Mittlerer Landweg
21033 Hamburg
Wanderung ins Reich von Strandhafer und Ameisenlöwe
Eine Wandertour für Naturliebhaber
Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.
Das Naturschutzgebiet Boberger Niederung ist ein Refugium für sensible Tier- und Pflanzenarten. Auf der Boberger Düne und in der Heide krabbeln Stierkäfer und sonnen sich Eidechsen, in den Marschgräben und Tümpeln quaken die Frösche, am Geesthang blühen fünf Orchideenarten und im Moor tirilieren die Nachtigallen. Sandpioniere wie Strandhafer, Silbergras, Flechten und Heide fühlen sich in der Dünenlandschaft wohl.
Das Naturschutz-Informationshaus der Loki-Schmidt-Stiftung führt mit einer Ausstellung in diese spannende Welt ein. Beeindruckend sind die Überlebensstrategien der Insekten: Da lauern Ameisenlöwen unvorsichtigen Ameisen am Grund eines Trichters im Sand auf oder legt eine Wespe ihre Eier auf Spinnen, die von den Jungwespen direkt verspeist wird.
Wer Flora und Fauna des Naturschutzgebiets mit Expertenaugen erkunden möchte, schließt sich für eine Spende ab 6 Euro pro Person einer von der Loki Schmidt Stiftung organisierten Führung an. Im Veranstaltungskalender sind beispielsweise Orchideenwanderungen, Naturbeobachtungen sowie Märchen- und Fledermauswanderungen für Familien zu finden.
Vom Informationshaus aus starten Sie auf den mit einem Schmetterlingsymbol ausgezeichneten Dünenwanderweg. Er führt Sie auf rund 3,5 Kilometern durch das Gelände und zurück zum Infohaus. Bitte bleiben Sie zum Schutz der Tiere und Pflanzen unbedingt auf den markierten Wegen!
Nach wenigen Metern erreichen Sie bereits die größte der Dünen, eine bis zu zehn Meter aufgetürmte Anhäufung von feinstem Sand, umrandet von grünen Birken und Büschen. Hier können Sie die Schuhe ausziehen und barfuß durch den Sand stapfen, während am Himmel die Segelflieger vom nahen Flugplatz ihre Runden drehen.
Aber wie kamen die Dünen überhaupt nach Hamburg? Nach der letzten Eiszeit blieben von den Schmelzwassern im Elbe-Urstromtal riesige Mengen Sand zurück, die der Wind an der Geestkante zu Hügeln aufwehte. Der größte Teil diente in den letzten 150 Jahren als Baumaterial, unter anderem für die Aufschüttung der Eisenbahnanlagen zwischen Hamburg und Bergedorf. Der übriggebliebene Rest ist heute ein wertvoller Lebensraum für viele Arten.
Auf Ihrem Rückweg können Sie noch einen Stopp im Dorfkrug Boberg einlegen.
Im früheren Dorfkrug Boberg trifft deutsche Küche auf italienische und weitere mediterrane Spezialitäten. So haben neben Pizza, Pasta, Tapas und Antipasti auch Currywurst und Schnitzel ihren Platz, stets aus frischen Zutaten liebevoll serviert. Einen Gruss aus der alten Heimat des Inhaber stellen die indischen Gerichte auf der Speisekarte dar. Ziel ist, dass sich die unterschiedlichen Generationen zu gutem Essen am historischen Ort treffen, wo sich schon vor 100 Jahren eine Gastwirtschaft befand.
Nach Ihrem Ausflug in die Dünen spazieren Sie am Bille-Ufer zurück zum S-Bahnhof Mittlerer Landweg.
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