Bahnhofstr. 3
15374 Müncheberg OT Obersdorf
Eine Wanderung durch das wildromantische Stobbertal
Eine Wandertour für Naturliebhaber und Geniesser
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Unter den alten Eichenbäumen mitten im Wald im Herzen des Naturparks, kann man bei Suppe der Saison oder Kaffee und Kuchen die Waldruhe genießen; das Café bzw. Drei Eichen liegt direkt am R1 und an der Naturparkroute Märkische Schweiz.
Von Drei Eichen sind es nur 1,7 Kilometer durch das wildromantische Stobbertal bis zur Pritzhagener Mühle. Der scheue Eisvogel ist heimisch in dieser Idylle, die auch durchzogen wird vom Höllenbach. Auch Spuren der Biber lassen sich entdecken. Kein Wunder, dass das Stobbertal Naturschutzgebiet ist. Von urwaldartig wandelt sich die Landschaft in Wiesen mit Pferdekoppeln. Vor der Pritzhagener Mühle steht die sogenannte Grenzeiche, eine Königseiche, die hier seit ungefähr 460 Jahren wächst. Stattliche 22 Meter ist sie hoch. Ähnlich alt wie die knorrige Eiche ist die Pritzhagener Mühle. Die Schanklizenz erhielt der Müller im Jahre 1827 und noch heute wird hier eingeschenkt und aufgetafelt.
Das kleine Restaurant liegt einsam und idyllisch mitten in der Natur am Flüsschen Stöbber. Der für seinen rauen Charme berühmte Besitzer und Wirt serviert hausgemachte Fischgerichte und selbstgebackenen Kuchen.
Der Innenraum des im schwedischen Landhausstil errichteten Hauses ist im Ambiente der 20er- und 30er Jahre gestaltet. Der weitläufige Garten lädt bei schönem Wetter zum Verweilen ein. Neben normalen Toiletten steht den Gästen ein sauberes Plumpsklosett zur Verfügung.
Gestärkt geht es nun in Richtung Großer Tornowsee und durch den Wald immer am Stöbber entlang. Ab und an sind Libellen farbenfrohe Begleiter auf dem Weg zur Güntherquelle. Namensgeber ist der Sohn der Gräfin von Itzenplitz, die das Wasser der Quelle 1907 untersuchen ließ und Minerale sowie Eisen fand. Nur ein paar Meter weiter lädt eine der Kneipp-Wassertretstellen im Stobber ein, die Füße zu kühlen. Wir sind in Buckow, dem einzigen Kneipp-Kurort Brandenburgs. Wer mag, schaut nebenan noch im „Schweizer Haus“ rein.
Wer mehr über den Naturpark Märkische Schweiz erfahren möchte, kann seine Entdeckungstour im Naturpark-Besucherzentrum Schweizer Haus im Kneipp-Kurort Buckow beginnen. Die interaktive, 2021 neu eröffnete Ausstellung "Expedition Märkische Schweiz" im Besucherzentrum und Garten am Schweizer Haus in Buckow vermittelt Wissen für Groß und Klein zur Entstehung der Landschaft, Lebensräumen und Arten, Ausflugszielen und Erlebnissen und regt an, für den Naturschutz und ein nachhaltiges Leben aktiv zu werden.
Leistungen:
Naturerlebnisgarten
Interaktive Ausstellungselemente
Zahlreiche Tierpräparate
Vertiefende Informationen zum Naturpark und Naturschutz
Barrierefreie Sprache und rollstuhlgerechter Zugang zur Ausstellung
Weiter führt die Strecke von der Lindenstraße auf den Fontaneweg und wieder raus aus Buckow nun entlang von Feldern und in den Wald. Noch einmal geht’s vorbei an Drei Eichen und auf der Königstraße hinein in den Wald nach Waldsieversdorf. Die „Frühstückseiche“ wir passiert, unter der Friedrich II. auf dem Weg in die Festungshaft nach Küstrin gefrühstückt haben soll. Die Wege Am Krummen Pfuhl und An der Kleinbahn nehmen die Wandernden auf und bringen sie zum Bahnhof Waldsieversdorf. Wenige Schritte vom Bahnhof erwartet Kulturinteressierte ein besonderes Kleinod: das Sommerhaus des Künstlers John Heartfield.
John Heartfield (1891–1968), Begründer der politischen Fotomontage, hat 1957 am Großen Däbersee in Waldsieversdorf sein Sommerhaus errichtet. Nach Klärung der Eigentumsverhältnisse konnte die Gemeinde Waldsieversdorf das Grundstück 2008 erwerben, sanieren und als Erinnerungs- und Begegnungsstätte ausbauen.
Im Sommerhaus sind das original eingerichtete Kaminzimmer zu besichtigen und Ausstellungen zum Leben und Werk John Heartfields. In der ehemaligen Garage sind einige seiner bedeutenden Fotomontagen gegen Krieg und Nationalsozialismus zu sehen.
Im Spätsommer 1950 war der Fotomontagekünstler John Heartfield mit seiner Frau aus dem englischen Exil in die DDR übergesiedelt. Er arbeitete für Verlage und Theater, illustrierte Bücher, gestaltete Buchumschläge und Bühnenbilder, u.a. für Bertolt Brecht. Brecht riet dem gesundheitlich angeschlagenen Heartfield zu dem Refugium nahe Buckow. Heartfield pachtete 1957 das Grundstück Schwarzer Weg 12 am Großen Däbersee in Waldsieversdorf und erbaute dort sein Sommerhaus.
Nun werden noch einmal die letzten Kräfte mobilisiert, um die gut drei Kilometer Weg parallel zu den Gleisen der Buckower Kleinbahn zum Bahnhof Müncheberg (Mark) zu laufen, wo die Regionalbahn fährt. Wer den Ausflug an Sommer-Wochenenden plant, hat den Joker: Einfach in Waldsieversdorf in die Buckower Museumbahn (Fahrzeiten siehe www.buckower-kleinbahn.de) steigen und ganz bequem nach Müncheberg zuckeln …
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Bahnhof ObersdorfBahnhofstr. 3
15374 Müncheberg OT Obersdorf