12587 Berlin
Entlang der Spree durch Köpenick
Zu Besuch beim Hauptmann von Köpenick
Berlin
6 h
17 km
Durch den Berliner Stadtbezirk Treptow-Köpenick zieht sich als ein blaues Band die Spree. Nachdem sie den Müggelsee hinter sich gelassen hat, windet sie sich durch grüne Wälder, geschichtsträchtige Orten und vorbei an Plätzen der Freude und Erholung. Kein Wunder, dass sich hier eins der beliebtesten Ausflugsgebiete der Berliner und ihrer Gäste befindet. Die Ufer der Spree bilden auch eine ideales Wanderstrecke mit viel Abwechslung und Möglichkeiten zur Rast. Berühmt wurde Köpenick durch den legendären Hauptmann, der mit einer simplen Verkleidung den preußischen Untertanengeist der Lächerlichkeit preisgab. Das Rathaus, in dem sich das abspielte, ist ein Höhepunkt der Tour.
Eine Wandertour für Naturliebhaber und Entdecker
Start- und Endbahnhof
S-Bahnhof Friedrichshagen
17 km / 6 Stunden
S-Bahn Baumschulenweg
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Ablaufplan
Tourstart am S-Bahnhof Friedrichshagen
Wegbeschreibung
Ausflugslokal Mutter Lustig
Das maritime Ausflugslokal liegt zwischen der Köpenicker Altstadt und dem Fluss namens Dahme, der nicht weit von hier in die Spree mündet. Es bietet viel Platz in der gemütlichen, verglasten Gaststube und auf einer großzügigen Gartenterrasse mit Blick aufs Wasser. Auf die Tische kommen typische Berliner Gerichte mit Produkten aus der Region. Der Name des Lokals geht auf Henriette Lustig (1808 – 1888) zurück, die sich von der Wäscherin zur Gründerin einer Lohnwäscherei hocharbeitete. Ihr hat es Köpenick zu verdanken, die „Waschküche Berlins“ geworden zu sein. Gleich neben dem Lokal ist „Mutter Lustig“ als Brunnenfigur bei ihrer harten Arbeit zu sehen.
12555
Berlin
- Montag: 11:00 - 22:00 Uhr
- Dienstag: 11:00 - 22:00 Uhr
- Mittwoch: 11:00 - 22:00 Uhr
- Donnerstag: 11:00 - 22:00 Uhr
- Freitag: 11:00 - 22:00 Uhr
- Samstag: 09:00 - 22:00 Uhr
- Sonntag: 09:00 - 22:00 Uhr
Wegbeschreibung
Nach der Stärkung bei „Mutter Lustig“ geht es über die hölzerne Schlossgrabenbrücke durch das barocke Eingangsportal zur Schlossinsel. Ein Rundgang durch die 21 Räume des Schlosses, ein Besuch des Kunstgewerbemuseums sowie eine Runde durch den Schlossgarten beanspruchen viel Zeit und werden daher auf dieser Tour ausgespart. Stattdessen geht es über den Schlossplatz in die Straße "Alte Köpenick". Dabei werden die Schlossplatzbrauerei, die als die kleinste Brauerei Deutschlands gilt, und bronzene Pferdeskulpturen passiert. Der Schlossplatz ist ein belebter Verkehrsknotenpunkt und daher der passende Platz für die Touristinformation.
Tourismusverein Berlin Treptow-Köpenick
Am Schlossplatz in Berlin-Köpenick befindet sich ein modernes Informations- und Buchungs-Center - zentral gelegen und barrierefrei.
Das Angebot umfasst:
Tagesausflüge und Führungen Treptow-Köpenick
Unterhaltungsprogramme mit dem "Hauptmann von Köpenick"
komplexe Programmgestaltung für Berlin-Aufenthalte
Bus- und Schiffsmoderation
Bus- und Schiffscharter
Übernachtungen
Stadtpläne, Souvenirs
Ticket-Service für alle Berlin-Events, Schiffstouren, Nahverkehr
geführte Rundgänge durch die Köpenicker Altstadt
12555
Berlin
- 01.10. - 30.04.
- Montag: 09:00 - 18:00 Uhr
- Dienstag: 09:00 - 18:00 Uhr
- Mittwoch: 09:00 - 18:00 Uhr
- Donnerstag: 09:00 - 18:00 Uhr
- Freitag: 09:00 - 18:00 Uhr
- Samstag: 10:00 - 13:00 Uhr
- 01.05. - 30.09.
- Montag: 09:00 - 18:00 Uhr
- Dienstag: 09:00 - 18:00 Uhr
- Mittwoch: 09:00 - 18:00 Uhr
- Donnerstag: 09:00 - 18:00 Uhr
- Freitag: 09:00 - 18:00 Uhr
- Samstag: 10:00 - 16:00 Uhr
Wegbeschreibung
Vom Schlossplatz sind es nur noch wenige Schritte bis zum Rathaus Köpenick.
