißer von Heitersheimer Reben.
Nun sind es noch 4,5 km zurück zum Ausgangspunkt, dem Bahnhof Buggingen. Es geht durch das Basler Gässle, die Weinbergstraße, die Heitersheimer Straße und die Betberger Straße. Wieder führt der Weg durch Weinberge mit unvergesslichen Ausblicken auf die Hügel des Markgräflerlandes.
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Start/Ende
Bahnhof BuggingenGrissheimerstr. 1
79426 Buggingen