Bahnhofstr. 5
03238 Finsterwalde
Eine Wanderung von Finsterwalde nach Doberlug-Kirchhain
Eine Wandertour für Naturliebhaber und Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Am Stadtrand von Finsterwalde inmitten des Naherholungsgebietes Bürgerheide gelegen, bietet der Tierpark großen und kleinen Gästen erholsame, lehrreiche und kurzweilige Stunden mit Tieren aus aller Welt. Habt ihr schon mal Zebramangusten oder Afrikanische Höckergänse gesehen? Hier könnt ihr sie entdecken. Die Damhirsche freuen sich darauf, von euch gefüttert zu werden. Dazu könnt ihr direkt in ihr Gehege laufen. Auch die Ziegen und Kaninchen freuen sich auf Streicheleinheiten. Wissenswertes über Tiere, Bäume und weiteres gibt es auf den Rundwegen zu erfahren. Verschiedene Mitmachstationen und ein Barfuß-Pfad erwarten euch. Ein leckeres Imbiss- und Kuchenangebot sowie Eis und Getränke gibt es im Café am Schwanenteich. Daneben befindet sich der Tierpark-Spielplatz zum austoben.
Wer flinke Füße hat, kann noch bei Känguru, Weißbüscheläffchen und Co. vorbeischauen, bevor es durch dichten Wald zum „Eierpieler“ geht. Dieses Torfmoosmoor gehört zu den seltensten in Brandenburg. Entstanden in der Eiszeit, wachsen die Torfe unmittelbar über einer wasserstauenden Lehm- bzw. Tonschicht. Weiter geht es rund fünf Kilometer schnurgerade auf teils sandigen Waldwegen der Alten Poststraße entlang nach Lugau. Folgen Sie ein Stück der Lugauer Dorfstraße, passieren Sie die evangelische Dorfkirche. Mit ihren Zwillingstürmen prägt die Feldsteinkirche das Ortsbild. Wie wäre es jetzt mit einer richtig schönen Fußmassage? Seit Kurzem gibt es mitten im Dorf eine naturnahe, barrierefreie Kneippanlage – tatkräftige Leute und das kleine Fließ Bache machten sie möglich.
Das Wassertreten ist die wohl bekannteste Kneipp´sche Heilmethode. Dies ist jetzt auch in Lugau möglich. Also: Hosenbeine hochgekrempelt und los geht´s. Die Kneippanlage in Lugau ist im Dorfgraben „die Bache“ optisch sehr schön in die grüne Dorfaue integriert. Da diese am Europa-Radweg Nr. 6 sowie am Fürst-Pückler-Radweg liegt, ist sie auch für Radfahrer eine gute Adresse, um eine kleine Pause einzulegen und die müden Glieder für die weitere Fahrt fit zu machen.
An der Wassermühle folgen Sie der Rückersdorfer Straße Richtung Südwesten. Übrigens wurde die erste Wassermühle im Ort schon 1630 erwähnt. Ein Verein kümmert sich heute um den Erhalt. Vorbei an Feldern und Wiesen führt der Weg im Zick-Zack auf der Fischwasserstraße und Buschmühlenweg zur Buschmühle. Die Schacke wurde einst angestaut und so entstanden Teiche für Mühlen und Fischzucht. Sie laufen den Weg zwischen zwei Teichen und gelangen schließlich zur Bahntrasse Berlin-Dresden, über die eine Brücke führt. Folgen Sie nun rechter Hand dem Weg, der Sie zum Naherholungsgebiet „Bad Erna“ bringt. Es entstand aus Restlöcher eines einstigen Braunkohletagebaus.
Bad Erna, von Einheimischen liebevoll „Erna“ genannt, ist ein kleines Paradies inmitten der Natur. Schon vor über hundert Jahren zog es besonders Berliner in „ihre Badewanne“ nach Doberlug-Kirchhain. Damals gab es sogar eine eigene Zugverbindung direkt bis ins Naherholungsgebiet. Bis heute hat der ehemalige Grubensee nichts an Attraktivität verloren – im Gegenteil. Eine Vielzahl von Aktivitäten und Entspannung pur machen das Gebiet besonders für Familien zu einem gern besuchten Ausflugsziel. Nicht allein wegen der üppigen Vegetation rund um den glasklaren, bewachten Badesee, auch wegen der preiswerten Übernachtungsmöglichkeiten. Der Spielplatz mit Piratenschiff und Lokomotive lädt vor allem die kleinen Gäste zum Spielen und Toben ein. Ein ganz besonderes Naturerlebnis wird den Gästen geboten, wenn abends allmählich Stille einkehrt und die untergehende Sonne einen goldenen Teppich auf den See legt. Zeit für die Seele, die man dann trefflich baumeln lassen kann. Ganz in der Nähe befindet sich übrigens ein Landschaftsschutzgebiet mit den legendären „Hammerteichen“, ideal für Angler.