Das Köpenicker Rathaus
Der riesige Bau im Stil der märkischen Backsteingotik entstand in den Jahren 1901 bis 1905, als noch die eigenständig Stadt Cöpenick bestand. Es erhielt mit dem ausladenden Schmuckgiebel und dem 54 Meter hohen Turm ein repräsentatives Aussehen. Weltbekannt wurde das Rathaus ein Jahr nach seiner Einweihung, als der arbeitslose Schuster Friedrich Wilhelm Voigt in einer gekauften Hauptmannsuniform mit zehn herbeikommandierten Soldaten den Bürgermeister verhaftete und sich der Stadtkasse bemächtigte. Der Streich flog erst später auf und Voigt ging als „Hauptmann von Köpenick“ in die Geschichte ein. Er wurde zum Held von Romanen und Filmen. Vor dem Haupteingang des Rathauses steht seit 1996 eine lebensgroße Skulptur des falschen Hauptmanns, die der armenische Künstler Spartak Babajan (geb. 1933) entworfen hat. Das Rathaus Köpenick zeigt eine frei zugängliche Dauerausstellung, in der die berühmte Köpenickiade am historischen Originalschauplatz lebendig wird. Zu sehen ist auch eine Uniform, wie sie Voigt trug.
Im Untergeschoss des Gebäudes befindet sich der gewölbeartige Ratskeller, in dem deftige Speisen, aber auch süße Desserts und Eis serviert werden. Im Sommer nimmt man auf den Straßenterrassen des Ratskellers Platz.
12555
Berlin
- Montag: 09:00 - 20:00 Uhr
- Dienstag: 09:00 - 20:00 Uhr
- Mittwoch: 09:00 - 20:00 Uhr
- Donnerstag: 09:00 - 20:00 Uhr
- Freitag: 09:00 - 20:00 Uhr
- Samstag: 09:00 - 20:00 Uhr
- Sonntag: 09:00 - 20:00 Uhr
Wegbeschreibung
Am Rathausportal, das von vielen Hochzeitspaaren durchschritten wird, geht es um die Ecke in die Rosenstraße. Von hier aus sind weitere architektonische Details des denkmalgeschützten Baus auszumachen. Dann führt der Weg in die Jägerstraße. Bei der Hausnummer 4 wartet ein weiteres Berliner Original: „Pinselheinrich“ Zille. Hier residiert das Altstadttheater Köpenick mit „Zilles Stubentheater“.
Über die Lüdersstraße gelangt mman zur „Freiheit“. Hier gibt es den Biergarten „freiheit 15“. Er liegt direkt an der Müggelspree. Ein Uferweg führt zur Dammbrücke. Noch einmal geht es über die Spree. Es folgt die vielbefahrene Kreuzung Lindenstraße/ Bahnhofstraße. (Hier besteht die Möglichkeit, die Tour abzukürzen: Ein Kilometer ist es bis zum S-Bahnhof Köpenick.
Wer weiter wandern möchte, biegt von der Bahnhofstraße links in die die Seelenbinder- und dann rechts in die Hämmerlingstraße ein.
Die Abseitsfalle der „Alten Försterei“
Auf der Suche nach weiteren Berliner Originalen wird man im Haus mit der Nr. 80 fündig: in der Fankneipe des 1. FC Union Berlin. Die weithin sichtbaren Graffitis mach das Lokal unübersehbar. Die lange Theke und der großzügige Schankraum bieten vor und nach den Spielen ausreichend Platz für die Fans des Berliner Traditionsclubs. Findet kein Heimspielstatt, trifft man sich, um mit Gleichgesinnten die Auswärtsspiele ihrer Unioner auf einer großen Leinwand zu verfolgen. Bei gutem Wetter triff man sich im Biergarten.
12555
Berlin
- Dienstag: 16:00 - 22:00 Uhr
- Mittwoch: 16:00 - 22:00 Uhr
- Donnerstag: 16:00 - 22:00 Uhr
Wegbeschreibung
Der Weg am Stadion vorbei führt zurück in Richtung Lindenstraße, ein Stück entlang der Wuhle und dann längs der Straße An der Wuhlheide. Wer außerhalb der Öffnungszeiten der „Abseitsfalle“ ohne Möglichkeit zur Rast geblieben ist, hat im italienischen Restaurant „Stella del Köp“ (Tel. 030 5301 773) die Chance, sich mit mediterraner Küche zu stärken.
Nun geht es ins grüne Areal der Wuhlheide: mal Wald, mal Park, mal ausgedehnte Grünfläche. Hier gibt es viel zu entdecken. Das Highlight ist das FEZ, Europas größtes gemeinnütziges Kinder-, Jugend- und Familienzentrum. Da es hier so viel zu erleben gibt, reicht ein kurzer Aufenthalt während einer langen Wanderung nicht aus.
