Bahnhofstr.
01824 Königstein
Geheimnisvolle Bastion in der Sächsischen Schweiz
Eine Wandertour für Familien, Naturliebhaber und Kulturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Bereits im Mittelalter stand auf dem Tafelberg links der Elbe eine Burg. Ab 1589 ließen die sächsischen Kurfürsten die Burg zu einer starken Festung ausbauen. Mit der Friedrichsburg entstanden aber auch repräsentative Räume für rauschende Feste. Meister ihres Fachs schufen 1725 dem wetteifrigen August dem Starken im Keller der Magdalenenburg das größte Weinfass der Welt. Es wurde nur ein einziges Mal vollständig gefüllt – mit 238.600 Litern Meißner Landwein. Baufällig geworden, musste es 1819 wieder entfernt werden. Eine moderne Installation zeigt heute bei Führungen die Dimensionen des Riesenfasses. Spannend sind auch die Führungen in die unterirdischen Kasematten.
Hinter den sicheren Mauern wurden in unruhigen Zeiten der sächsische Staatsschatz gelagert und Gefangene eingesperrt wie der Miterfinder des europäischen Porzellans Johann Friedrich Böttger sowie der Sozialdemokrat August Bebel.
Eine Besonderheit ist der 152,5 Meter tiefe Brunnen, zweittiefster Brunnen Deutschlands. Bergleute aus dem Erzgebirge trieben ihn von 1563 bis 1569 mühevoll in den Stein des Berges. Bis dahin waren die Festungsbewohner auf das Wasser aus den Zisternen angewiesen oder mussten es auf die damalige Burg fahren. 1735 erhielt der Brunnen schließlich ein Haus mit 4 Meter dicken Mauern, um die wichtigste Wasserquelle vor Beschuss zu sichern. Das Brunnenhaus und weitere Bauten wie das Alte Zeughaus, die Georgenburg, die Magdalenenburg oder das Schatzhaus erzählen in Ausstellungen die Geschichte der Festung. Wichtigste und größte ist die Dauerausstellung zu 800 Jahre Leben auf dem Königstein „In lapide regis – Auf dem Stein des Königs“ in 33 Räumen und mit rund 30 Medienstationen im gewaltigen Torhaus hoch über dem Festungseingang.
Eine lebendige Zeitreise bietet sich in der Georgenburg: 3D-Brillen mit modernster Virtuell-Reality-Technik (VR) schicken Besucher in das Jahr 1619. In der virtuellen Welt erscheint die Georgenburg zur Zeit der Renaissance Anfang des 17. Jahrhunderts. Zu sehen sind die mit Voluten geschmückten Renaissancegiebel und Zwerchhäuser an der Fassade, kunstvoll bemalte Holzbalkendecken, mächtige Öfen und Hirschköpfe in den Räumen. Auch Küche, Hofestube und Arkadengang öffnen sich. Eine lebendige Szenerie ergänzt die Zeitreise. Nachgestellt wird der Besuch Kurfürst Johann Georgs I. im September 1637 auf dem Königstein: Adlige, Soldaten und Diener bevölkern den Burghof, Mägde arbeiten in der Küche und der Kurfürst selbst hält eine Audienz in der Georgenburg ab.
Insgesamt befinden sich auf dem 9,5 Hektar großen Areal mehr als 50 Gebäude, die sich Besucher auf dem 1,7 Kilometer langen Panoramaweg erschließen können. Während des Rundgangs laden mehrere Restaurants und die Festungsbäckerei zum kulinarischen Genuss ein.
Nach der „Eroberung“ der Festung geht es weiter auf dem Rundweg zum Bahnhof Königstein. Folgen Sie ein Stück dem ausgeschilderten Malerweg bergab durch den Wald zur Alten Festungsstraße. Hier führt der Malerweg nach links, Sie aber wenden sich nach rechts. Die Alte Festungsstraße endet an den ersten Häusern von Königstein direkt an der B172, der Dresdner Straße. Nach ein paar Metern nehmen Sie rechter Hand die Pirnaer Straße und schlendern ein Stück durch die Stadt. Biegen Sie dann links ab in die Hainstraße, die Sie zum Reißiger Platz mit Cafés, Pizzeria und Bistros bringt. Bei schönem Wetter sitzt es sich auf dem zentralen Platz ganz nett. Und zum Bahnhof sind es nur ein paar Meter.
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Königstein (Sächs Schw)Bahnhofstr.
01824 Königstein