Nach der Abkühlung im Sommer und herrlichen Blicken im Frühjahr und Herbst laufen Sie zurück auf die Straße „Bad Erna“ und dann den Weg um den Teich, der linker Hand Bungalows und Einfamilienhäusern präsentiert und rechter Hand Waldflächen. Folgen Sie diesem über den Teichweg zur L622. Die Straße bringt Sie zum Hammerteich, leider gibt es hier noch keinen straßenbegleitenden Fußweg. Der Hammerteich ist der größte Teich und entstand durch den Abbau von Raseneisenstein für Bauzwecke im Mittelalter. Für seine Verarbeitung wurden eine Schmelzhütte und ein Eisenhammer errichtet, daher der Name Hammermühle. Später wurde daraus eine Sägemühle. Heute bietet hier eine Teichwirtschaft im Hofverkauf frischen und geräucherten Fisch sowie Fischimbiss an.
Der Hammerteich in Lindena bei Doberlug-Kirchhain gilt als der älteste Teich der Niederlausitz. Er entstand ursprünglich durch den Abbau von Raseneisenstein für Bauzwecke im Mittelalter.
Der Fischereibetrieb der Teichwirtschaft Hammermühle gliedert sich in die Bereiche Hammermühle Lindena, Kleine Mühle Fischwasser und in den Lugteich Brenitz. Hier findet man Fischarten wie Karpfen, Schleie, Hecht, Wels, Quappen, Barsch, Zander, Plötze und Rotfeder. In kristallklarem Quellwasser werden die Fische gehalten und später direkt im Hofladen angeboten. Die Räucherei in natürlichen Backsteinöfen bietet ofenfrischen Räucherfisch. Der Hauptfisch der Teichwirtschaft Hammermühle, der Karpfen, ist von pro-agro zertifiziert und hat das Gütesiegel „pro-agro“.
Ein paar Meter hinter der Teichwirtschaft führt linker Hand ein Feldweg zur ruhigeren Lindenaer Straße, die Sie hinein nach Doberlug und direkt zum Schloss bringt. Bei einer kleinen Stärkung an der Klosterschänke können Sie den Blick auf das wunderschön sanierte Ensemble genießen und – wenn geöffnet – das Museum besuchen.
Im prachtvoll restaurierten Schloss Doberlug öffneten sich 2023 die Türen zu einem bedeutenden Zeugnis europäischer Adelskultur. Rund 2.000 Inventargegenstände aus Schloss Schlobitten, dem einstigen Stammsitz der Burggrafen und Grafen zu Dohna-Schlobitten, kamen als Leihgabe der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg nach Doberlug. Der vielfältige Objektkosmos ermöglicht unter dem Titel „Vom Feinsten. Preußische Adelsschätze in sächsischen Mauern“ Einblicke in adelige Erinnerungskultur, Heiratsstrategien oder standesgemäße Selbstinszenierung. Eine weitere Ausstellung stellt die sächsisch-preußische Geschichte von Kloster, Schloss und Planstadt vor.
Die Naturgeschichte des Landstrichs vermittelt das Besucherinformationszentrum "erlebnisREICH Naturpark"des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft. Ein besonderer Reiz entsteht zudem aus dem Zusammenspiel des Schlosses mit dem benachbarten Refektorium und der Kirche des ehemaligen Zisterzienserklosters.
Folgen Sie nun der Schloßstraße, vorbei an Refektorium und evangelischer Klosterkirche, zur Grimmerstraße, die dann zur Tiergartenstraße wird. Entlang einer kleinen Siedlung, von Wiesen und einem Industrieareal gelangen Sie schließlich zum Bahnhof Doberlug-Kirchhain. Nach dieser Tour haben Sie 21 Kilometer in den Füßen, schöne Landschaftsbilder vor Augen und ein bisschen Heimatgeschichte im Kopf. Sagen Sie selbst, der Tag hat sich gelohnt!
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Bahnhof Finsterwalde (Niederlausitz)Bahnhofstr. 5
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