Um dennoch einen Eindruck von dem Gelände zu bekommen, empfiehlt sich eine Fahrt mit der Parkeisenbahn, zum Beispiel ab Bahnhof "Eichgestell". Von der Station „Badesee“ besteht die Möglichkeit, die Wanderung abzukürzen und am Bahnhof Wuhlheide in die S-Bahn umzusteigen. Einige Züge der Parkeisenbahn fahren auch direkt bis zum S-Bahnhof Wuhlheide.
Die Parkeisenbahn Wuhlheide
Die Parkeisenbahn Wuhlheide ist eine Schmalspurbahn (600 mm), die vorwiegend von jugendlichen Hobby-Eisenbahnern betrieben wird. Sie fährt in der warmen Jahreszeit in 31 Minuten auf einem 7,5 Kilometer langen Rundkurs, auf dem der Haupteingang des FEZ und der S-Bahnhof Wuhlheide liegen. Außerhalb der Saison sind vor allem Sonderzüge unterwegs, für die vorab gebucht werden muss.
Zum Fahrzeugpark der Parkeisenbahn gehören vier Dampflokomotiven, die vorher auf anderen Kleinbahnstrecken eingesetzt waren. Die „Dampftermine“ werden unter www.parkeisenbahn.de mitgeteilt. Ferner stehen elf in den 1950er- und 1960er-Jahren in Potsdam-Babelsberg gebaute Diesellokomotiven sowie mehrere, zum Teil historische Personenwagen zur Verfügung. Im Sommer sind offene Wagen unterwegs.
12459
Berlin
Wegbeschreibung
Nach der Fahrt mit der Parkeisenbahn geht es weiter durch die Wuhlheide. Ein Teil dient als Waldfriedhof Oberschöneweide. Gleich hinter dem Eingang befindet sich ein Ehrengrab der Stadt Berlin für die Familie Rathenau, zu der der AEG-Begründer Emil Rathenau (1838-1915) und sein Sohn Walther (1867-1922) gehörten. Walther Rathenau war nach dem 1. Weltkrieg Reichsaußenminister. Er wurde von rechtsextremen Gegnern der Weimarer Republik ermordet und auf dem Waldfriedhof beigesetzt.
Weiter führt die Wanderroute vorbei an einem Gebiet, das bis Anfang der 1990er-Jahre von in Karlshorst stationierten Einheiten der Sowjetarmee genutzt wurde. Auf der Fläche eines ehemaligen Stadions hat sich eine Sehenswürdigkeit etabliert, die selbst für Berlin noch ein Geheimtipp ist – der Modellpark Berlin-Brandenburg.
Der Modellpark Berlin-Brandenburg
Im Modellpark Berlin-Brandenburg in der Wuhlheide sind insgesamt über 80 detailgetreue Modelle von bekannten Berliner und Brandenburger Bauwerken im Maßstab 1:25 zu sehen. Dazu gehören das Reichstagsgebäude, das Pergamonmuseum, das Rathaus Köpenick, Schloss Rheinsberg und das Kloster Stift Heiligengrabe. Die Ausstellung wird ständig erweitert. Der Park selbst ist wie eine Landkarte der Region Berlin-Brandenburg angelegt. Sonntags werden hier für Kinder Bastel- und Spielangebote offeriert.
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Berlin
- 01.04. - 30.09.
- Montag: 10:00 - 18:00 Uhr
- Dienstag: 10:00 - 18:00 Uhr
- Mittwoch: 10:00 - 18:00 Uhr
- Donnerstag: 10:00 - 18:00 Uhr
- Freitag: 10:00 - 18:00 Uhr
- Samstag: 10:00 - 18:00 Uhr
- Sonntag: 10:00 - 18:00 Uhr
- 01.10. - 31.10.
- Montag: 10:00 - 17:00 Uhr
- Dienstag: 10:00 - 17:00 Uhr
- Mittwoch: 10:00 - 17:00 Uhr
- Donnerstag: 10:00 - 17:00 Uhr
- Freitag: 10:00 - 17:00 Uhr
- Samstag: 10:00 - 17:00 Uhr
- Sonntag: 10:00 - 17:00 Uhr
Tourende am S-Bahn Baumschulenweg
Wegbeschreibung
Der Weg namens „Eichgestell“ verläuft über die vielbefahrene Treskowallee, hin zu einem weiteren Waldstück der Wuhlheide. Dann geht es entlang der Minna-Todenhagen-Straße zur gleichnamigen Brücke. Sie führt auf die Köpenicker Landstraße. Nun ist es nur noch ein kurzes Stück zur Baumschulenstraße und zum S-Bahnhof Baumschulenweg.
Wenn noch Zeit für eine letzte Rast bleibt, bietet sich das Café Behring mit einer breiten Auswahl an Kuchen und Snacks an der Rückseite des Bahnhofes an.
Café Behring
Behringstraße 6, 12437 Berlin
Tel. 030 5302 6858, www.cafebehring.de
Tourenkarte
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S-Bahnhof Friedrichshagen